Hoppes Ruhrkraut

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Hoppes Ruhrkraut
Hoppes Ruhrkraut (Gnaphalium hoppeanum)

Hoppes Ruhrkraut (Gnaphalium hoppeanum)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Gnaphalieae
Gattung: Ruhrkräuter (Gnaphalium)
Art: Hoppes Ruhrkraut
Wissenschaftlicher Name
Gnaphalium hoppeanum
W.D.J.Koch

Hoppes Ruhrkraut (Gnaphalium hoppeanum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoppes Ruhrkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis 10 cm erreicht. Sie besitzt meist mehrere, dünne, einfache und wenig beblätterte Stängel. Die Laubblätter sind besonders unterseits dicht filzig behaart, lanzettlich, ganzrandig und einnervig.

Illustration

In einem endständigen, am Grund beblätterten, ährigen Gesamtblütenstand stehen wenige 5 bis 7 mm lange körbchenförmigen Blütenstände zusammen. Die dachziegelartig angeordneten Hüllblätter besitzen einen braun-schwarzen Rand. Die zwittrigen Röhrenblüten sind bräunlich. Die eine randliche Reihe Zungenblüten sind weiblich mit einer fädlichen Zunge.

Die Achänen besitzen einen weißen Pappus.

Die Blütezeit reicht von Juli bis August.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 28.[1]

Hoppes Ruhrkraut (Gnaphalium hoppeanum)

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet liegt in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas. Das Verbreitungsgebiet umfasst Spanien, Andorra, Frankreich, Italien, die Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Slowenien, die Balkanhalbinsel, Polen und die Slowakei.[2] In Höhenlagen zwischen 1500 und 2650 Meter gedeiht Hoppes Ruhrkraut nur auf kalkigen, feuchten Böden. Hoppes Ruhrkraut ist selten. Es ist eine Charakterart des Verbands Arabidion caeruleae.[1]

In den Allgäuer Alpen steigt die Art von der Schönbergalpe beim Riedbergerhorn in Bayern bei 1400 m Meereshöhe bis zu 2300 Metern auf.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen (Steinbachs Naturführer), Mosaik Verlag, München 1985, ISBN 3-570-01349-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. Seite 919. ISBN 3-8001-3131-5
  2. Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Gnaphalium hoppeanum In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  3. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004. Seite 580. ISBN 3-930167-61-1