Jürgen O. Olbrich

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Jürgen O. Olbrich (* 25. November 1955 in Bielefeld) ist ein bildender Künstler, Herausgeber und Kurator. Er ist ein Vertreter der konkreten wie auch visuellen Poesie. Als Performancekünstler arbeitete er mit Yoko Ono zusammen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon 1973 arbeitete der Medienkünstler an Copy-Art Serien und Copy-Art Büchern, die er ab 1975 um Copy-Art Performances und Editionen erweiterte. 1976 erschien Jürgen O. Olbrichs Zeitschrift Collective Copy. Während Olbrich 1981 unterwegs nach Polen einen zweistündigen Abstecher nach Dresden wagte, begegnete ihm Birger Jesch während eines illegalen Künstlertreffens in einer Privatwohnung. 1987 nahm er an der documenta 8 in Kassel teil und wurde international bekannt. Sein Beitrag „City souvenir“: Expanded Performance wurde vom 12. Juni bis 5. Juli 1987 im Rahmen der Performance-Abteilung der documenta 8 in Kassel 1987 aufgeführt. 1989 begann er mit seinem Werkzyklus Paper-Police. Er sammelt für diese künstlerischen Arbeiten Altpapier aus Kasseler Papiercontainern. Von 1995 bis 1996 wurde Olbrich zum Gastprofessor an die Universität Kassel berufen. Seit 2001 ist er kuratierendes Mitglied im Vorstand des Kasseler Kunstvereins. Für die Ausstellung Auto-nom-mobil 2006 im Kulturbahnhof Kassel schuf er die Arbeit „Nummernschild-Poesie“ für die er eine halbe Stunde lang am Ortseingangsschild Kassels Autokennzeichen notierte, deren freie Interpretation und Assoziation er dem Ausstellungsbetrachter überläßt. Jürgen O. Olbrich lebt und arbeitet in Kassel und ist zudem als Kurator von Ausstellungen tätig.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er arbeitet künstlerisch an Projekten, Performances, Installationen und Archiven, die durch die Vervielfältigung seiner Arbeiten beständig in Erinnerung bleiben und so dem Vergessen entgegenwirken. Der Networker, Spurensicherer, Archivar und Konzeptartistist in seinem Tun bezieht Kollaborationspartner global ein. Der Künstler arbeitet mit Fundmaterialien, Methoden des Zufalls und Wort-Bild-Kombinationen, um ablaufende Zeit als Vergänglichkeit zu dokumentieren.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • El Museo Internacional de Electrografía, Toledo 2015
  • Essenheimer Kunstverein 2012
  • Weimar 2007
  • Ausstellung Auto-nom-mobile Kulturbahnhof Kassel 2006
  • Kunstverein Kassel 2002
  • Stadtmuseum Jena 2002
  • Warschau Städtische Galerie 2003
  • Maximum Galerie, Nürnberg 1991
  • documenta 8, Kassel 1987
  • Galerie Patio, Neu-Isenburg 1987
  • Galerie Christel Schüppenhauer, Essen 1987

Werke in Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neue Galerie Kassel
  • Pfalz Galerie Kaiserslautern

Buchprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen O. Olbrich, Performance Works : [life is art enough] / Konzeption/Red.: Jürgen O. Olbrich; Christel Schüppenhauer, Essen, ISBN 3-926226-11-0

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]