Joachim Wilhelm von Ahlimb

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Joachim Wilhelm von Ahlimb (* 12. Januar 1701 in Joachimsthal; † 6. Juni 1763 in Ringenwalde) war ein preußischer Oberst.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joachim Wilhelm entstammte dem uckermärkischen Adelsgeschlecht von Ahlimb.[1] Seine Eltern waren der Erbherr auf Ringenwalde Friedrich Wilhelm von Ahlimb und Maria Tugendreich von Barfuß. Sein Bruder Bernhard Friedrich von Ahlimb (1699–1757) war ebenfalls preußischer Oberst und Kommandeur der Garnison in Magdeburg.[2]

Militärkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahlimb trat wie sein Bruder in die Preußische Armee ein um eine Offizierslaufbahn zu bestreiten. Er nahm an den Schlesischen Kriegen teil und avancierte zum Obersten und Kommandeur des Dragonerregiment Nr. 7. Diese Stellung machte er im Frühjahr 1754 aus gesundheitlichen Gründen frei und wurde vom König zum Kommandant der Burg Regenstein ernannt.[3] Er sollte der letzte Kommandant bleiben, denn 1757 musste er die Festung bei freiem Abzug den Franzosen übergeben. Nach der Rückeroberung 1758 wurde die Anlage unbrauchbar gemacht.[4] Ahlimb erhielt seinen Abschied und zog sich auf das Familienstammgut Ringenwalde zurück, wo er bereits in den Jahren 1740 bis 1742 gemeinsam mit seinem Bruder durch einen italienischen Architekten ein barockes Herrenhaus errichten ließ.[5]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahlimb vermählte sich 1736 mit Esther Hedwig Juliane von Blumenthal (1715–1764), einer Tochter des preußischen Staats- und Kriegsministers Adam Ludwig von Blumenthal (1691–1760). Aus der Ehe gingen sechs[6] bzw. 18 Kinder hervor,[7] von denen nachstehende namentlich bekannt sind.

  • Leopold Friedrich Ludwig († 1757)
  • Sophie Luise Juliane (* 1739) ∞ Adam Bone de Nandor († 1764)
  • Eleonore Wilhelmine (1743–1795) ∞ 1781 Friedrich Wilhelm Freiherr von Erdmannsdorff (1736–1800), Architekt
  • Erdmann Wilhelm (1747–1785), Erbherr auf Ringwalde,[8]
∞I Marie Friederike Dorothea von Bredow (1745–1769)
∞II 1793 Sabine Dorothea Ulrike von Schlippenbach (1749–1797)
  • Friedrich Heinrich (1748–1790)
  • Gustav Andreas (1750–1830), mit ihm erlischt der Mannesstamm seiner Familie,
∞I NN von Matthei
∞II Karoline Sofie von Loos (1764–1842)
  • Heinrich Joachim (1753–1766)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon. Band 1, Leipzig 1836, S. 89-90.
  2. Anton Balthasar König: Joachim Wilhelm von Ahlimb. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen, welche sich in Preußischen Diensten berühmt gemacht haben. Band 1. Arnold Wever, Berlin 1788, S. 1 (Joachim Wilhelm von Ahlimb bei Wikisource [PDF]).
  3. Rolf Straubel: Er möchte nur wissen, daß die Armee mir gehöret. Friedrich II. und seine Offiziere, 2012, S. 253.
  4. Caspar Friedrich Gottschalck: Die Ritterburgen und Bergschlösser Deutschlands. Band 3, Halle 1820, S. 194–195.
  5. Manfred Feder: Wandern in der Schorfheide: Touren durch eine ungewöhnliche Landschaft. S. 79.
  6. Friedrich Ludwig Joseph Fischbach: Historische politisch-geographisch-statistisch- und militärische Beyträge, die königlich-preußischen und benachbarte Staaten betreffend. Band 1, Berlin 1781, S. 266, Nr 7.
  7. Märkische Forschungen. Band 1, Berlin 1841, S. 387.
  8. Rolf Straubel: Adlige und bürgerliche Beamte in der friderizianischen Justiz- und Finanzverwaltung. Berlin 2010, S. 312.