John Sweeney (Journalist)

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John Sweeney, 2014

John Sweeney (* 7. Juni 1958 in Saint Helier) ist ein britischer Journalist und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sweeney wuchs in der südenglischen Grafschaft Hampshire auf und studierte an der London School of Economics.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sweeney startete seine Karriere bei der britischen Zeitung The Observer. 2001 wechselte er zur öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt BBC, für die er bereits zuvor in verschiedenen Funktionen gearbeitet hatte. Für die BBC berichtete Sweeney unter anderem über die zunehmende Repression und Wirtschaftskrise in Simbabwe unter Robert Mugabe.[1] Eine Kontroverse löste seine investigative Recherche zu Scientology aus.[2] Erhebliche Kritik rief Sweeneys Reise nach Nordkorea hervor, die er unter falscher Identität führte und dadurch mitreisende Studenten in Gefahr brachte.[3][4]

Im Januar 2017 strahlte die BBC Sweeneys Dokumentation „Trump: The Kremlin Candidate?“ aus, die in britischen Medien wie The Guardian rezipiert wurde.[5] In den folgenden Jahren beschäftigte er sich weiterhin mit Russland und Wladimir Putin. Sweeney berichtete für die BBC aus Kiew, sowohl vor als auch während des Russischen Überfalls auf die Ukraine 2022.[6]

Sweeney ist Autor mehrerer Sachbücher zu politischen und wirtschaftlichen Themen. Außerdem hat er mehrere Romane verfasst.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Journalist des Jahres des Radio- und Fernsehformats What The Papers Say[7]
  • 2000: Emmy Award für Berichterstattung über Massaker in Krusha e Madhe
  • 2001: Amnesty International Prize für Berichterstattung über Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien
  • 2005: Paul Foot Award für einen Beitrag über unschuldig verurteilte und inhaftierte Mütter[8]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belletristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: John Sweeney – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. John Sweeney: We're not seeking retribution. In: The Guardian. 3. März 2002, abgerufen am 19. Juli 2022 (englisch).
  2. Ralf Sotscheck: Explodierende Tomate. Ein BBC-Reporter und Scientology filmen sich gegenseitig – bei kleineren und größeren Wutanfällen. In: Die Tageszeitung. 15. Mai 2007 (taz.de [abgerufen am 19. Juli 2022]).
  3. Christina Zaschke: Vermintes Gelände: Die BBC filmt in Nordkorea – getarnt in einer Studentengruppe. In: Süddeutsche Zeitung. 16. April 2013, S. 31.
  4. Frank Patalong: Umstrittener Report aus Nordkorea: BBC gerät wegen Undercover-Recherche in die Kritik. In: Spiegel Online. 14. April 2013, abgerufen am 19. Juli 2022.
  5. Monday’s best TV: Trump – The Kremlin Candidate?, Silent Witness. In: The Guardian. 16. Januar 2017, abgerufen am 19. Juli 2022 (englisch).
  6. Zwischen Clowns und toten Zivilisten: John Sweeney dokumentiert das Kriegsgeschehen in Kiew. Ein Lagebericht. In: Stern.de. 7. März 2022, abgerufen am 19. Juli 2022.
  7. John Sweeney. Project Klebnikov, abgerufen am 19. Juli 2022 (englisch).
  8. The Paul Foot Award Winners. In: Private Eye. Abgerufen am 19. Juli 2022 (englisch).