John Perry (Philosoph)

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Kenneth Taylor und John R. Perry in einem philosophischen Disput

John R. Perry (* 16. Januar 1943 in Lincoln, Nebraska) ist ein amerikanischer Philosoph und emeritierter Professor an der Stanford University. Perrys Arbeitsgebiete umfassen die Sprachphilosophie, Situationssemantik (mit Jon Barwise), Theorien der Indexikalität, des Selbstbewusstseins und des generellen Bewusstseins. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er durch die Radiosendung Philosophy Talk bekannt, die er wöchentlich mit dem Stanford-Professor Kenneth Taylor veranstaltet.

Perry erwarb seinen Ph.D. 1968 an der Cornell University. Nach Professuren an der University of California, Los Angeles und der University of Michigan lehrt Perry seit 1974 an der Stanford University. Von 1993 bis 1994 war er Präsident der American Philosophical Association.

1999 erhielt er den Jean-Nicod-Preis für seine Leistung im Bereich der Philosophie des Geistes. 2011 bekam er den Ig-Nobelpreis für seine Theorie der Structured Procrastination, in der es heißt: „Um ein Überflieger zu sein, arbeite stets an etwas Wichtigem, um zu vermeiden, etwas zu tun, das noch wichtiger ist.“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Situations and Attitudes (mit Jon Barwise). Cambridge, Bradford Books, 1983.
  • The Problem of the Essential Indexical and Other Essays. Oxford, Oxford University Press, 1993.
  • Dialogue on Good, Evil and the Existence of God. Cambridge, Hackett Publishing Company, 1999.
    • deutsch von Holger Hanowell: Dialog über das Gute, das Böse und die Existenz Gottes. Reclam, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-15-019032-6.[1]
  • Knowledge, Possibility and Consciousness. Cambridge, Bradford-MIT, 2001.
  • Reference and Reflexivity. Stanford: CSLI Publications, 2001.
  • Identity, Personal Identity and the Self. Selected Essays. Indianapolis, Indiana, USA, Hackett Publishing, 2002.
  • The Art of Procrastination: A Guide to Effective Dawdling, Lollygagging and Postponing, Workman Publishing, 2012, ISBN 978-0-76117167-6
    • deutsch von Maria Andreas: Einfach liegen lassen : das kleine Buch vom effektiven Arbeiten durch gezieltes Nichtstun, Riemann Verlag, 2012, ISBN 978-3-57050149-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vize-Teufel zählen nicht. In: FAZ vom 18. April 2013, Seite 30.