Jutta Resch-Treuwerth

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Jutta Resch-Treuwerth (* 30. April 1941 in Berlin-Tiergarten; † 18. Februar 2015 in Lauchhammer)[1] war eine deutsche Journalistin sowie Ehe- und Familienberaterin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Resch-Treuwerth hatte nach der Schule zunächst in Leipzig Journalistik studiert. Nach dem Abschluss volontierte sie bei der FDJ-Zeitung Junge Welt und war für die Rubriken Schule, Studium und Lehre zuständig. Ab 1971 übernahm sie die Kolumne Unter vier Augen und beantwortete hier Leserbriefe zu Sexualfragen. (Nach eigenen Angaben sollen es im Zeitraum 1971 bis 1992 rund 22.000 Anfragen gewesen sein.)[2] Jutta Resch-Treuwert wurde so in der DDR eine bekannte Beraterin zu Fragen der Partnerschaft und Sexualität. Ab Mitte der 1980er Jahre war sie in Hohen Neuendorf bei Berlin auch als Ehe- und Familienberaterin tätig. Am 5. Oktober 1981 wurde Jutta Resch-Treuwerth mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze ausgezeichnet.[3]

Im Jahre 1992, als nach der Wende große politische Umbrüche erfolgten, verließ sie die Zeitung Junge Welt und arbeitete zunächst als freie Beraterin für verschiedene Medien.[2] 1996 gründete sie eine Partnervermittlungsagentur in ihrem Wohnort Hohen Neuendorf. Für den Regionalsender Ruppin Prignitz TV moderierte sie den Familienratgeber Unter vier Augen. Für den Berufsverband der Partnervermittler war sie Ansprechpartner für den Bereich Brandenburg. Nebenbei arbeitete sie als Gastkolumnistin für verschiedene regionale Zeitungen. Seit März 2013 veröffentlichte sie unter dem bekannten Titel Unter vier Augen wieder eine regelmäßige Kolumne in der Jungen Welt.

Resch-Treuwerth erlag am 18. Februar 2015 einem langjährigen Krebsleiden.[4][5] Ihre letzte Ruhestätte fand sie in Hohen Neuendorf auf dem Friedhof an der Birkenwerderstraße.[6]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Leben zu Zweit, Verlag Neues Leben.
  • 1986: Verliebt, verlobt, verheiratet , Verlag Neues Leben.
  • 1986: Ich hab dich lieb – Briefgeschichten, Verlag Junge Welt, ISBN 3-7302-0018-6.
  • 1987: Vierzehn geworden, Verlag Neues Leben, ISBN 3-355-00487-1.
  • 2001: Unter vier Augen, Schwarzkopf & Schwarzkopf
  • 2011: Warum denn nicht, Verlag Neues Leben, ISBN 978-3-355-01786-2.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neues Deutschland, 21. Februar 2015, S. 6
  2. a b Frau Doktor Sommer der DDR; in: Berliner Zeitung vom 19. Februar 2015, S. 25.
  3. Berliner Zeitung, 6. Oktober 1981, S. 5.
  4. DDR-Sex-Ratgeberin Jutta Resch-Treuwerth ist tot, abgerufen am 18. Februar 2015.
  5. junge Welt vom 19. Februar 2015
  6. Traueranzeige der Familie, Märkische Allgemeine, 28. Februar/1. März 2015, S. 13