Hohen Neuendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Hohen Neuendorf
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hohen Neuendorf hervorgehoben

Koordinaten: 52° 40′ N, 13° 17′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberhavel
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 48,56 km2
Einwohner: 26.658 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 549 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 16540, 16556, 16562
Vorwahl: 03303
Kfz-Kennzeichen: OHV
Gemeindeschlüssel: 12 0 65 144
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Oranienburger Straße 2
16540 Hohen Neuendorf
Website: hohen-neuendorf.de
Bürgermeister: Steffen Apelt (CDU)
Lage der Stadt Hohen Neuendorf im Landkreis Oberhavel
Fürstenberg/HavelZehdenickLiebenwaldeOranienburgMühlenbecker LandGlienicke/NordbahnBirkenwerderHohen NeuendorfHohen NeuendorfHennigsdorfLeegebruchVeltenOberkrämerKremmenLöwenberger LandGranseeGranseeSchönermarkSonnenbergGroßwoltersdorfStechlinGroßwoltersdorfBerlinMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Hohen Neuendorf ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Bundesland Brandenburg. Die Stadt mit ihren über 26.000 Einwohnern liegt an der Havel und grenzt unmittelbar an die Berliner Ortsteile Frohnau und Heiligensee im Bezirk Reinickendorf. Seit den 1990er Jahren zählt Hohen Neuendorf zu den am stärksten wachsenden Orten im Berliner Speckgürtel. Seit 2019 trägt die Stadt den Beinamen Bienenstadt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohen Neuendorf erstreckt sich von der Havel (ausgebaut als Oder-Havel-Kanal) im Westen (Pinnow, Alt-Borgsdorf und Niederheide; siehe auch Zehdenick-Spandauer Havelniederung) bis zu den Ausläufern des Niederen Barnim im Osten (Stadtteil Bergfelde). Die Stadt liegt an der westlichen Grenze des Naturparks Barnim – Bergfelde liegt im Naturpark, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Stolpe liegen außerhalb.[2]

Nachbargemeinden

Oranienburg
ca. 10 km[3]
Hennigsdorf
ca. 8 km,[3]
Velten ca. 8 km,[3] Leegebruch
ca. 9 km[3]
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Schönfließ
ca. 6 km[3] und Mühlenbeck
ca. 7 km[3]
Glienicke/Nordbahn
ca. 5 km[3] und
Berlin
ca. 19 km[3]

Der Berliner Ortsteil Frohnau im Bezirk Reinickendorf grenzt direkt an die Stadtgrenze. Die Gemeinde Birkenwerder wird von den Stadtteilen Hohen Neuendorfs fast umschlossen.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Hauptsatzung der Stadt gliedert sich Hohen Neuendorf in folgende Stadtteile:[4] und Wohnplätze[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Siedlungsspuren im Gebiet des heutigen Hohen Neuendorf lassen sich gemäß der Liste der Bodendenkmale in Hohen Neuendorf bereits für die Bronzezeit nachweisen. Auch in späteren Phasen gab es hier demnach Siedlungen.

Das Dorf Hohen Neuendorf wurde erstmals 1349 als Nygendorf erwähnt und später zur Unterscheidung von dem havelabwärts gelegenen Dorf Neuendorf in Hohen Neuendorf umbenannt.

19. Jahrhundert: Wachstum und Industrialisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„II Meilen bis Berlin“, preußischer Meilenstein (um 1836) an der heutigen B 96

Bis zur Suburbanisierung Berlins Ende des 19. Jahrhunderts, gefördert durch die Entstehung radialer Eisenbahnstrecken, war Hohen Neuendorf ein unbedeutendes kleines Angerdorf.

Eine rasante Entwicklung des Dorfes begann mit dem Bau der Nordbahn, der Eisenbahn von Berlin nach Neustrelitz, im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung des Haltepunktes „Stolpe“ im Jahre 1877 – auf Bestreben des damals bedeutenderen gleichnamigen Nachbardorfes – führte in der Folgezeit zur Entstehung einer kleinen Kolonie am heutigen Südrand der Stadt. Auch um den zeitgleich eingerichteten Haltepunkt „Hohen Neuendorf“ entwickelte sich eine Siedlung. Während sich Stolpe durch die Verkehrsanbindung in seiner landwirtschaftlichen Prägung kaum veränderte, entwickelte sich Hohen Neuendorf zur Pendlergemeinde. Die Kolonie wuchs sowohl nach Westen (Stolper Straße) als auch parallel zur Eisenbahn nach Norden (Berliner Straße) und dort mit dem alten Dorf zusammen.

Nach dem Ersten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1919 begann der Bau der Kolonie am Wasserturm als Kriegsbeschädigtensiedlung im Auftrag der damaligen Landgemeinde Hohen Neuendorf. Er wurde durch die staatliche preußische Landgesellschaft Eigene Scholle Frankfurt/Oder ausgeführt. Später dehnte sich der Ort nach Osten über den Bereich der Bahnstrecke hinaus aus. Im Zuge des Streckenumbaus für den Betrieb der S-Bahn wurden die beiden Haltepunkte Hohen Neuendorf und Stolpe im Jahr 1924 durch den neuen Bahnhof Hohen Neuendorf ersetzt.

Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 dehnte sich das Berliner Stadtgebiet im Norden bis nach Frohnau aus, und Hohen Neuendorf wurde direkter Vorort von Berlin. Hohen Neuendorf kaufte 1921 die Niederheide vom Staatsforst und 1933 eine Fläche südlich der Stolper Straße von der Gemeinde Stolpe. Die geplante Besiedlung kam nur teilweise zur Ausführung. Besonders in der Niederheide blieben die meisten Parzellen abseits der Hauptstraße unbebaut.

Am 21. April 1945 erreichten polnische und sowjetische Truppenteile Hohen Neuendorf. Bei einem kurzen Schusswechsel wurden am heutigen Kreisverkehr im Süden der Stadt drei Gebäude zerstört. Das blieben die einzigen Zerstörungen im Ort während des Zweiten Weltkriegs.

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde Walter Pott.

Im Jahr 1953 entstand der Berliner Außenring. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Schönfließ und Hennigsdorf Nord führt mitten durch das alte Dorf Hohen Neuendorf. Für den Bau mussten mehrere Wohnhäuser abgerissen werden. Hohen Neuendorf erhielt mit dem Bahnhof Hohen Neuendorf West eine Station am Außenring.

Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurden die Straßen- und Eisenbahnverbindungen zum südlich angrenzenden West-Berlin durch die DDR unterbrochen. Ab November desselben Jahres fuhr die S-Bahn auf einer teilweise neuen Strecke über Blankenburg nach Berlin. Durch die neuen Bahnanlagen wurde die alte Straße vom ehemaligen Bahnhof Stolpe nach Bergfelde unterbrochen. Als Ausgleich wurde über eine Eisenbahnbrücke eine befestigte Straßenverbindung nach Bergfelde geschaffen.

Der Mauerfall am 9. November 1989 und der Abriss der Grenzanlagen zu Berlin ermöglichte die Wiedereröffnung der Berliner Straße (B 96) nach Frohnau am 17. Februar 1990. Die direkte S-Bahn-Verbindung Hohen Neuendorf – Frohnau wurde am 31. Mai 1992 wieder aufgenommen.

Fusion, Eingemeindung und Stadtrecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 6. Dezember 1993 fusionierten die Nachbargemeinden Bergfelde und Borgsdorf mit Hohen Neuendorf. Ortsbeiräte wurden im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Landkreis Oberhavel nicht eingeführt. Die Einwohner von Birkenwerder stimmten in einer Volksbefragung gegen eine Fusion. Die Gemeinde Stolpe wurde mit Wirkung vom 26. Oktober 2003 in die Stadt eingemeindet.[6]

Im Jahr 1999 wurde Hohen Neuendorf das Stadtrecht verliehen.[7]

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2006 hat sich das Aktionsbündnis Nordbahngemeinden mit Courage gegründet. Das überparteiliche, offene Bürgerforum setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft und lebendige Demokratie vor Ort ein, um dem Erstarken rechtsextremen Gedankenguts in der Mitte der Gesellschaft aktiv entgegenzuwirken. Rund 30 Vereine, Parteien, Verwaltungen, Schulen, Kirchen und andere Institutionen sind bisher der Initiative beigetreten. Dem ursprünglich in Hohen Neuendorf und Birkenwerder gegründeten Bündnis haben sich zwischenzeitlich die Kommunen Mühlenbecker Land und Glienicke/Nordbahn angeschlossen.

Im Mai 2007 wurde der bis dahin zu Borgsdorf (Ortsteil Pinnow) gehörende Bernsteinsee (auch bekannt als Veltener Autobahnsee, da er in den 1970er Jahren durch Sandabbau im Rahmen des Ausbaus der heutigen Autobahn A 24 entstand) im Tausch gegen Wiesenland der Stadt Velten übergeben.

Am 28. März 2019 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, dass die Stadt künftig den Beinamen „Bienenstadt“ trägt.[8]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1624 76
1718 etwa 60
1800 113
1847 170
Jahr Einwohner
1875 0 214
1890 0 338
1910 2.752
1925 5.308
1933 6.832
1939 9.976
Jahr Einwohner
1946 09.353
1950 10.061
1964 09.675
1971 09.566
1981 09.059
1985 08.927
Jahr Einwohner
1990 08.281
1995 14.146
2000 18.922
2005 22.617
2010 24.384
2015 25.519
Jahr Einwohner
2016 25.696
2017 26.001
2018 26.159
2019 26.283
2020 26.380

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)[9][10][11], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus-Ensemble von Hohen Neuendorf

Die Stadtverordnetenversammlung von Hohen Neuendorf besteht aus 32 Mitgliedern[12] und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2014 waren es bei geringerer Einwohnerzahl der Stadt noch 28 Mandate. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 66,2 % zu folgendem Ergebnis:

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil

2014[13]

Sitze

2014

Stimmenanteil

2019[14]

Sitze

2019

CDU 29,0 % 8 21,0 % 7
Bündnis 90/Die Grünen 10,5 % 3 17,9 % 6
SPD 22,5 % 6 14,8 % 5
Die Linke 18,2 % 5 13,8 % 4
AfD 12,0 % 4
Stadtverein Hohen Neuendorf 09,9 % 3 08,3 % 3
FDP 03,6 % 1 06,0 % 2
Tierschutzpartei 04,6 % 1
BVB/FW 04,3 % 1
Einzelbewerber Norbert Matthes 02,0 % 1 01,6 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990–1992: Günter Siebert (SPD)
  • 1992–2008: Monika Mittelstädt (CDU)
  • 2008–2016: Klaus-Dieter Hartung (Die Linke)[15]
  • seit 2016: Steffen Apelt (CDU)

Apelt setzte sich bei der Stichwahl am 29. November 2015 gegen den Amtsinhaber Klaus-Dieter Hartung mit 51,5 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 44,2 % durch.[16] Er wurde für eine Amtszeit von acht Jahren[17] gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 30. Juni 1992 genehmigt. Die Blasonierung lautet: „In Gold auf grünem Berg eine grüne Kiefer mit schwarzem Stamm, beseitet von zwei Schilden; vorn in Rot ein silberner Balken; hinten in Blau ein rot-gold-blauer Regenbogen begleitet von drei goldenen Sternen im Verhältnis 2:1.“[18] Die Wappendarstellung geht auf das Jahr 1936 zurück. Die Kiefer stellt eine Märkische Kiefer dar. Das Wappen vorn ist das Wappen der Familie von Buch, das Wappen hinten das der Familie von Wins.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Schild der Partnerstädte am Eingang von Hohen Neuendorf

Hohen Neuendorf unterhält Partnerschaften mit folgenden Orten:[19]

Zwischen 1992 und 2017 bestand eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Maing, Département Nord. Die Partnerschaft war bereits zuvor von beiden Seiten nicht mehr aktiv gepflegt worden[21].

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserturm

Im Zusammenhang mit einer geplanten Neugestaltung eines Stadtzentrums wurden 2003/04 zahlreiche, darunter die ältesten Gebäude von Hohen Neuendorf abgerissen: das Büdnerhaus Karl-Marx-Straße 8 aus dem Jahre 1795 sowie der bekannte „Alte Krug“, der 1799 das erste Mal erwähnt wurde. Auch weitere bekannte Gebäude, wie zum Beispiel die „Villa zum weißen Hirsch“ (das ehemalige Baubüro des Ortes aus den 1920er Jahren) und das Jugendklubhaus, fielen dem Abriss zum Opfer.

Die Havelbaude ist ein bekanntes Ausflugsrestaurant in der Niederheide, zu der ein Sportboot­hafen und eine -werft gehören.

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polnisches Ehrenmal
Sowjetisches Ehrenmal
  • Gedenktafel von 1945 an den Lokomotivführer, SPD-Ortsvorsitzenden und Teilnehmer am Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus Otto Scharfschwerdt, der 1943 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam, an seinem Wohnhaus in der Scharfschwerdtstraße 8
  • Gedenkstein von 1973 in der Straße, die den Namen von Anton Saefkow trägt, den Organisator der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe, die hier ein Laubengrundstück für konspirative Treffen nutzte
  • Stolpersteine als Teil eines europaweiten Projektes zur Erinnerung an das Schicksal von Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In Hohen Neuendorf gibt es bisher sieben Stolpersteine, sie erinnern an Curt Eckstein, Georg Jacks, Ernestine Jacks, Hermann Jacks, Dr. Hugo Rosenthal, Elfriede Rosenthal und Emma Rosenthal.[22]
  • Denkmal für die Soldaten der 1. Polnischen Armee, Division Tadeusz Kosciuszko, die 1945 als erste alliierte Truppen Hohen Neuendorf erreichten.
  • Gedenktafel in der Florastraße unmittelbar an der Grenze zu Berlin, die an die hier verlaufende Berliner Mauer und insbesondere an die hier in der Nacht zum 22. November 1980 bei einem Fluchtversuch von Grenzsoldaten erschossene Marienetta Jirkowsky erinnert
  • Gedenktafel am heute von der Waldjugend genutzten Beobachtungsturm im Stadtteil Bergfelde, der an drei weitere Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert, die in der unmittelbaren Umgebung bei Fluchtversuchen ums Leben kamen; es handelt sich um Joachim Mehr, Willi Born und Rolf-Dieter Kabelitz
  • Auf dem Dorfanger Stolpe befindet sich ein Denkmal zu Ehren der Stolper Opfer des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein außerdem vor dem Kirchengebäude
  • Gedenkstein von 1958 anlässlich des 40. Jahrestages des „Treffens der fortschrittlichen Jugend Berlins gegen Militarismus und Krieg“ am 5. Mai 1918 im Stolper Wald

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chinesisches Restaurant Himmelspagode

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bergfelde gibt es eine große Zahl an Unternehmen und Gewerbe, insbesondere im Baugewerbe und Handwerk, für Dienstleistungen sowie Hotels und Restaurants. In der Stadt gibt es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, beispielsweise das Handels- und Dienstleistungszentrum in Hohen Neuendorf und einen Gartenmarkt in Borgsdorf.[23]

Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 310 %, der Grundsteuerhebesatz für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 300 %, für sonstige Grundstücke bei 360 %.[24]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Länderinstitut für Bienenkunde

Das Länderinstitut für Bienenkunde hat seinen Sitz in Hohen Neuendorf. In Borgsdorf gibt es eine Landeswaldoberförsterei des Forstes Brandenburg.[25]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Hohen Neuendorf

Die B 96 durchquert die Stadt von Norden (Oranienburg) nach Süden (Berlin, Ortsteil Frohnau). Außerdem verläuft die B 96a in Richtung Berlin-Blankenfelde durch den Stadtteil Bergfelde. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Birkenwerder an der A 10 (nördlicher Berliner Ring) und Stolpe an der A 111.

Hohen Neuendorf liegt an der Berliner Nordbahn sowie dem Berliner Außenring. Auf dem Stadtgebiet von Hohen Neuendorf befinden sich die folgenden Bahnhöfe (alle im Tarifgebiet Berlin C des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg):

Alle Stadtteile sind durch Buslinien der Oberhavel Verkehrsgesellschaft erschlossen:

  • Linie 809 verbindet die Stadtteile Hohen Neuendorf, Bergfelde und Stolpe mit Hennigsdorf und Berlin-Hermsdorf;
  • Linie 816 verbindet den Stadtteil Borgsdorf mit Velten;
  • Linie 822 ist eine Stadtlinie im Stadtteil Hohen Neuendorf.

Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg laufen durch die Stadtteile Hohen Neuendorf und Borgsdorf.

Auf der Havel herrscht reger Fracht- und saisonal Ausflugsverkehr; seit den 1970er Jahren wird Hohen Neuendorf von der Berufsschifffahrt nicht mehr angelaufen. Allerdings stellt die Havel eine wichtige Anbindung zur Belieferung des Stahl- und Walzwerks Hennigsdorf mit Kohle und Rohmaterialien. Die Havelbaude hat ihre Bedeutung für die Sportschifffahrt bewahrt.

Grundschule Niederheide
Marie-Curie-Gymnasium
"Tanz der Honigbienen",
Schönfließer Straße

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt gibt es verschiedene Schulen[26], die meisten davon liegen im Stadtteil Hohen Neuendorf:

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtteil Hohen Neuendorf gibt es einen Fußballplatz, einen Sportplatz, einen Tennisplatz und zwei Sporthallen. Daneben wird die Stadthalle von der Waldgrundschule und örtlichen Vereinen als Sporthalle genutzt. Die erste Frauen-Fußballmannschaft von Blau-Weiß Hohen Neuendorf spielt in der Regionalliga Nordost, die erste Männermannschaft in der Berliner Bezirksliga (Saison 2019/20). Die 1. Herren-Mannschaft der Rugbyunion Hohen Neuendorf spielt seit Anfang der Saison 2014/15 in der 1. Bundesliga Ost. Die 1. Herren-Mannschaft des HSV Oberhavel spielt Handball in der Brandenburgliga.

In Bergfelde laufen Planungen für den Neubau eines neuen Sportplatzes für die Fußballspiele des SV Grün-Weiß Bergfelde.[31]

Der Sportplatz in Borgsdorf wird von örtlichen Vereinen und der Grundschule genutzt. Der Platz wurde im August 2002 nach einer umfassenden Neugestaltung eröffnet. Die 1. Herren-Fußball-Mannschaft des FSV Forst Borgsdorf spielt in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga.

Im Stadtteil Stolpe befindet sich der Berliner Golfclub Stolper Heide mit zwei 18-Loch-Golfplätzen. Der ältere Westplatz (Eröffnung 1997) wurde von Bernhard Langer entworfen, der Ostplatz (Eröffnung 2003) von Kurt Roßknecht.

Der SSV Hohen Neuendorf veranstaltet seit dem Jahr 2000 Anfang November den Herbstlauf mit Strecken von 400 m (Kinderlauf) bis 10,5 km. Der Lauf ist mit rund 1000 Teilnehmern die größte Sportveranstaltung im Landkreis.[32]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Schönbucher, Pfarrer (1922–2003) aus Müllheim in Baden. Die Ehrenbürgerurkunde wurde ihm 1997 aus Anlass seines 75. Geburtstages und des fünfjährigen Bestehens der Partnerschaft mit Müllheim überreicht.[33]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hohen Neuendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roland Lampe: „Dennoch, das Haus bezauberte mich…“ – Auf den Spuren bekannter und unbekannter Autoren in Oberhavel. Tredition Hamburg 2017. ISBN 978-3-7439-5033-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach Landkreisen und Gemeinden am 31. Dezember 2021 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Naturpark Barnim: Karte (Memento des Originals vom 6. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mugv.brandenburg.de (PDF)
  3. a b c d e f g h Entfernungen Luftlinie von Hohen Neuendorf
  4. Hauptsatzung der Stadt Hohen Neuendorf vom 20. November 2003 PDF
  5. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Stadt Hohen Neuendorf
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  7. Gemeinde wird nach 650 Jahren zur Stadt. In: Berliner Zeitung, 23. Juni 1999
  8. Oranienburger Generalanzeiger am 30. März 2019: Hohen Neuendorf wird jetzt offiziell zur „Bienenstadt“, abgerufen am 1. April 2019
  9. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel. S. 14–17
  10. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  11. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  12. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 6
  13. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  14. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  15. Bürgermeister Hartung nimmt Abschied. In: Märkische Allgemeine, 26. Februar 2016
  16. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 29. November 2015
  17. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  18. Blasonierung auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung, abgerufen am 30. April 2014.
  19. Die Partnerstädte und Gemeinden von Hohen Neuendorf auf der Info-Seite der Stadtverwaltung (Memento des Originals vom 24. September 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hohen-neuendorf.de
  20. Webseite der Stadt Hohen Neuendorf- "Neue Städtepartnerschaft auf Empfang beurkundet". Abgerufen am 21. Oktober 2018.
  21. Amtsblatt für die Stadt Hohen Neuendorf, Jahrgang 26, Nr. 3 vom 25. März 2017
  22. Kulturkreis Hohen Neuendorf: Stolpersteine in Hohen Neuendorf, abgerufen am 15. Mai 2019
  23. Stadt Hohen Neuendorf: Branchenverzeichnis (Memento des Originals vom 17. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hohen-neuendorf.de
  24. Finanzservice / Innere Verwaltung (Memento des Originals vom 23. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hohen-neuendorf.de
  25. Landesbetrieb Forst Brandenburg: Oberförstereien (Memento des Originals vom 17. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/forst.brandenburg.de
  26. Stadt Hohen Neuendorf: Schulen in der Stadt (abgerufen am 20. Februar 2018)
  27. Dr. Hugo Rosenthal Oberschule. Abgerufen am 2. September 2019.
  28. Marie-Curie-Gymnasium Hohen Neuendorf | Schulwebseite des Marie-Curie-Gymnasiums in Hohen Neuendorf. Abgerufen am 2. September 2019 (deutsch).
  29. Marie-Curie-Gymnasium Hohen Neuendorf | Schulwebseite des Marie-Curie-Gymnasiums in Hohen Neuendorf. Abgerufen am 2. September 2019 (deutsch).
  30. Startseite. Abgerufen am 2. September 2019 (deutsch).
  31. SV Grün-Weiß Bergfelde e. V., Sportplatzneubau (Memento vom 23. März 2014 im Internet Archive)
  32. Der Lauf auf der Webseite der Stadt, vom 4. November 2019, abgerufen am 11. November 2019
  33. hohen-neuendorf.de: Alfred Schönbucher; abgerufen am 29. Januar 2022