Hoym

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Dieser Artikel behandelt den Ort Hoym, zu weiteren Bedeutungen siehe Hoym (Begriffsklärung).

Koordinaten: 51° 47′ 5″ N, 11° 18′ 45″ O

Hoym
Stadt Seeland
Wappen von Hoym
Höhe: 123 m
Fläche: 20,27 km²
Einwohner: 2570 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner/km²
Eingemeindung: 15. Juli 2009
Postleitzahl: 06467
Friedrichsaue Frose Gatersleben Hoym Nachterstedt Schadeleben SalzlandkreisKarte
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Lage von Hoym in Seeland
Hoym, Luftaufnahme (2015)

Hoym ist ein Ortsteil der Stadt Seeland im südwestlichen Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Er liegt im nördlichen Harzvorland, etwa 12 Kilometer westlich von Aschersleben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoym wurde im Jahr 961 erstmals urkundlich erwähnt. Am 10. November 1195 wird das hier ansässige Rittergeschlecht mit Cuno de Hoym zuerst erwähnt.[1]

Residenzstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1721 war Hoym Residenzstadt des Fürstentums Anhalt-Bernburg-Hoym. Aus dieser Zeit stammt das Schloss Hoym. In ihm ist heute die größte Behinderteneinrichtung des Landes Sachsen-Anhalt untergebracht.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden mindestens 260 Bewohner der damaligen Landes-Siechenanstalt Hoym in der Euthanasieanstalt Bernburg ermordet.[2]

Schloss Hoym, Luftaufnahme (2015)

Hoym bildete zusammen mit vier weiteren Orten am 15. Juli 2009 die neue Gemeinde Seeland.[3]

Schloss Hoym
Ev. Stadtkirche St. Johannis in Hoym

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Hoym setzte sich zuletzt aus 14 Ratsmitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Hoym unterhält Partnerschaftsbeziehungen zur Gemeinde Hatten (Niedersachsen).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Nachterstedt-Hoym liegt an der Bahnstrecke Halle–Vienenburg. Seit dem 14. Dezember 2014[4] verkehrt der Landesbus 140 durch Hoym.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptstaatsarchiv Dresden
  2. Dietmar Schulze: „Euthanasie“ in Bernburg. Die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg/Anhaltische Nervenklinik in der Zeit des Nationalsozialismus. Verlag Die Blaue Eule, Essen 1999 S. 141–142
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  4. Buslinien 140 und 318 zwischen Aschersleben und Quedlinburg eingeweiht
  5. Andreas Mettenleiter: Selbstzeugnisse, Erinnerungen, Tagebücher und Briefe deutschsprachiger Ärzte. Nachträge und Ergänzungen III (I–Z). In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 22, 2003, S. 269–305, hier: S. 283.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sabine Schnierer: Verwahrt, verlegt, vergessen: Die Einbeziehung der Landes-Siechenanstalt Hoym in das „Euthanasie“-Programm des Nationalsozialismus. Shaker Verlag, Aachen 1997, ISBN 3-8265-5582-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hoym – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Webseite der Stadt Seeland