Jürgen Schützinger

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Jürgen Schützinger (* 29. Mai 1953 in Schwenningen am Neckar) ist ein deutscher Politiker der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD).

Ausbildung, Beruf und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Schulabschluss der mittleren Reife trat er 1970 in den Dienst der Polizei des Landes Baden-Württemberg. Wegen seiner Aktivitäten für die NPD wurde er 1982 aufgrund des sogenannten Radikalenerlasses aus dem Staatsdienst entlassen und ist seitdem u. a. als freier Handelsvertreter tätig.

Jürgen Schützinger ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Während sein Sohn Rudolf (* 1982) ebenfalls in der NPD aktiv ist (u. a. als Bundestagskandidat 2013 im Bundestagswahlkreis Calw),[1] hat sich ein weiterer Sohn Schützingers „politisch klar von seinem Elternhaus distanziert“ und arbeitet seit 2017 bei der Gewerkschaft ver.di im Bezirk Villingen-Schwenningen-Bodensee als Rechtsberater.[2]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schützinger war bereits von 1978 bis 1991 Landesvorsitzender der NPD Baden-Württemberg. Vom 22. Oktober 2005 bis April 2013 hatte er dieses Amt erneut inne, nachdem der bisherige Landesvorsitzende Günter Deckert von einem Sonderparteitag der NPD Baden-Württemberg abgewählt worden war. Von 1982 bis 1991 war er auch Bundesgeschäftsführer der NPD. Nach der Ablösung des damaligen Bundesvorsitzenden Martin Mußgnug durch Günter Deckert 1991 zog sich auch Schützinger aus der NPD zurück und gründete mit Mußgnug zusammen die Deutsche Liga für Volk und Heimat, deren geschäftsführender Bundessprecher er seit ihrer Gründung 1991 ist. Weil sich die DLVH nur noch als politischer Verein (der jedoch sporadisch zu kommunalen Wahlen antritt) versteht, ist Schützinger seit Anfang 2005 auch wieder in der NPD aktiv.

Außerdem ist Schützinger Kreisvorsitzender des am 1. April 2005 wiedergegründeten NPD-Kreisverbandes Schwarzwald-Baar.

Kreis- und Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1980 ist er als Stadtrat des Oberzentrums Villingen-Schwenningen aktiv. Von 1984 bis 2019 war er zudem Mitglied des Kreistages des Schwarzwald-Baar-Kreises.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.gaeubote.de/index.php?&kat=166&artikel=110397046&red=24&ausgabe=
  2. Schützinger Sohn von Gewerkschaft als Rechtsberater eingestellt, Südkurier, 26. Januar 2017
  3. Bei der Wahl 2019 verfehlte die DLVH mit 1,2% der Stimmen den Wiedereinzug in den Kreistag, siehe Wahlergebnis nach Parteien, Sitzverteilung, Wahlergebnis nach Kandidaten (S. 6)