Zacharias Dase

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Zacharias Dase, Lithographie von Eduard Kaiser, 1850

Johann Martin Zacharias Dase (* 23. Juni 1824 in Hamburg; † 11. September 1861 ebenda) war ein deutscher Schnellrechner und Rechenkünstler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zacharias Dase zeigte schon in seiner Jugend eine leidenschaftliche Vorliebe für das Rechnen und widmete der Übung darin fast jede freie Stunde. Seit 1839 trat er in Deutschland, Österreich und England als Rechenkünstler auf.

So multiplizierte er in Wien eine 40ziffrige Zahl mit einer anderen 40ziffrigen in 40 Minuten, in Wiesbaden eine 60ziffrige mit einer anderen 60ziffrigen in 2 Stunden 59 Minuten bei lebhafter Unterhaltung der Gesellschaft und zog in München die Quadratwurzel aus einer 60ziffrigen Zahl in 20 Minuten und eine aus einer 100ziffrigen in 52 Minuten.

Innerhalb von zwei Monaten berechnete er die Kreiszahl π exakt auf 200 Stellen.[1]

In sechs Stunden intensiven Kopfrechnens erkannte er die Repunitzahl R11 als zusammengesetzte Zahl.

Dase stand in Kontakt mit Carl Friedrich Gauß und Carl Gustav Jacobi.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zacharias Dase – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carl Friedrich Gauß schreibt darüber an Christian Ludwig Gerling (Göttingen, 29. Januar 1847): „Der vielgenannte Kopfrechner Dahse hat die Zahl π auch auf 200 oder mehr Ziffern berechnet und ein Resultat gefunden, welches etwa in den letzten 40 Ziffern von dem Rutherfordschen abweicht. Schumacher hat aber Clausen ersucht, das von ihm schon vor längerer Zeit berechnete Resultat mitzuteilen. Dies bestätigt Dahses Rechnung, so daß man also berechtigt ist, das Rutherfordsche für falsch zu halten. Clausens Resultat ist auf 250 Ziffern berechnet, so jedoch, daß die zwei oder drei letzten als unzuverlässig zu betrachten sind. Schumacher wird Clausens Zahlen nächstens in den A[stronomischen] N[achrichten] bekanntmachen.“ Vgl. Clemens Schaefer (Hg.): Briefwechsel zwischen Carl Friedrich Gauß und Christian Ludwig Gerling. Hrsg. im Autrage der Gesellschaft zur Beförderung der gesamten Naturwissenschaften zu Marburg. Berlin 1927, S. 745, Nr. 362. – Heinrich Christian Schumacher: Ueber die Zahl π, die das Verhältniß des Durchmessers zum Umfange des Kreises ausdrückt. In: Astronomische Nachrichten 25 (1847), Nr. 589, Sp. 207–210. – William Rutherford: Computation of the Ratio of the Diameter of a Circle to its circumference to 208 places of figures. In: Philosophical Transactions 131 (1841), S. 281–283.