Hugo Mosler

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Hugo Mosler als Corpsstudent Wintersemester 1895/1896

Hugo Bruno Hans Mosler (* 16. April 1875 in Berlin; † 24. Dezember 1956 in Düsseldorf) war ein deutscher Professor der Fernmelde- und Funktechnik an der Technischen Hochschule Braunschweig und Brauereidirektor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hugo Mosler begann im Wintersemester 1894/95 das Studium der Physik an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg, wo er im gleichen Semester dem Corps Saxonia-Berlin beitrat. Nach Abschluss des Studiums als Diplom-Ingenieur fertigte er eine Dissertation zum Thema: Der Temperatur-Koeffizient des Magnetismus einiger Salzlösungen der Eisengruppe mit besonderer Berücksichtigung des Eisenchlorids an, mit der er 1901 an der Universität Leipzig zum Dr. phil. promoviert wurde. Seine Dissertation wurde auszugsweise in den Annalen der Physik publiziert.[1]

Bereits wenige Jahre später war er nach der Habilitation im Jahre 1904[2] Privatdozent der Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Braunschweig.[3] 1911 wurde er zum außerordentlichen Professor für Fernmelde- und Funktechnik an der TH Braunschweig berufen.[4]

Am Ersten Weltkrieg nahm er als Nachrichtenoffizier in höheren Stäben teil. Er wurde mehrfach ausgezeichnet. Sein letzter Dienstgrad war Hauptmann der Reserve. Während des Krieges ruhte seine Lehr- und Forschungstätigkeit.[5]

Hugo Mosler war ein Pionier der Fernmelde- und Funktechnik in Deutschland. Dennoch entschloss er sich in den 1920er-Jahren, seine Lehr- und Forschungstätigkeit aufzugeben, um leitende Stellungen in der Brauereiindustrie zu übernehmen. Zuletzt war er Aufsichtsrat der Schwabenbräu AG sowie ihrer Tochtergesellschaften.

Im Jahre 1951 wurde er vom Kösener Corps Friso-Luneburgia Köln mit der Verleihung der Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Temperatur-Koeffizient des Magnetismus einiger Salzlösungen der Eisengruppe mit besonderer Berücksichtigung des Eisenchlorids. Dissertation Universität Leipzig 1901.
  • Konstruktion und Berechnung von Selbstanlassern für elektrische Aufzüge mit Druckknopfsteuerung. Berlin 1904.
  • Beiträge zur Erzeugung schwach gedämpfter Schwingungen. In: Elektrotechnische Zeitschrift. Band 28, 1907, S. 304–305, 426.
  • Einführung in die moderne drahtlose Telegraphie und ihre praktische Verwendung. Braunschweig 1920.
  • Einführung in die moderne Radiotechnik und ihre praktische Verwendung. Braunschweig 1926 (mit Gustav Leithäuser).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Weigandt: Geschichte des Corps Saxonia-Berlin zu Aachen 1867–1967. Aachen 1968.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Annalen der Physik, 1901, Bd. 311, Heft 9
  2. Naturwissenschaftliche Rundschau, 1904, Nr. 3
  3. Friedrich Strobel: Adressbuch der lebenden Physiker, Mathematiker und Astronomen. 1905, S. 26
  4. Naturwissenschaftliche Rundschau 1911
  5. Ergänzungsprogramm für das Studienjahr 1918-1919 der Carolo-Wilhelmina (Memento des Originals vom 8. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.biblio.tu-bs.de (PDF; 2,9 MB)