Juliusz Paetz

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Juliusz Paetz Anfang 2012 in Gorzów Wielkopolski
Juliusz Paetz (1997) neben Papst Johannes Paul II.

Juliusz Paetz (* 2. Februar 1935 in Posen) ist ehemaliger Erzbischof von Posen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juliusz Paetz studierte am Priesterseminar in Posen, an der Katholischen Universität Lublin, an der Gregoriana und am Angelicum in Rom.

Am 28. Juni 1959 wurde er in der St. Peter und Paul Kathedrale in Posen, von Erzbischof Antoni Baraniak zum Priester geweiht. 1969 bis 1976 arbeitete er in der Gemeindepastoral und ab 1976 im Sekretariat der Bischofssynode in Rom, als Mitarbeiter des vatikanischen Staatssekretariat war er Delegierter in der ständigen Arbeitsgruppe für Kontakte mit der Regierung der Volksrepublik China und dort den Päpsten Paul VI., Johannes Paul I. und Johannes Paul II. unmittelbar unterstellt.

Am 20. Dezember 1982 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Łomża und erteilte ihm am 6. Januar 1983 die Bischofsweihe im Petersdom in Rom. Mitkonsekratoren waren der Official im vatikanischen Staatssekretariat, Erzbischof Eduardo Martínez Somalo und der Sekretär in der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Erzbischof Duraisamy Simon Lourdusamy.

Am 11. April 1996 wurde er zum Erzbischof von Posen ernannt und am 23. April 1996 in sein Bistum eingeführt. Das Pallium des Metropoliten erhielt er am 29. Juli 1996 aus den Händen des Papstes.

Missbrauchsvorwürfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wurde 2002 wegen sexueller Übergriffe suspendiert. Eine vom Vatikan berufene Untersuchungskommission fand im Herbst 2001 die Vorwürfe bestätigt.[1] Sein Nachfolger ist Stanisław Gądecki.

Im Juni 2010 tauchte in Medien die Meldung auf, Paetz sei von der Bischofskongregation rehabilitiert worden.[2] Der Vatikan wies dies als falsch zurück.[3] Es gehe nur darum, dass Paetz in Zukunft wieder öffentliche Messen feiern dürfe, dafür jedoch weiterhin die Zustimmung des zuständigen Bischofs einholen müsse.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Juliusz Paetz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Götz: Die neue Bußfertigkeit. Sex-Skandale um Geistliche zwingen die katholische Kirche zur Offensive. In: Berliner Zeitung, 28. Februar 2002 (online)
  2. Ludger Kazmierczak: Vatikan rehabilitiert Skandal-Priester (Memento vom 20. Juni 2010 im Internet Archive) tagesschau.de 18. Juni 2010
  3. Polen: Bischof nicht rehabilitiert.@1@2Vorlage:Toter Link/www.oecumene.radiovaticana.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Radio Vatikan 19. Juni 2010
  4. Vatikansprecher: Alterzbischof Paetz wurde nicht rehabilitiert. – kath.net
VorgängerAmtNachfolger
Jerzy StrobaErzbischof von Posen
1996–2002
Stanisław Gądecki
Mikołaj SasinowskiBischof von Łomża
1982–1996
Stanisław Stefanek