Johanna Beisteiner

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Johanna Beisteiner bei einem Konzert mit den Budapester Symphonikern unter der Leitung von Béla Drahos am 24. Oktober 2009 (Budapest, Hubay-Saal)
Johanna Beisteiner (links) als Preisträgerin des Premio Teatro della Concordia 2016 mit Edoardo Brenci (Präsident der Società del Teatro della Concordia, rechts).
Johanna Beisteiner bei einem Solokonzert in der Kirche St. Helena am Wieserberg am 17. Mai 2012

Johanna Beisteiner (* 20. Februar 1976 in Wiener Neustadt) ist eine österreichische klassische Gitarristin.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johanna Beisteiner erhielt ihren ersten Instrumentalunterricht im Alter von neun Jahren an der Josef Matthias Hauer Musikschule in Wiener Neustadt und wechselte 1992 erst sechzehnjährig an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo sie ein Konzertfach sowie ein Doktoratsstudium mit der Dissertation Kunstmusik in Eiskunstlauf, Synchronschwimmen und rhythmischer Gymnastik von 1990 bis zur Gegenwart als Dr. phil. abschloss.[2]

Beisteiner ist international als Solistin tätig. Ihr Repertoire umfasst neben bekannten Werken des 15. bis 20. Jahrhunderts auch neue Musik, unter anderem spielte sie die Uraufführungen zahlreicher Kompositionen von Robert Gulya, Reuben Pace sowie Eduard Schafranski. Außerdem arbeitete sie mit bekannten Orchestern wie den Budapester Symphonikern, dem Malta Philharmonic Orchestra, den Sotschier Symphonikern, der Kammerphilharmonie Graz[3] oder dem Budapester Streichkammerorchester unter der Leitung renommierter Dirigenten wie Michelle Castelletti, Béla Drahos, Achim Holub[4] und Oleg Soldatow. Mit dem argentinischen Tangotänzer und Choreographen Rafael Ramirez drehte sie 2008 den Videoclip Der Milonguero und die Muse zu Musik von Robert Gulya. 2012 verfasste sie ihre erste Eigenkomposition Zemlinsky's Nacht nach Themen von Alexander von Zemlinsky. Mit der Wiener Schauspielerin Heidrun Samstag präsentiert sie 2013–2016 den musikalisch-literarischen Abend Farkas entdeckt Amerika nach einem gleichnamigen Gedichtband des österreichischen Kabarettisten Karl Farkas, der in diesem Werk auf ironische Weise seine Flucht vor dem Nazi-Regime über Frankreich und Spanien in die USA und sein dortiges Leben beschreibt.[5] 2017 gastierte Beisteiner beim Valletta International Baroque Festival mit Konzerten im Teatru Manoel sowie der Nationalbibliothek Malta.[6][7] Seit 2017 tritt Beisteiner mit der Wiener Schauspielerin Katrin Stuflesser im Rahmen von musikalisch-literarischen Veranstaltungen auf und präsentiert sich dabei auch als Sängerin.[8][9]

Die Aufnahmen der Gitarristin erscheinen bei Gramy Records. Weiters wirkte Beisteiner bei Soundtracks zu den Kinofilmen Truce (USA, 2005) sowie S.O.S. szerelem! (Ungarn, 2007) mit und war in Rundfunk- und Fernsehen zu hören, u.a. bei Rai 3 sowie Bartók Rádió[10].

Johanna Beisteiner spielt eine spanische Konzertgitarre aus der Meisterwerkstätte von Paulino Bernabe und Sohn.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uraufführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke von Robert Gulya[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Fairy Dance / Feen-Tanz für Gitarre solo
  • 2006: Capriccio für Gitarre und Klavier
  • 2007: Night Sky Preludes / Sternenhimmel-Päludien für Gitarre solo
  • 2009: Konzert für Gitarre und Orchester. Videobeispiel des ersten Satzes live gespielt im Jahr 2009 von Johanna Beisteiner und den Budapester Symphonikern unter der Leitung von Béla Drahos (Video veröffentlicht von Gramy Records, 2010.)
  • 2009: Der Milongureo und die Muse (Tango), zweite Fassung für Flöte, Gitarre und Streichorchester. Videobeispiel dieses Tangos live gespielt im Jahr 2009 von Béla Drahos, Johanna Beisteiner und den Budapester Symphonikern (Video veröffentlicht von Gramy Records, 2010.)
  • 2010: Walzer für Gitarre solo
  • 2013: Nussknacker-Variationen für Gitarre und Streichorchester

Werke von Reuben Pace[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017: Concertino für Gitarre, Cembalo und Orchester

Werke von Eduard Schafranski[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Requiem für Gitarre
  • 2007: Caravaggio oggi oder Gedanken zu einem Bild von Caravaggio. Videobeispiel (GRAMY Records, 2010.)
  • 2007: Nacht in Granada
  • 2009: Die alten Viertel von Alania
  • 2009: Die Gesänge der Brandung

Eigenkompositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Dance Fantasy
  • 2002: Salon
  • 2004: Between present and past
  • 2007: Virtuosi italiani della chitarra romantica
  • 2012: Austrian Rhapsody
  • 2016: Don Quijote

DVD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Live in Budapest

Soundtracks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Johanna Beisteiner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johanna Beisteiner, Konzertgitarristin. Biographie von Johanna Beisteiner auf der Webseite von Kultur Tirol. Juli 2011.
  2. Gesamtkatalog Österreichischer Bibliothekenverbund.
  3. Un Concerto Italiano. Konzertbericht von Südsteiermark-TV, 17. August 2015
  4. Premiere bei italienischem Konzert. Artikel auf Meinbezirk.at, 17. August 2015.
  5. Karl Farkas entdeckt Amerika! Veranstaltungsbericht der Bezirksblätter NÖ/Pressbaum, März 2014.
  6. Malta is more. Artikel von Bernd Hoppe auf der Webseite des Online-Magazins Opera Lounge, Januar 2017. (Deutsch)
  7. A baroque world premiere. Artikel von Iggy Fenech, Times of Malta, 22. Januar 2017. (Englisch)
  8. Ohrenkitzel und Gaumenschmankerl auf der Webseite des Ateliertheaters. Abgerufen am 9. November 2017.
  9. Eventprogramm im Falter, 2017.
  10. Bericht über das Mini Fesztivál Magyar est 2004, Artikel von István Németh in der Zeitschrift Muzsika.
  11. Biographie. Biographie auf der offiziellen Webseite von Johanna Beisteiner. Juli 2011.
  12. Bicentenario del Teatro della Concordia. (PDF; 155 kB) Programm des Festaktes zum zweihundertjährigen Bestehen des Teatro della Concordia. April 2008.
  13. Biographie. Biographie auf der offiziellen Webseite von Johanna Beisteiner. Juli 2011.
  14. Il Teatro della Concordia premia una chitarrista. Artikel von Simone Mazzi, 20. September 2016.
  15. Konzertbericht (2012)
  16. Mitten in Dellach, Konzertbericht auf der offiziellen Gemeindeseite von Dellach (Gailtal), Mai 2012
  17. Don Quijote im Mozartsaal. Artikel der NÖN, Woche 18/2016.
  18. Truce. Artikel auf der IMDb-Webseite. 2005
  19. Truce Movie Trailer
  20. S.O.S. Love!. Artikel auf der IMDb Webseite. 2007
  21. S.O.S. Szerelem, Teil 1