Homosexualität in Armenien

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Geografische Lage von Armenien

Homosexualität wird in Armenien in Teilen der Gesellschaft tabuisiert.

Legalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Homosexuelle Handlungen sind in Armenien seit 2003 legal. Antidiskriminierungsgesetze zum Schutz der sexuellen Orientierung bestehen in Armenien nicht.

Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt weder eine Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen noch sind Eingetragene Partnerschaften erlaubt.

Gesellschaftliche Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine LGBT-Gemeinschaft gibt es nur in kleinem Umfang in der Hauptstadt Jerewan.[1] LGBT-Organisationen wie Pinkarmenia oder Menq/WFCE setzen sich für die Rechte homosexueller Menschen in Armenien ein.

2011 gaben in einer Studie 97 % der befragten Armenier an, dass sie Homosexualität ablehnen. Die Akzeptanz gegenüber den traditionellen Strukturen abweichenden Lebensformen ist in der Gesellschaft allgemein eher gering.

Aufgrund der eher schwierigen Situation wolle einer Studie der armenischen LGBT-Organisation PINK Armenia zufolge der Großteil der LGBT-Gemeinschaft dauerhaft auswandern, um im Ausland ein offeneres Leben führen zu können. Zwischen 2011 und 2013 emigrierten deshalb etwa 6000 Personen, häufig würde dann im Zielland ein Asylantrag gestellt.[2][3]

Am 8. April 2019 fanden in der Armenischen Nationalversammlung öffentliche Anhörungen zum Thema „Nationale Agenda der Menschenrechte – UN-Überwachung“ statt. Unter den eingeladenen Vertretern der zivilgesellschaftlichen Institutionen befand sich auch Lilit Martirosjan, eine Transgender-Frau und Vorsitzende der LGBTIQ-Organisation „Partei des Rechtes“. Als sie zum ersten Mal in der Geschichte des armenischen Parlaments die Möglichkeit bekam, auf der Tribüne eine Rede zu halten und über die Probleme der unterdrückten LGBT-Gemeinschaft in Armenien zu berichten, wurde sie von der Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses, der Parteivorsitzenden von Blühendes Armenien Naira Sohrabjan, verbal angegriffen und aus dem Plenarsaal gewiesen. Martirosjans Auftritt löste daraufhin Empörung unter den Abgeordneten aus, einige von ihnen begrüßten Sohrabjans Verhalten.[4][5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. UNHCR: Armenian Gays Face Long Walk to Freedom (Memento des Originals vom 10. Oktober 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.unhcr.org, 13. März 2009
  2. The impact of LGBT emigration on economic indicators of Armenia. In: PINK Armenia. 30. Januar 2015, abgerufen am 31. März 2019 (englisch).
  3. Less equal - LGBTI human rights defenders in Armenia, Belarus, Kazakhstan, and Kyrgyzstan. In: Amnesty International. Dezember 2017, abgerufen am 31. März 2019 (englisch).
  4. В парламенте Армении впервые выступила трансгендер: Зограбян заявила о неуважении. In: Sputnik Armenia. 5. April 2019, abgerufen am 19. April 2019 (russisch).
  5. Armenian trans activist receives death threats after parliamentary speech · PinkNews. Abgerufen am 20. April 2019.