Jenkins (Software)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Jenkins

Jenkins logo with title.svg
Jenkins Home.png
Startseite von Jenkins
Basisdaten

Maintainer Kohsuke Kawaguchi
Erscheinungsjahr 2011[1] (ehemals Hudson)
Aktuelle Version 2.121.2[2]
(18. Juli 2018)
Aktuelle Vorabversion wöchentliches Release
Betriebssystem Plattformunabhängigkeit
Programmiersprache Java
Kategorie Kontinuierliche Integration
Lizenz MIT-Lizenz[3]
deutschsprachig ja
jenkins.io

Jenkins ist ein erweiterbares, webbasiertes Software-System zur kontinuierlichen Integration von Komponenten zu einem Anwendungsprogramm. Es wird als Fork der Software Hudson von Sun, heute Oracle, betrachtet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jenkins wurde in erster Linie von Kohsuke Kawaguchi, einem Mitarbeiter von Sun Microsystems, unter dem Namen Hudson entwickelt. Kawaguchi verließ das Unternehmen, nachdem es von Oracle Ende Januar 2010 übernommen worden war.[4] Über Kawaguchi wurde in Folge bekannt, eine eigene Firma mit einem Geschäftsmodell rund um Hudson gründen zu wollen. Er behielt die Leitung bei Hudson und arbeitete nach eigenen Angaben auf freiberuflicher Basis weiter bei Oracle. Da Oracle die Namensrechte an Hudson hält, wurde das Projekt schließlich in Jenkins umbenannt.[5] Der Name Jenkins wurde gewählt, da die Entwickler der Meinung waren, dass Jenkins im Englischen genauso wie Hudson mit dem Beruf des Butlers assoziiert wird.[6] Da Oracle angekündigt hat, Hudson ebenfalls weiterzuentwickeln, kann von einem Fork („Abspaltung“) der Softwareentwicklung gesprochen werden.

Hudson gewann 2008 einen Duke’s Choice Award[7] in der Kategorie „Developer Solutions“. Im Januar 2014 wurde Kawaguchi der Chief Technology Officer von CloudBees.[8][9] CloudBees verließ im August 2010 den sogenannten „Stealth-Mode“ als Startup[10] und Kohsuke Kawaguchi gibt an, dort seit November 2010 dauerhaft beschäftigt zu sein. Damit haben sowohl Hudson als auch Jenkins ein unterstützendes Unternehmen, das Support und Fortentwicklung anbietet, und werden beide als Open-Source-Projekte in der Verwaltung gemeinnütziger Organisationen geführt: Hudson bei der Eclipse Foundation[11] und Jenkins bei der Software in the Public Interest.

Programmeigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm ist in der Programmiersprache Java geschrieben und läuft in beliebigen EJB-Containern. Es wird zusammen mit der minimalen Servlet-Middleware Winstone ausgeliefert, sodass Jenkins sofort auf Application-Servern nach der Java-EE-Spezifikation lauffähig ist und es zusätzlich keines Servlet-Containers, wie z. B. Tomcat, bedarf. Unterstützt werden verschiedene Build-Tools wie Apache Ant, Maven oder Gradle, Versionsverwaltungssysteme wie CVS, Subversion oder Git, automatische Testverfahren ("test tools") wie JUnit oder Emma. Durch verschiedene Zusatzmodule ("Plugins") können auch andere Compiler gesteuert werden, sodass neben Java- auch PHP-, Ruby- oder .NET-basierte Projekte verwaltet werden können. Neben CruiseControl ist Jenkins eines der am häufigsten eingesetzten Werkzeuge zur kontinuierlichen Integration.

Jenkins verfügt über eine REST-basierte Programmierschnittstelle zur Steuerung durch andere Programme. So ist z. B. die Steuerung von „Xtreme-Feedback-Geräten“ möglich, die die Koordination in XP-Arbeitsgruppen vereinfacht.

Lizenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Software steht unter der MIT-Lizenz.[12] Die verwendeten Icon-Grafiken stammen aus dem Tango Desktop Project und stehen unter der Lizenz Creative Commons Attribution Share-Alike.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jenkins 1.396 released, Die erste Version von Jenkins is veröffentlicht, Kohsuke Kawaguchi
  2. LTS Changelog. (englische, sprache, abgerufen am 28. Juli 2018).
  3. License. (englische, sprache, abgerufen am 28. Juli 2018).
  4. Alexander Neumann: Hudson-Chefentwickler verlässt Oracle. Heise.de, 7. April 2010, abgerufen am 4. August 2018 (deutsch).
  5. Andrew Bayer: Rename Vote Results. 29. Januar 2011, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  6. Andrew Bayer: Hudson's future. jenkins.io, 11. Januar 2011, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  7. Duke's Choice Awards Spotlights 2008's Most Innovative Java Technology Applications. Business Wire, 6. Mai 2008, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  8. People on the Move. Boston Business Journal, 17. Januar 2014, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  9. Heidi Gilmore: Meet the New CTO Bee - Kohsuke Kawaguchi. CloudBees.com, 21. Januar 2014, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  10. Heidi Gilmore: Welcome to CloudBees. CloudBees.com, 26. August 2010, abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  11. Hudson @ Eclipse Foundation. Abgerufen am 4. August 2018 (englisch).
  12. License. Abgerufen am 4. August 2018 (englisch).