Hong Kong Jockey Club

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Happy Valley Racecourse

Der Hong Kong Jockey Club, Abk.: HKJC (chin. 香港賽馬會 / 香港赛马会 Pinyin Xiānggǎng Sàimǎhuì Jyutping Hoeng1gong2 Coi6maa5wui2, ugs.: 馬會 / 马会 Pinyin Mǎhuì Jyutping Maa5wui2) wurde 1884 als Gentlemen’s Club gegründet, um Pferderennen zu fördern. Während der Kolonialherrschaft stand der Club unter königlicher Schirmherrschaft und hatte bis 1996 den Namen „The Royal Hong Kong Jockey Club“. (chin. 英皇御准香港賽馬會 / 英皇御准香港赛马会 Pinyin Yīnghuáng Yùzhǔn Xiānggǎng Sàimǎhuì Jyutping Jing1wong4 Jyu6zeon2 Hoeng1gong2 Coi6maa5wui2).

Es handelt sich um eine Organisation von der Pferderennen, Sport- und Wettunterhaltung geboten werden. Der HKJC ist der größte Steuerzahler Hongkongs und der größte private Spender für Wohltätigkeitsorganisationen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Happy Valley in Hong Kong, circa 1880

Pferderennen wurden in Hongkong 1846 von den Briten eingeführt. Diese legten einen Sumpf im heutigen Happy Valley trocken um dort die Happy Valley Racecourse Pferderennbahn zu bauen. Bis auf einige Jahre während des Zweiten Weltkriegs fanden dort seitdem ununterbrochen Pferderennen statt.

Der Club[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Club wurde 1884 als Amateurverein zur Förderung von Pferderennen gegründet. Die Mitglieder des Clubs entstammten der gehobenen sozialen Klasse der Gesellschaft. Frauen und Menschen ungeeignetem Hintergrundes war die Mitgliedschaft verboten. Dies führte dazu, dass bis ins 20. Jahrhundert keine Chinesen unter den Mitgliedern des Clubs zu finden waren.[1] Der Status zum professionellen Club wurde erst 1971 geändert. 1978 wurde die zweite Pferderennbahn Sha Tin Racecourse in Sha Tin eröffnet. Der Club organisiert auf seinen beiden Pferderennbahnen ca. 700 Pferderennen jährlich.

Pferdewetten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der Wettbüros des Hong Kong Jockey Clubs, in Sai Ying Pun

Die steigende Beliebtheit des Sports führte zu einem Anstieg an illegalen Pferderennwetten. Als Reaktion auf die illegalen Wetten erlaubte die hongkonger Regierung 1973 dem Club auch außerhalb der Rennstrecken Wettbüros zu betreiben und gab diesem somit ein rechtliches Monopol. 1974 eröffnete der Club die ersten sechs Wettbüros und betreibt heute mehr als einhundert in der ganzen Stadt.[2] Um dem illegalen Glücksspiel und Sportwetten entgegenzutreten sind seitdem noch die Mark Six Lotterie (vergleichbar dem Lotto 6 aus 49) und Wetten auf ausländische Fußballspiele hinzugekommen.

Olympische Spiele 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2005 wurde entschieden, dass die Reiterwettbewerbe der Olympischen Spiele 2008 in Hongkong ausgetragen werden. Das Gelände des internationalen Pferderenncenters bei Sha Tin wird als Stützpunkt für Olympia genutzt. Zusätzliche Austragungs- und Trainingsorte wurden in bestehende Sportstätten des Hong Kong Sport Institute, des Jockey Club Beas River Country Club und in den bestehenden Golfplatz integriert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hong Kong Jockey Club – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Standard - Hong Kong Club members succumbed to redevelpment offer (Memento vom 27. Mai 2015 im Internet Archive)
  2. Hong Kong Jockey Club - Betting Channels - Overview. Abgerufen am 16. Mai 2015.