Jowat

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Jowat
Jowat-logo.gif
Rechtsform SE
Gründung 1919
Sitz Detmold, Deutschland
Leitung Klaus Werner Kullmann, Ralf Nitschke, Dr. Christian Terfloth
Mitarbeiter ca. 1000 (2015)[1]
Umsatz ca. 250 Mio. Euro (2014)[2]
Branche Chemie
Website www.jowat.de
Firmensitz in Detmold

Jowat wurde 1919 von Johannes Watzlawczik in Breslau gegründet. Sein Schwiegersohn Georg Lobers trat 1932 als mitverantwortlicher Geschäftsleiter in die Firma ein. Nach Watzlawcziks Tod im Jahr 1938 übernahm sein anderer Schwiegersohn Heinrich Frank den zweiten Platz in der Geschäftsleitung. Als es 1945 infolge des Zweiten Weltkriegs zu der Neuaufteilung Deutschlands kam, siedelte sich die Firma in Detmold in der Nähe der holzverarbeitenden Industrie an.

Das Unternehmen produziert und vertreibt weltweit Klebstoffe für den industriellen Einsatz.

In Deutschland gibt es zwei Produktionsstätten, ein Werk am Stammsitz in Detmold und einen Betrieb in Elsteraue bei Leipzig. Darüber hinaus bestehen drei verbundene Produktionsgesellschaften, nämlich die Jowat Swiss AG in der Schweiz, die Jowat Corporation in den USA, sowie die Jowat Malaysia.

Eine weltweite Vertriebsstruktur über Tochtergesellschaften mit eigenem Außendienst, sowie zahlreichen Partnerfirmen, gewährleisten anwendungstechnische Unterstützung vor Ort. In den letzten Jahren erreichte Jowat nach eigenen Angaben Wachstumsraten von 10 Prozent pro Jahr. Mit über 1000 Mitarbeitern wurde 2014 ein Umsatz von über 250 Millionen Euro erzielt.[3]

Seit März 2015 ist Jowat eine SE. Die Begründung liegt darin, dass fortschreitende Internationalisierung auch die Geschäftstätigkeit der Jowat-Unternehmensgruppe prägt und dass über 75 % der Konzernumsatzerlöse außerhalb Deutschlands erzielt werden. Knapp die Hälfte der rund 1000 Mitarbeiter ist in weltweit agierenden Produktions- und Vertriebsgesellschaften tätig.[4]

Anwendungsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Holz- und Möbelindustrie
  • Papier- und Verpackungsindustrie
  • Bauindustrie und tragende Holzkonstruktionen
  • Polstermöbel-, Matratzen- und Schaumstoffindustrie
  • Grafische Industrie und Buchbinderei
  • Fahrzeugbau, Automobil- und Automobilzulieferindustrie
  • Technische Textilien und Textilindustrie
  • Sonstige industrielle Anwendungen inklusive Montage[1]

Vertrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erich Kittel: Heimatchronik des Kreises Lippe (= Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe. Band 28). 2. Auflage. Archiv für deutsche Heimatpflege GmbH, Köln 1978, S. 553–555.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Jowat im Überblick, abgerufen am 8. Mai 2015.
  2. [1], abgerufen am 8. Mai 2015.
  3. Das Jowat-Magazin 2/2011 (PDF; 3,8 MB), abgerufen am 26. Juli 2012.
  4. Verpackungs Rundschau, abgerufen am 19. März 2015.

Koordinaten: 51° 57′ 13″ N, 8° 53′ 14″ O