Kanton Basel-Landschaft

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Kanton Basel-Landschaft
Wappen
Wappen
Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Kürzel/Kontrollschild: BL
Amtssprache: Deutsch
Hauptort: Liestal
Grösster Ort: Allschwil
Beitritt zum Bund: 1501
Fläche: 518 km²
Website: www.bl.ch
Bevölkerung
Einwohner: 283'200 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 547 Einwohner pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
21,7 % (30. September 2015)[2]
Arbeitslosenquote: 3,1 % (31. Dezember 2015)[3]
Lage des Kantons in der Schweiz
Lage des Kantons in der Schweiz
Karte des Kantons
Karte des Kantons
Politische Gemeinden des Kantons
Politische Gemeinden des Kantons

Basel-Landschaft (Kürzel BL; meist Baselland oder Baselbiet, französisch Bâle-Campagne, italienisch Basilea Campagna, rätoromanisch  Basilea-Champagna?/i) ist ein Kanton in der Deutschschweiz und zählt zum Wirtschaftsraum Nordwestschweiz und zur grenzüberschreitenden Metropolregion Basel. Der Hauptort ist Liestal, der einwohnerstärkste Ort Allschwil.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanton befindet sich im Nordwesten der Schweiz. Mit wenigen Ausnahmen umfasst er sämtliche Gemeinden des Laufentals entlang der Birs, das Birseck und das Leimental (Unterbaselbiet) sowie die Gemeinden entlang der Ergolz und ihrer Zuflüsse (Oberbaselbiet). Die Form des Kantons ist ganz unregelmässig, entsprechend vielseitig gestaltet sich die Grenzziehung, die mehrere städtische Agglomerationen zerschneidet.

Flächenmässig gehört er zu den kleineren Kantonen der Schweiz (Platz 18 von 26). Aufgrund seiner dichten Besiedlung liegt er jedoch im Einwohnerrang auf Platz 10. Die Trennung des Standes Basel in die zwei Halbkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft erfolgte 1833 (siehe unten Geschichte).

Basel-Landschaft grenzt im Osten und Nordosten an den Kanton Aargau sowie an den Rhein, der die Landesgrenze zu Deutschland bildet. Des Weiteren grenzt im Norden der Kanton Basel-Stadt an. Im weiteren Verlauf folgt dann im Nordwesten die Landesgrenze zu Frankreich.

Im Süden grenzt er an das Mutterland des Kantons Solothurn, von dem einige Exklaven westlich an den Kanton Basel-Landschaft grenzen. Im äussersten Südwesten verläuft die Grenze zum Kanton Jura.

Die Ausdehnung des Kantons wird in seiner inoffiziellen, aber weitbekannten Hymne, dem Baselbieterlied, thematisiert.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen des Kantons zeigt einen roten Hirtenstab. Auf der Biegung des Stabs befinden sich sieben Ausstülpungen, welche in Versionen vor dem 10. März 1948 als sieben Kugeln den Stab noch nicht berührten. Eine heraldische Besonderheit ist die Linkswendung des Stabes, also von der Fahnenstange weg. Diese Abwendung von der Fahnenstange symbolisiert die Abwendung vom Kanton Basel-Stadt und hebt die Unabhängigkeit hervor.

Das Wappen entstammt dem Stadtwappen von Liestal. Um die beiden Wappen besser unterscheiden zu können, wurde die rote Umrandung entfernt.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Per 31. Dezember 2015 betrug die Einwohnerzahl des Kantons Basel-Landschaft 283'200.[5] Die Bevölkerungsdichte liegt mit 547 Einwohnern pro Quadratkilometer annähernd bei dem Dreifachen des Schweizer Durchschnitts (202 Einwohner pro Quadratkilometer). Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) bezifferte sich am 30. September 2015 auf 21,7 Prozent, während landesweit 24,6 Prozent Ausländer registriert waren.[6] Per 31. Dezember 2015 betrug die Arbeitslosenquote 3,1 Prozent gegenüber 3,7 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[7]

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtssprache des Kantons und seiner Gemeinden ist Deutsch. Alle Kantons- und Gemeindebehörden sind jedoch verpflichtet, Eingaben auch in einer anderen Amtssprache des Bundes entgegenzunehmen.

Verkehrssprache ist Schweizerdeutsch in zwei Ausprägungen: In Stadtnähe entspricht das Idiom weitgehend dem niederalemannischen Baseldeutsch der Stadt Basel, während im Oberbaselbiet und im Laufental hochalemannische Dialekte gesprochen werden. Alle im Kanton gesprochenen Varianten gehören jedoch dem Nordwestschweizerdeutschen an, das sich durch eine konsequente Dehnung der kurzen mittelhochdeutschen Vokale in offener Silbe (etwa mhd. baden [badɘn] > bl. baade [baːdɘ] ‹baden›, mhd. siben [sɪbɘn] > bl. sììbe [sɪːbɘ] ‹sieben›, mhd. stuben [stʊbɘn] > bl. Stùùbe [ʃtʊːbɘ] ‹Stube›) sowie durch die sogenannte Extremverdumpfung von mittelhochdeutschem langem /a:/ (etwa mhd. strâʒʒe [straːsːɘ] > bl. Strooss [ʃtroːsː] ‹Strasse›) auszeichnet.[8]

Im äussersten Westen fällt die Kantonsgrenze teilweise mit der traditionellen französisch-deutschen Sprachgrenze zusammen. Sprachgrenzgemeinden sind Roggenburg und Liesberg. Im Nordwesten grenzt der Kanton an das historisch deutschsprachige Elsass, in dem Französisch ebenfalls seit Längerem Amts- und Verkehrssprache ist.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionelle Konfession des Baselbiets (mit Ausnahme des Laufentals und Teilen des Bezirks Arlesheim) ist die reformierte; traditionelle Konfession des Laufentals, des hinteren Leimentals und des Birsecks, die alle einst zum Fürstbistum Basel gehörten, ist die katholische.

Infolge der modernen Migration und der Agglomerationsbildung sind diese Grenzen heute besonders in der Nähe der Stadt Basel stark verwischt. So weisen nun manche Gemeinden des unteren Kantonsteils eine reformierte Mehrheit auf, umgekehrt hat die Umgebung von Liestal mittlerweile eine starke katholische Minderheit.

Religionen im Kanton Basel-Landschaft per 31. Dezember 2013[9]
Religion Anteil
in Prozent
evangelisch-reformiert 33,2
römisch-katholisch 28,5
konfessionslos* 25,4
andere christliche Glaubensgemeinschaften 5,4
islamisch 5,2
andere Religionsgemeinschaften 1,3
Religion/Konfession unbekannt 0,9
jüdisch 0,1

*Atheisten, Agnostiker oder Gläubige ohne Kirchenzugehörigkeit

Von den Schweizerbürgern im Kanton Basel-Landschaft gehört eine Mehrheit von 72,1 Prozent einer christlichen Kirche an. Bei der Kantonsbevölkerung mit ausländischem Pass stellt keine einzelne Religionsgemeinschaft die Mehrheit: 44,1 Prozent sind Mitglied einer christlichen Kirche, und eine grössere Minderheit von 18,9 Prozent gehört der islamischen Gemeinschaft an.[9]

Verfassung und Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gegenwärtige Kantonsverfassung datiert vom 17. Mai 1984 (mit seitherigen Änderungen).[10][11]

Legislative[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Parlament des Kantons Basel-Landschaft, dem Landrat, haben 90 Volksvertreter (Landräte) Einsitz. Wahlen zum Landrat finden alle vier Jahre gemäss Verhältniswahlrecht (Proporz) statt. Er kann nicht vorzeitig aufgelöst werden. Das rechts stehende Diagramm zeigt die momentane Sitzverteilung des Landrates (Stand 8. Februar 2015).[12] Mit der Wahl vom 8. Februar 2015 legten rechte Parteien zu.

Partei Prozent Sitze Sitzverteilung Wähleranteil in Prozent
Schweizerische Volkspartei (SVP) 26.7 28
21
8
4
8
3
1
17
28
21 17 28 
Von 90 Sitzen entfallen auf:
Wahlen zum Landrat Basel-Landschaft vom 8. Februar 2015
Wahlbeteiligung: 33.85 %
 %
30
20
10
0
26,74
22,00
19,03
9,62
9,58
5,37
4,41
3,26
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,75
+0,01
+3,88
+0,37
-4,11
+0,63
-0,09
-2,26
-1,18
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) 22,0 21
FDP.Die Liberalen (FDP) 19,0 17
Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) 9,6 8
Grüne Partei der Schweiz (GPS) 9,6 8
Evangelische Volkspartei (EVP) 9,6 8
Grünliberale Partei (GLP) 4,4 3
Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) 3,3 1

Politisch gesehen ist das Oberbaselbiet konservativer als der untere Kantonsteil.

Das Volk ist überdies direkt an der Gesetzgebung beteiligt: 1500 Wahlberechtigte können den Erlass, die Änderung oder die Aufhebung eines Gesetzes oder der Verfassung beantragen, worauf es zu einer Volksabstimmung kommt (Volksinitiative). Verfassungsänderungen sowie Gesetzeserlasse, die der Landrat mit weniger als vier Fünfteln der anwesenden Mitglieder erlässt, unterstehen zwingend der Volksabstimmung (obligatorisches Referendum). Deutlicher angenommene Erlasse sowie Beschlüsse über neue einmalige Ausgaben von mehr als 500'000 Franken oder über neue jährlich wiederkehrende Ausgaben von mehr als 50'000 Franken unterstehen dann der Volksabstimmung, wenn es von 1500 Wahlberechtigten verlangt wird (fakultatives Referendum).

Der Kanton Basel-Landschaft entsendet als historischer Halbkanton einen Vertreter in den Ständerat und sieben Abgeordnete in den Nationalrat, die beiden Parlamentskammern auf Bundesebene.

Exekutive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regierung des Kantons, der Regierungsrat, umfasst fünf Mitglieder (Regierungsräte), die gemäss Mehrheitswahlrecht (Majorz) direkt vom Volk fest auf vier Jahre gewählt werden. Den Vorsitz führt der Regierungspräsident, der alljährlich vom Landrat aus den Mitgliedern des Regierungsrates gewählt wird.

Mitglieder des Regierungsrates (seit 8. Februar 2015)[13]
Regierungsrat Partei Direktion
Anton Lauber, Regierungspräsident CVP Finanz- und Kirchendirektion
Thomas Weber SVP Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion
Isaac Reber GPS Sicherheitsdirektion
Monica Gschwind FDP Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion
Sabine Pegoraro FDP Bau- und Umweltschutzdirektion

Bei den Wahlen vom 27. März 2011 verdrängte Isaac Reber den bisherigen SVP-Vertreter Jörg Krähenbühl aus der Regierung. Es handelte sich dabei um die erste Nichtwiederwahl eines Bisherigen seit 1950.[14] Reber hat sein Amt am 1. Juli 2011 angetreten.

Am 13. Dezember 2012 kündigte Adrian Ballmer seinen Rücktritt auf Mitte 2013 an. Bei der Wahl um seinen Nachfolger konnte sich schliesslich am 21. April 2013 im zweiten Wahlgang Thomas Weber (SVP) durchsetzen, nachdem beim ersten Wahlgang am 3. März 2013 noch Eric Nussbaumber (SP) in Führung lag, jedoch das erforderliche absolute Stimmenmehr verfehlte.

Der Tod von Peter Zwick am 23. Februar 2013 erforderte eine zweite Regierungsratsnachwahl. Diese wurde auf den 9. Juni 2013 abgesetzt. Hier konnte sich Anton Lauber (CVP) im ersten Wahlgang klar gegen Thomas Jourdan (EVP) durchsetzen.

Judikative[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höchstes kantonales Gericht ist das Kantonsgericht, das 2001 aus dem bisherigen Obergericht, Verfassungsgericht, Verwaltungsgericht und Versicherungsgericht gebildet wurde.

Erstinstanzliche Gerichte sind für zivile Prozesse die beiden Zivilkreisgerichte und für Strafprozesse das Strafgericht und das Jugendgericht.

Auf kommunaler Ebene wirken als schlichtende Vorinstanz die Friedensrichter.

Gemeinden und Bezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanton Basel-Landschaft beabsichtigt, einen ausgeglichenen Staatshaushalt bis 2016 sowie eine hundertprozentige Selbstfinanzierung bis 2018 zu erreichen. Aufgrund dessen sollen unter anderem alle Gemeinden gestärkt und die fünf Bezirke in sechs sogenannte Regionalkonferenzen umgewandelt werden.[15]

Der Kanton Basel-Landschaft ist in fünf Bezirke aufgeteilt:

Bezirke des Kantons Basel-Landschaft
Bezirk Einwohner
(31. Dezember 2014)
Fläche
in km²
Hauptort Anzahl
Gemeinden
Arlesheim 152'563 96,24 Arlesheim 15
Laufen 19'468 89,55 Laufen 13
Liestal 58'648 85,83 Liestal 14
Sissach 34'755 141,00 Sissach 29
Waldenburg 15'867 104,93 Waldenburg 15
Total (5) 281'301 517,55 Liestal 86
  • Vor dem Wechsel des Laufentals zum Kanton Basel-Landschaft am 1. Januar 1994 gehörte der Bezirk Laufen zum Kanton Bern.
  • Die Aufteilung des Bezirks Arlesheim in einen Bezirk Birstal und einen Bezirk Birsigtal stand in den 1990er-Jahren zur Diskussion; er ist mit Abstand er bevölkerungsreichste Bezirk. Um aber dem unteren Kantonsteil kein höheres Gewicht zu verleihen, wurde die Angelegenheit nicht mehr weiter verfolgt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Firmen aus dem Baselbiet sind: Endress+Hauser, Ronda, Novartis, Hoffmann-La Roche, Ricola, Bombardier, Renata, Clariant[16] und Georg Fischer JRG AG.

Die Arbeitslosenquote im Kanton liegt knapp unter dem Schweizer Durchschnitt. Per 31. Dezember 2015 betrug die Arbeitslosenquote 3,1 Prozent gegenüber 3,7 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[7]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Baselbiet ist für seine malerische Jura-Landschaft im Oberbaselbiet bekannt, ein häufiges Postkartensujet sind die blühenden Kirschbäume im Frühling. Zahlreiche Wanderwege verbinden Berg und Tal. Besonders beliebt ist die Region Wasserfallen auf über 1'000 m ü. M., auf die von Reigoldswil aus die Wasserfallenbahn führt (die einzige Gondelbahn der Region).

Weitere touristische Attraktionen:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Baselbiet liegt an zwei Hauptverkehrsachsen.

Das Unterbaselbiet liegt an der Bahnlinie BaselLaufen BLDelsbergBiel/Bienne bzw. PruntrutBelfort (Frankreich).

Das Oberbaselbiet liegt an der Haupt-Nord-Süd-Verkehrsachse Deutschland/BeneluxGotthard/LötschbergSimplonItalien. Die Autobahn A2 sowie die Transit-Bahnlinie führt durch das Baselbiet. Vom Kantonshauptort Liestal aus führen Intercity- und Interregio-Eisenbahnverbindungen in die ganze Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte zur Basler Kantonstrennung 1832/33

Auf dem Gebiet des heutigen Kantons Basel-Landschaft lagen vor den napoleonischen Umwälzungen Teile des Fürstbistums Basel sowie des Untertanengebiets der Stadt Basel, die 1501 der Schweizerischen Eidgenossenschaft beigetreten war. Erst 1815 gelangten durch Verfügung des Wiener Kongresses neun Gemeinden des aufgelösten Fürstbistums Basel an die Stadt Basel, während das übrige Fürstbistum dem Kanton Bern zugeschlagen wurde.

Im Jahre 1832 wehrten sich die Landgemeinden gegen die Dominanz der noch aristokratisch regierten Stadt Basel. Die linksrheinischen Gemeinden konstituierten sich als selbständiger Halbkanton Basel-Landschaft und gaben sich eine liberale, repräsentative Verfassung. Der neue Kanton wurde 1833 von der Tagsatzung der Eidgenossenschaft anerkannt (siehe: Basler Kantonstrennung).

Die letzte Hinrichtung im Kanton wurde am 15. Oktober 1851 an dem wegen Raubmords verurteilten Hyazinth Bayer vollzogen.

Infolge innerer Spannungen gab sich der Kanton im 19. Jahrhundert mehrfach neue Verfassungen: Beschränkung von Kompetenzstreitigkeiten 1838 und 1850, Durchbruch der demokratischen Bewegung 1863, Ausbau der Demokratie, Grundlage für Förderung der Wohlfahrt und für Erhebung der Staatssteuer 1892. Die heutige, sechste Verfassung von 1984 brachte eine erneute Erweiterung der Volksrechte (u. a. erster Ombudsmann der Schweiz) und stellt im Übrigen eine formale Neufassung der im Laufe von fast hundert Jahren über zwei Dutzend Mal geänderten Verfassung von 1892 dar.

1994 schloss sich infolge einer Volksabstimmung das bisher bernische Laufental dem Kanton Basel-Landschaft an.

Versuche einer Wiedervereinigung mit Basel-Stadt wurden mehrmals unternommen, scheiterten aber letztmals im Jahre 2014 am «Nein» der Stimmberechtigten in Basel-Landschaft. In Basel-Landschaft besteht ein Verfassungsgebot zur staatlichen Eigenständigkeit, die Verfassung von Basel-Stadt enthielt bis zur Totalrevision 2006 ein Wiedervereinigungsgebot. Ende September 2014 wurde in den Kantonen Basel-Stadt und Basellandschaft über eine Fusionsinitiative abgestimmt. Die Einrichtung eines gemeinsamen Verfassungsrates wurde in der Stadt mit 55 Prozent angenommen, im Landkanton aber mit über 68 Prozent abgelehnt und wird darum nicht weiterverfolgt.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politische Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städte und Orte des Kantons Basel-Landschaft

Nachfolgend aufgelistet sind die politischen Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnern per 31. Dezember 2014:[17]

Politische Gemeinde Einwohner
Allschwil 20'411
Reinach 18'810
Muttenz 17'538
Pratteln 15'601
Binningen 15'092
Liestal 13'956
Münchenstein 11'882
Oberwil 10'917
Birsfelden 10'313
Aesch 10'155

Bemerkenswert hierbei ist, dass es sich bei den einwohnerstärksten Gemeinden des Kantons mit Ausnahme Liestals um Gemeinden im Agglomerationsgürtel der Stadt Basel handelt.

Bezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezirke des Kantons Basel-Landschaft

Aus den ursprünglich vier wurden mit der Aufnahme des ehemals bernischen Laufentals fünf Bezirke (Einwohnerzahlen per 31. Dezember 2014):[17]

Bezirk Einwohner
im Bezirk
Hauptort Einwohner
im Hauptort
Arlesheim 152'563 Arlesheim 9136
Laufen 19'468 Laufen 5491
Liestal 58'648 Liestal 13'956
Sissach 34'755 Sissach 6469
Waldenburg 15'867 Waldenburg 1194

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Kanton. Räumliche Verteilung: Kantone und Gemeinden. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 7. Mai 2016.
  2. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Kanton, am Ende des dritten Quartals 2015. Bundesamt für Statistik (BFS), 15. Dezember 2015, abgerufen am 19. Januar 2016 (XLS; 47 kB).
  3. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2015. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Januar 2016, S. 9, abgerufen am 13. Januar 2016 (PDF; 807 kB).
  4. Der Umgang mit Fahnen, Standarten und Fanions (Fahnenreglement). Reglement 51.340 d. Schweizer Armee, S. 64, abgerufen am 1. August 2014 (PDF; 11,4 MB).
  5. Ständige Wohnbevölkerung nach Kanton. Räumliche Verteilung: Kantone und Gemeinden. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 7. Mai 2016.
  6. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Kanton, am Ende des dritten Quartals 2015. Bundesamt für Statistik (BFS), 15. Dezember 2015, abgerufen am 19. Januar 2016 (XLS; 47 kB).
  7. a b Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2015. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Januar 2016, S. 9, abgerufen am 13. Januar 2016 (PDF; 807 kB).
  8. Für Einzelheiten siehe den Sprachatlas der deutschen Schweiz sowie Hans Peter Muster, Beatrice Bürkli Flaig: Baselbieter Wörterbuch, Christoph Merian Verlag, Basel 2001 (Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen XIV) [Letzteres mit einer leicht verständlichen Charakterisierung der beiden Baselbieter Mundarttypen].
  9. a b Ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren nach Kanton und Religions- und Konfessionszugehörigkeit. Bundesamt für Statistik Schweiz, abgerufen am 14. Mai 2015.
  10. Verfassung des Kantons Basel-Landschaft. In: admin.ch. Schweizerische Bundeskanzlei (BK), abgerufen am 1. August 2014.
  11. Verfassung des Kantons Basel-Landschaft. Kanton Basel-Landschaft, abgerufen am 1. August 2014.
  12. Landratswahlen 2015 – Kanton Basel-Landschaft. Kanton Basel-Landschaft, Landeskanzlei, 8. Februar 2015, abgerufen am 8. Februar 2015.
  13. Regierungsratswahlen 2015 – Kanton Basel-Landschaft. Kanton Basel-Landschaft, Landeskanzlei, 8. Februar 2015, abgerufen am 8. Februar 2015.
  14. Grüner in Baselbieter Regierung – SVP legt im Landrat zu. Basellandschaftliche Zeitung, 27. März 2011, abgerufen am 1. August 2014.
  15. Baselbiet vorwärts – Das Baselbiet geht vorwärts. Kanton Basel-Landschaft, abgerufen am 19. Januar 2015.
  16. Anna Bálint: Clariant clareant. Die Anfänge eines Spezialitätenchemiekonzerns. Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York 2011, ISBN 978-3-593-39375-9.
  17. a b Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)

Koordinaten: 47° N, 8° O; CH1903: 623923 / 256995