Jo Clayton

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Patricia Jo Clayton (* 15. Februar 1939 in Modesto, Kalifornien; † 13. Februar 1998 in Portland) war eine US-amerikanische Autorin von Science-Fiction und Fantasy.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clayton wuchs in einfachen Verhältnissen auf einer Farm auf. Sie besuchte die University of California in Berkeley; an der University of Southern California graduierte sie 1963 mit summa cum laude in englischer Literatur. Sie arbeitete jahrelang als Lehrerin, beginnend in Bell, einer kleinen Industriestadt in der Nähe von Los Angeles. 1969 konvertierte sie zur katholischen Kirche und trat in New Orleans bei den Schwestern Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel ein, einer unterrichtenden Kongregation. Zu dieser Zeit begann Clayton neben ihrer Aufgabe als Lehrerin auch zu schreiben. Kurz bevor sie ihre Profess ablegen sollte, verließ sie die Gemeinschaft. Sie gab ihre Tätigkeit als Lehrerin auf und lebte von den Einkünften ihrer schriftstellerischen Arbeit.

Nachdem sie mehrmals ausgeraubt worden war, erschien ihr das Leben in New Orleans als zu gefährlich, und sie zog 1983 nach Portland (Oregon). Jo Clayton starb zwei Tage vor ihrem 59. Geburtstag an einer Form von Knochenmarkskrebs, gegen den sie anderthalb Jahre lang gekämpft hatte. Während sie im Krankenhaus lag, schrieb sie noch den zweiten Teil der Drums of Chaos-Trilogie und begann den dritten (er wurde von Kevin Andrew Murphy fertiggestellt).

Patricia Jo Clayton war Autorin von insgesamt 35 Büchern, sowie einer großen Zahl an Kurzgeschichten. Insgesamt haben sich Ihre Bücher über 1.250.000-mal verkauft. Ihre im Grenzgebiet von Science-Fiction und Fantasy angesiedelten Romane gelten als von Motiven und Handlung her meist nicht besonders origenell, aber oft eindrucksvoll in der Figurenzeichnung, insbesondere der Darstellung starker weiblicher Charaktere.

Am bekanntesten sind die Romane der Diadem-Serie, eine Space Opera um ein mysteriöses Artefakt, das besagte „Diadem“. Die Trägerin des Diadems, das Mädchen Aleytey, ist eine Heilerin, die mit Hilfe des Diadems besondere Kräfte aktivieren kann. Auf der Suche nach der Superrasse ihrer Mutter erlebt sie zahlreiche Abenteuer und kommt in allerlei gefährliche und demütigende Situationen, zu denen auch Gefangenschaft und Sklaverei gehören, und aus denen sie sich mit Hilfe ihrer Kräfte immer wieder befreien kann.

Für ihr Lebenswerk wurde sie 1977 mit dem Phoenix Award ausgezeichnet.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diadem-Serie
  • Diadem from the Stars (1977)
  • Lamarchos (1978)
  • Irsud (1978)
  • Maeve (1979)
  • Star Hunters (1980)
  • The Nowhere Hunt (1981)
  • Ghosthunt (1983)
  • The Snares of Ibex (1984)
  • Quester's Endgame (1986)
Duel of Sorcery
  • Moongather (1982)
    • Deutsch: Unter den magischen Monden. Knaur Science Fiction & Fantasy #5787, 1984, ISBN 3-426-05787-5.
  • Moonscatter (1983)
    • Deutsch: Die Bahn der Magischen Monde. Knaur Science Fiction & Fantasy #5795, 1985, ISBN 3-426-05795-6.
  • Changer's Moon (1985)
Skeen-Trilogie (Teil des Diadem-Zyklus)
  • Skeen's Leap (1986)
  • Skeen's Return (1987)
  • Skeen's Search (1987)
Brann-Zyklus
  • Drinker of Souls (1986)
  • Blue Magic (1988)
    • Deutsch: Blaue Magie. Übersetzt von Horst Pukallus. Heyne SF&F #4648, 1990, ISBN 3-453-03913-0.
  • A Gathering of Stones (1989)
    • Deutsch: Das Sammeln der Steine. Übersetzt von Horst Pukallus. Heyne SF&F #4649, 1990, ISBN 3-453-04282-4.
Shadith's Quest (Teil des Diadem-Zyklus)
  • Shadowplay (1990)
  • Shadowspeer (1990)
  • Shadowkill (1991)
Wild Magic
  • Wild Magic (1991)
  • Wildfire (1992)
  • The Magic Wars (1993)
Dancers-Trilogie (Fortsetzung der Duell der Magier-Trilogie)
  • Dancer's Rise (1993)
  • Serpent Waltz (1994)
  • Dance Down the Stars (1994)
Shadowsong-Trilogie
  • Fire in the Sky (1995)
    • Deutsch: Feuer am Himmel. Übersetzt von Walter Brumm. Heyne SF&F #9064, 2000, ISBN 3-453-16222-6.
  • The Burning Ground (1995)
    • Deutsch: Brennende Erde. Übersetzt von Walter Brumm. Heyne SF&F #9065, 2000, ISBN 3-453-16226-9.
  • Crystal Heat (1996)
    • Deutsch: Hüterin der Kristalle. Übersetzt von Walter Brumm. Heyne SF&F #9066, 2000, ISBN 3-453-16230-7.
The Drums of Chaos
  • Drum Warning (1996)
  • Drum Calls (1997)
  • Drum into Silence (2002, mit Kevin Andrew Murphy)
Einzelveröffentlichungen
  • A Bait of Dreams (Erzählungen, 1985)
  • Shadow of the Warmaster (Roman, 1988)
Übersetzte Kurzgeschichten
  • A Bait of Dreams (1979)
    • Deutsch: Traumköder. In: Birgit Reß-Bohusch (Hrsg.): Isaac Asimovs Science Fiction Magazin 5. Folge. Heyne SF&F #3735, 1980, ISBN 3-453-30638-4.
  • A Thirst For Broken Water (1979)
    • Deutsch: Sehnsucht nach rauher See. In: Birgit Reß-Bohusch (Hrsg.): Isaac Asimovs Science Fiction Magazin 6. Folge. Heyne SF&F #3748, 1980, ISBN 3-453-30651-1.
  • Southwind My Mother (1980)
    • Deutsch: Südwind, meine Mutter. In: Birgit Reß-Bohusch (Hrsg.): Isaac Asimovs Science Fiction Magazin 9. Folge. Heyne SF&F #3789, 1981, ISBN 3-453-30690-2.
  • Companioning (1980)
    • Deutsch: Kamerad. In: Birgit Reß-Bohusch (Hrsg.): Isaac Asimovs Science Fiction Magazin 13. Folge. Heyne SF&F #3873, 1982, ISBN 3-453-30759-3.
  • Nightwork (1982)
    • Deutsch: Nachtarbeit. In: Jessica Amanda Salmonson (Hrsg.): Neue Amazonen-Geschichten, Bastei Lübbe Fantasy #20052, 1983, ISBN 3-404-20052-7.
  • Borrowed Light (1997)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]