Ilse Petri

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Ilse Petri, teilweise auch gelistet als Ilse Petry, verheiratete Niczky (* 20. März 1918 in Göttingen), ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petri wurde geboren als Tochter des preußischen Majors Hans Petri und seiner Frau Lucie, geborene Tempeltey.[1] Sie selbst besuchte in Potsdam das Lyzeum. Sie erhielt zwei Jahre privaten Schauspielunterricht bei Ilka Grüning und absolvierte anschließend eine vierjährige Gesangsausbildung.[2]

Ilse Petri bekam auf Vermittlung von Camilla Horn noch vor Beginn ihrer Bühnenlaufbahn ihre erste Filmrolle mit 17 Jahren in dem Streifen Das Mädchen vom Moorhof (1935). Auch in Der Raub der Sabinerinnen, der bekannten Erstverfilmung des gleichnamigen Theaterstücks aus dem Jahre 1936 von Robert A. Stemmle mit Bernhard Wildenhain, Max Gülstorff, Maria Koppenhöfer, Hilde Sessak und Trude Hesterberg war sie als 18-Jährige dabei. Eine Hauptrolle spielte sie in der ebenfalls 1936 erschienen Komödie Donner, Blitz und Sonnenschein mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt.

Ilse Petri war seit den dreißiger Jahren auch an Berliner Bühnen wie der Volksbühne, dem Theater am Schiffbauerdamm und dem Kabarett der Komiker zu sehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte sie weiterhin Theater und wurde vor allem mit dem Streifen Fanfaren der Liebe (1951) an der Seite von Dieter Borsche und Georg Thomalla mit Inge Egger bekannt. Auch die Fortsetzung Fanfaren der Ehe wurde in den Filmsälen ein Erfolg. Einige Engagements im Fernsehen, darunter in Serienproduktionen wie Der Alte oder Die fünfte Kolonne, sowie Rollen in diversen Pauker- und Lausbubenfilmen beschlossen ihre schauspielerischen Auftritte.

Sie war verheiratet mit dem verstorbenen Starfotografen Joe Niczky, dem Sohn des Künstlers Rolf Niczky und lebt in München-Bogenhausen.[3]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1935: Unter vier Augen
  • 1935: Das Mädchen vom Moorhof
  • 1935: Königstiger
  • 1935: April, April!
  • 1936: Ein seltsamer Gast
  • 1936: Dornröschen
  • 1936: Der Raub der Sabinerinnen
  • 1936: Donner, Blitz und Sonnenschein
  • 1937: Herkules
  • 1938: Der eingebildete Kranke
  • 1938: Spuk im Museum
  • 1938: Monika
  • 1938: Frauen für Golden Hill
  • 1939: Bel Ami
  • 1939: Das Schwert des Damokles
  • 1939: Männer müssen so sein
  • 1939: Hochzeit mit Hindernissen
  • 1940: Mädchen im Vorzimmer
  • 1941: Heimaterde
  • 1943: Altes Herz wird wieder jung
  • 1943: Zwischen Nacht und Morgen
  • 1944: Seine beste Rolle
  • 1944: Die Degenhardts

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helga Wendtland und Karlheinz Wendtland:Geliebter Kintopp. Sämtliche deutsche Spielfilme von 1929-1945 - Künstlerbiographien l_Z, Berlin, Verlag Medium Film, 1995, ISBN 3-926945-14-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Petri, Ilse. In: Herrmann A. L. Degener, Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche who's who, Bd. 21, Schmidt-Römhild, Lübeck, 1981, S. 881.
  2. Petri, Ilse. In: Herbert Alfred Frenzel, Hans Joachim Moser: Kürschners biographisches Theater-Handbuch, Gruyter, 1956, S. 552.
  3. Kulturschock Karl Valentin, Merkur online, 26. Februar 2009.