Horst Giese

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Horst Giese (* 31. Januar 1926 in Neuruppin; † 29. Dezember 2008 in Potsdam) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielmacher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giese wurde 1945 Schauspieler, zunächst auf Bühnen, dann für das Fernsehen; ab 1954 nahezu ausschließlich für die DEFA. Oftmals spielte er kleinere Rollen in fast 40 Kino- und einer noch größeren Anzahl Fernsehfilmen. Mehrfach wurde er als Joseph Goebbels besetzt.

Ein Unfall zwang ihn 1972 zu einer längeren beruflichen Auszeit, während der er das Hörspiel Die sehr merkwürdigen Jazz-Abenteuer des Herrn Lehmann schrieb und in dem er alle Rollen sprach: Das Hörspiel wurde vom Rundfunk der DDR nicht angenommen, sondern erst 1991 vom Rias ausgestrahlt.[1] Es wurde 1992 mit dem renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet;[2] auch war es im Januar 1991 Hörspiel des Monats.[3] 1982 spielte er in dem unter der Regie von Frank Beyer produzierten Film Der Aufenthalt.

Horst Giese arbeitete auch als Stasi-Spitzel; gut belegt ist der Fall der Mitwirkung an der Verschleppung von Carl August von Halle von West-Berlin nach Ost-Berlin im Jahre 1956, die zu dessen Verurteilung und Haft führte.[4][5]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele (Autor)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Immer, wenn er Wagner hörte – auch Regie (Hörspiel 3 Teile – DLR)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Besprechung des Hörspiels mit Kurzbiografie
  2. Liste der Preisträger "Hörspielpreis der Kriegsblinden"
  3. Liste der Preisträger "Hörspiel des Monats"
  4. Potsdamer Neueste Nachrichten vom 3. Januar 2009
  5. Potsdamer Neueste Nachrichten vom 27. April 2011