Jitka Hanzlová

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Jitka Hanzlová (* 1958 in Náchod, Tschechoslowakei) ist eine tschechische Fotokünstlerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hanzlová wuchs in einem Dorf in Ostböhmen auf. 1982 floh sie aus der damaligen Tschechoslowakei/CSSR in die Bundesrepublik Deutschland und begann 1987 ein Studium der Visuellen Kommunikation an der Universität-Gesamthochschule Essen mit Schwerpunkt Fotografie. Kurz nach der Samtenen Revolution 1990 kehrte sie erstmals nach Tschechien in ihr Heimatdorf zurück und begann dort ein erstes Langzeitprojekt, welches 1994 zu ihrer Diplomarbeit wurde.

Seitdem arbeitet Hanzlová frei in Serien: 1994–1996 Bewohner, 1997–2000 Female, 1998–2010 Hier, 2000–2005 Forest, 2004–2006 Cotton Rose, 2007–2013 There is something I don’t know und parallel dazu bis 2014 Horses.

Von 2005 bis 2007 hatte Hanzlová eine Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg inne, 2012 trat sie eine weitere an der Zürcher Hochschule der Künste an. Hanzlová lebt in Essen.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im gesamten Werk von Jitka Hanzlová spielen das Autobiografische, die Erinnerung und die Frage nach Identität eine wichtige Rolle. Konstant verfolgt sie die Frage nach der Beziehung zwischen dem Individuum und seinem Lebensraum und erforscht gleichzeitig die Art und Weise, wie Heimat und Umgebung unauslöschlich die Identität formen. Hanzlová sucht ihre Erfahrungen mittels Fotografie auszuloten und schafft so ein Werk, das eine poetische und zugleich wahrhaftige Wirkung entfaltet.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rokytník. La Maison de la Photographie, Lectoure, 1995.
  • Bewohner. 1. Ed., Frankfurter Kunstverein, 1996.
  • Rokytník. Museum Schloss Hardenberg, 1997.
  • Vielsalm. SALTO, 1999.
  • Female. Schirmer/Mosel, München/Hamburg, 2000.
  • Bewohner. 2. Ed., Fotomuseum Winterthur, 2001.
  • Forest. Steidl, Göttingen, 2005.
  • Jitka Hanzlová. Fundación Mapfre, Madrid, 2012.
  • Hier. Koenig Books, London, 2013.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: Museum für Photographie, Braunschweig
  • 2013: Museos Gijón, Spanien
  • 2012/13: National Gallery, Edinburgh, UK
  • 2012: Fundación Mapfre, Madrid, Spanien
  • 2005/2006: Museum Folkwang, Essen
  • 2001: Stedelijk Museum, Amsterdam, Niederlande
  • 2001: Fotomuseum Winterthur, Winterthur, Schweiz
  • 2000: Deichtorhallen Hamburg
  • 1999: Photomuseum Argazki Euskal Museoa, Zaratutz, Spanien
  • 1998: Universidad de Salamanca, Salamanca, Spanien
  • 1997: Museum Schloß Hardenberg, Velbert
  • 1996: Frankfurter Kunstverein, Frankfurt
  • 1995: La Maison de la Photographie, Lectoure, Frankreich

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.textbueromuelheim.de/2015/06/jitka-hanzlova/