Ingo Froböse

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Ingo Froböse (2022)

Ingo Froböse (* 18. März 1957 in Unna) ist ein deutscher Sportwissenschaftler. Er ist Universitätsprofessor für Prävention und Rehabilitation im Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit Mai 2023 fungiert er als Partner der Kölner Denkfabrik Fischimwasser. Froböse ist Autor mehrerer Sachbücher.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Froböse beendete seine schulische Laufbahn 1976 mit dem Abitur in Kamen. Sein mit dem Diplom abgeschlossenes Studium der Sportwissenschaft, mit Schwerpunkt Rehabilitation, endete 1983. Zusätzlich studierte er Wirtschaftswissenschaft an der Fernuniversität in Hagen bis zum Vordiplom. 1986 wurde Froböse promoviert, 1993 habilitierte er. Zum Hochschullehrer wurde er schließlich 1995 ernannt.

Während seiner Studienzeit wurde er 1981 als Sprinter deutscher Vizemeister über 100 Meter, deutscher Vizemeister über 200 Meter sowie deutscher Hochschulmeister über 200 Meter.[1] Bei den Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften 1982 in Mailand wurde er Vierter über 200 Meter. Des Weiteren war er im Bobsport aktiv.

Neben seiner Tätigkeit als Universitätsprofessor ist Froböse Autor bzw. Co-Autor zahlreicher Bücher zum Themenbereich Gesundheit, Ernährung und Sport. Seit Mai 2023 ist er als Partner bei der Kölner Denkfabrik Fischimwasser tätig. Zudem ist er bei einer Reihe von Institutionen und Vereinen vorwiegend im Bereich der Prävention und Rehabilitation beratend oder leitend tätig. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Froböse als Experte in Medien wie Stern, Brigitte, Fit for Fun, Men’s Health, GQ, n-tv, YouTube und der ARD (z. B. Sportschlau im Morgenmagazin, wo er regelmäßig Fragen zum Thema Sportmedizin beantwortet) bekannt.

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funktionen und Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kontroverse um Wasserfilter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Universitätsprofessor der Deutschen Sporthochschule Köln informierte und warb er im Rahmen eines Videos des Vereins Wassertankstelle e. V. im November 2018 für einen Wasserfilter, dessen Hersteller wiederum durch seine Geschäftsführung mit dem Verein verbunden ist, da diese den Vorsitz des Vereins innehat. Auf journalistische Nachfrage konnte Froböse keine wissenschaftlichen Belege für seine im Video behaupteten Vorteile eben genau jenes Filters nennen.[2] Er verneinte, Geld erhalten zu haben; seine Mitwirkung am Video sei ihm zufolge eine Gefälligkeit gewesen.[2] Die Sporthochschule Köln distanzierte sich auf journalistische Nachfrage von jenem Video und negierte eine Zusammenarbeit mit dem Verein.[2]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das neue Psoas-Training: Schmerzfrei, leistungsfähig und beweglich: Die besten Übungen für den großen Lendenmuskel, Südwest Verlag, München 2017.
  • Leistung messen & steigern: Die besten Methoden aus dem Profisport – für Ausdauer- und Krafttraining, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 2018.
  • Die Beauty-Fitness-Formel, ZS Verlag, München 2018, ISBN 978-3-89883-814-6.
  • Die Gesundheitsformel der 100-Jährigen, ZS Verlag, München 2010, ISBN 978-3-96584-061-4.
  • Der Stoffwechsel-Kompass. Was uns in der zweiten Lebenshälfte fit, schlank und wach hält. C. H. Beck, München 2022, ISBN 978-3-86493-153-6.
  • Für Fitness ist es nie zu spät. Aktiv und beweglich bis ins hohe Alter. ZS Verlag, Hamburg 2022, ISBN 978-3-96584-203-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ingo Froböse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fit mit Genuss: Ingo Froböse, unser Experte für Sport. In: ksta.de. 11. April 2013, abgerufen am 9. Februar 2020.
    Jürgen Buschmann (Redaktion), Ralf Sühl: Froböse, Ingo. (PDF; 27,5 MB) In: Who Is Who der Deutschen Sporthochschule Köln. 2. Auflage, 2011, S. 499–501, archiviert vom Original am 27. März 2019; abgerufen am 19. Januar 2020.
  2. a b c Philipp Seibt, Julia Merlot: Werbung ohne Evidenz: Der Professor und das „gute“ Wasser. In: Spiegel Online. 19. Januar 2020, abgerufen am 19. Januar 2020.