Jonas Schreyögg

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Jonas Schreyögg (* 12. Juni 1976 in Nürnberg) ist ein deutscher[1] Ökonom und Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Management im Gesundheitswesen an der Universität Hamburg sowie wissenschaftlicher Direktor und Gründungsmitglied des Hamburg Center for Health Economics (HCHE).[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schreyögg studierte von 1996 bis 2000 Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Berlin und erlangte dort den Abschluss Diplom-Kaufmann (Dipl.-Kfm.). Von 2001 bis 2003 war er dort wissenschaftlicher Mitarbeiter und promovierte am Fachgebiet für Finanzwissenschaft und Gesundheitsökonomie bei Klaus-Dirk Henke mit der Note Summa cum laude zum Dr. rer. oec. Seine Arbeit trug den Titel Medical savings accounts. Eine ökonomische Analyse von Gesundheitssparkonten unter besonderer Berücksichtigung des Gesundheitssystems in Singapur.

Schreyögg arbeitete danach von 2004 bis 2006 als Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin. Von 2006 bis 2007 nahm er am Harkness Fellowship Programm teil, welches er am Center for Primary Care and Outcomes Research/Center for Health Policy an der Stanford University in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) absolvierte. Seit 2007 ist er dort assoziierter Forscher.

Von 2007 bis 2008 war er als Juniorprofessor in Berlin tätig. 2008 habilitierte er sich und erlangte die Venia Legendi für Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsökonomie an der Fakultät für Wirtschaft und Management der TU Berlin.

Von 2009 bis 2010 hatte er dann die Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Health Services Management an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) inne. Seit 2010 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Management im Gesundheitswesen (MIG) der Universität Hamburg. Der Lehrstuhl gehört zum Hamburg Center for Health Economics (HCHE), dem größten gesundheitsökonomischen Forschungszentrum in Deutschland. Dieses hat er 2011 selbst mitbegründet und leitet es seitdem als wissenschaftlicher Direktor.

Außerdem ist er Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten.

Schreyögg ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein Vater Georg Schreyögg ist ebenfalls Professor und an der Freien Universität Berlin tätig.

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schreyögg und sein Team konzentrieren sich im Bereich Gesundheitsmanagement insbesondere auf die drei Forschungsschwerpunkte Management von Leistungserbringern, Wettbewerb und Regulierung des Arzneimittelmarktes sowie Management der Versorgung chronisch Kranker.[3]

Schreyögg bekam weiterhin ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes e. V. sowie zahlreiche Preise und Forschungsstipendien. Er verbrachte außerdem Lehr- und Forschungsaufenthalte in Norwegen, Singapur, Taiwan und in den USA.[2]

Schreyögg rangierte 2012 in der Liste Top 100 Forscher aktuell (seit 2008) des Handelsblatt-Ranking Betriebswirtschaftslehre auf Rang 86[4]. 2014 belegte er in der Liste Top 250 Forscher Lebenswerk des Handelsblatt-Ranking Betriebswirtschaftslehre den Rang 173[5] und in der Liste Top 100 Forscher unter 40 Jahren des Handelsblatt-Ranking Betriebswirtschaftslehre Rang 15.[6] Er gehört damit zu den forschungsstärksten Betriebswirten des „Nachwuchses“.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Medical savings accounts. Eine ökonomische Analyse von Gesundheitssparkonten unter besonderer Berücksichtigung des Gesundheitssystems in Singapur (= Europäische Schriften zu Staat und Wirtschaft. Band 13). 1. Auflage. Nomos-Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2003, ISBN 3-8329-0441-7 (Zugleich: Technische Universität Berlin, Dissertation, 2003).
  • Klaus-Dirk Henke / Jonas Schreyögg: Towards sustainable health care systems. Strategies in health insurance schemes in France, Germany, Japan and Netherlands. A comparative study (= Europäische Schriften zu Staat und Wirtschaft. Band 15). 1. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2004, ISBN 3-8329-0934-6.
  • Klaus-Dirk Henke / Birgit Mackenthun / Jonas Schreyögg: Gesundheitsmarkt Berlin. Perspektiven für Wachstum und Beschäftigung (= Europäische Schriften zu Staat und Wirtschaft. Band 10). 2. Auflage. Nomos Verlag, Baden-Baden 2006, ISBN 3-939069-13-2.
  • Reinhard Busse, Jonas Schreyögg, Tom Stargardt (Hrsg.): Management im Gesundheitswesen. Das Lehrbuch für Studium und Praxis. 4., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer Medizin, Heidelberg 2017, ISBN 978-3-662-55023-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Curriculum Vitae von Jonas Schreyögg. Universität Hamburg, abgerufen am 17. April 2018 (PDF; 86 kB).
  2. a b Kurzbiografie von Jonas Schreyögg. Universität Hamburg, abgerufen am 17. April 2018.
  3. Forschungsschwerpunkte von Jonas Schreyögg. Universität Hamburg, abgerufen am 17. April 2018.
  4. Handelsblatt-Ranking Betriebswirtschaftslehre 2012 - Handelsblatt Online. Abgerufen am 26. April 2018.
  5. Handelsblatt BWL-Ranking 2014 - Lebenswerk. In: Handelsblatt Online. Abgerufen am 26. April 2018.
  6. Handelsblatt BWL-Ranking 2014 - Forscher unter 40. In: Handelsblatt Online. Abgerufen am 26. April 2018.