Jan Gulbransson

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Jan Gulbransson (* 4. Juni 1949 in München) ist ein deutscher Künstler, der vor allem durch Comics bekannt wurde. Er ist ein Enkel Olaf Gulbranssons und lebt im Münchner Stadtteil Haidhausen[1].

Künstlerischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1970er-Jahren entwarf er Puppenfiguren für die Kindersendungen Kunterbunt, Das feuerrote Spielmobil (die Hunde Biff und Wuff) und Rappelkiste. Außerdem illustrierte er die Berti-Hefte (Texte: Thomas Fröhling), die in der Reihe Ein Kinderbuch von Pelikan erschienen.

Seit Anfang der 1980er-Jahre schreibt und zeichnet Gulbransson für den niederländischen Sanoma-Verlag Donald-Duck-Geschichten, von denen viele mittlerweile auch in Deutschland veröffentlicht wurden, wie Der Tiger von Bengalen, Gonzo, der Riesen-Ziesel oder Die Freiheit der Meere. Seit 2004 produziert er Disney-Comics für Egmont.

1990 entwarf Gulbransson im Auftrag des Deutschen Fernsehens Animationsfilme und Werbung für die Olympischen Winterspiele. 1999 erschien Globi bei der Patrouille Suisse mit Text und Zeichnungen von Jan Gulbransson und Gabriel Nemeth sowie Computergraphik von Dieter Steyer (Zürich: Globi Verlag). Für die kostenlose Apothekenzeitung Medizini zeichnete er die Comicserie Willi Wurm und seine Freunde, später ersetzt durch die Serie Willi Wurm, die noch heute von ihm und Gabriel Nemeth produziert wird.

2012 zeichnete Gulbransson nach einer Idee von Ehapa-Chefredakteur Peter Höpfner den achtteiligen Zyklus Die Ducks in Deutschland, der zunächst in der wöchentlichen Micky Maus abgedruckt wurde (dort in den Heften 35–42/2012). Parallel dazu wurde jeweils in der Bild-Zeitung eine Comicseite abgedruckt.[2] In dem Zyklus reisen die Ducks auf der Suche nach einem Schatz von Berlin über Hamburg, das Ruhrgebiet, München, Frankfurt am Main, Köln, Stuttgart und Dresden wieder nach Berlin. Der Zyklus wurde 2013 auch in einem Band nachgedruckt.[3] Diesem folgte im Oktober 2013 Die Ducks in den Alpen.[4]

Donald-Duck-Geschichten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Auf gute Nachbarschaft! (Goede buren), dt. 1995
  • 1985: Der Tiger von Bengalen (En de tijger van Bengalen), dt. 1999
  • 1989: Wie verhext (Hekseverhalen), dt. 2004
  • 1994: Gonzo der Riesen-Ziesel (Gonzo the gopher), dt. 1999
  • 1998: Alles in bester Marmelade ('n Stekelige kwestie), dt. 2002
  • 2001: Anglers Pein (Fishing), dt. 2004
  • 2005: Schneekoller (Nanook the huskie), dt. 2005
  • 2010: Wunderbares Weihnachtsfest (The Unforgettable Christmas), dt. 2010
  • 2011: Der Geist aus der Taschenlampe (Geesten en nemen), dt. 2014
  • 2014: Hochzeit wider Willen (Scrooge's Wedding), dt. 2015

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Strzyz und Andreas C. Knigge: Disney von innen. Gespräche über das Imperium der Maus. (Mit einem Vorwort von Carl Barks). Ullstein, Frankfurt am Main und Berlin 1988, ISBN 3-548-36551-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Iris Wehn: Entenhausen liegt mitten in München. Süddeutsche Zeitung. 12. April 2012. Abgerufen am 18. Oktober 2013.
  2. Inducks: Die Ducks in Deutschland
  3. Comic Guide: Micky Maus Edition
  4. Neuer Elefantenzug über die Alpen in FAZ vom 30. Oktober 2013, S. 29