Judith Arlt

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Judith Arlt, Geburtsname Büsser (* 4. Oktober 1957 in Liestal, Kanton Basel-Landschaft) ist eine Schweizer Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin, Polonistin, Sachbuchautorin und Übersetzerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Judith Büsser studierte Germanistik und Slawistik an der Universität Basel, Universität Freiburg sowie polnische Literatur an der Universität Warschau. Anschliessend wurde sie 1995 in Freiburg im Üechtland mit einer Doktorarbeit über den polnischen Schriftsteller und Filmemacher Tadeusz Konwicki zur Doktorin (Dr. phil.) promoviert und wirkte eine Zeit lang in Warschau als freie Schriftstellerin, Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin. Ab 1994 lebte sie in Berlin. Seit der Eheschliessung 1998 mit dem Sinologen und Politikwissenschaftler Wolfgang Georg Arlt in Berlin führt sie den Familiennamen Arlt. Als der Ehemann als Hochschullehrer an der Fachhochschule Westküste tätig wurde, zogen sie im September 2007 nach Meldorf in Holstein um.[1] Sie verbrachte einige Wintermonate in der japanischen Stadt Tsukuba und wohnt als Auslandsschweizerin auf der Hallig Hooge.

Sie debütierte als Judith Büsser mit der Erzählung Wera R., die 1993 in Basel erschien. Die Doktorarbeit erschien im Jahr 1997 als Monografie über das literarische Prosawerk von Tadeusz Konwicki. Es folgten weitere Bücher über Konwicki sowie über die erste Schweizer Reiseschriftstellerin Lina Bögli und die Schuhmacherfamile Fölmlis in Menznau. Der Roman Die Welt war schneller als die Worte, der im Jahr 2014 erschien, bezieht sich ebenfalls auf das Leben und Wirken von Lina Bögli.

Sie war ein Mitglied der Gruppe Olten und ist langjähriges Mitglied bei Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS).

Auswahl von Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • als Judith Büsser: Wera R. Lenos Verlag, Basel 1993, ISBN 3-85787-226-8.
  • Tadeusz Konwickis Prosawerk von „Rojsty“ bis „Bohiń“. Zur Entwicklung von Motivbestand und Erzählstruktur (= Slavica Helvetica. Band 55). (zugleich Doktorarbeit) Lang, Bern 1997, ISBN 3-906757-28-5.
  • Mój Konwicki (Mein Konwicki). Universitas, Kraków 2002, ISBN 83-7052-537-7. (polnisch)
  • mit Roland Gerth (Fotograf): Schweiz. Bildband. Stürtz, Würzburg 2002, ISBN 3-8003-1568-8.
    • englische Übersetzung von Ruth Chitty: Switzerland. Stürtz, Würzburg 2002, ISBN 3-8003-1569-6.
  • „ja“ Konwickiego (Konwickis „ich“). Universitas, Kraków 2007, ISBN 978-83-242-0742-8. (polnisch)
  • „Ich esse auf einem gedeckten Tisch, aus schönem Porzellan und mit dem Besteck des Königs Kalakaua“. Die Weltreisende Lina Bögli (1858–1941). In: Jahrbuch des Oberaargaus 51 2008, S. 14–44. (online)
  • Entlassen nach: Tod. Todesfalle Krankenhaus. Eine wahre Geschichte. mvg Verlag, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-636-06357-1.
  • Die Fölmlis. Eine Schuhmacherfamilie. Roman. Wartmann Natürlich, Oberengstringen 2009, ISBN 978-3-9523218-3-6.
  • Moja zima w Tsukubie. Dziennik japoński. (Mein Winter in Tsukuba. Japanisches Tagebuch). Errata, Warszawa 2012, ISBN 978-83-60950-80-7. (polnisch)
  • Die Welt war schneller als die Worte. Roman. Achter Verlag, Weinheim 2014, ISBN 978-3-9814562-7-1.

Als Redakteurin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Herausgeberin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Izabela Morska: Izabela Filipiak. (Autorenheft Frankfurter Buchmesse). Krakau 2000, ISBN 83-88292-61-7.

Als Übersetzerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theater in Polen (= Theater der Zeit. Jg. 55, Heft-Nr. 9). Berlin 2000.
  • Izabella Kaluta: Natasza Goerke. (Autorenhefte der 52. Internationalen Frankfurter Buchmesse und des Programms „Polen erlesen - Literatur, Kunst, Kultur - NRW 2000/2001“). Arbeitsgruppe Literatura Polska, Kraków 2000, ISBN 83-88292-95-1.
  • Jan Gondowicz: Małgorzata Saramonowicz. (Autorenhefte der 52. Internationalen Frankfurter Buchmesse und des Programms „Polen erlesen - Literatur, Kunst, Kultur - NRW 2000/2001“). Arbeitsgruppe Literatura Polska, Kraków 2000, ISBN 83-88292-51-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Judith Arlt: Dr. Judith Arlt, geb. Büsser. Abgerufen am 22. Januar 2017 (PDF).