Kührointalm

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Kührointalm
Bewirtschafteter Almkaser, Nationalparkinfostelle, private Berghütte und Kapelle St. Bernhard (von rechts nach links)

Bewirtschafteter Almkaser, Nationalparkinfostelle, private Berghütte und Kapelle St. Bernhard (von rechts nach links)

Lage Schönau am Königssee, Oberbayern
Gebirge Berchtesgadener Alpen
Geographische Lage 47° 34′ 16″ N, 12° 57′ 41″ OKoordinaten: 47° 34′ 16″ N, 12° 57′ 41″ O
Kührointalm (Bayern)
Kührointalm
Höhe 1420 m ü. NHN
Fläche Almlichte 31 hadep1
Gewässer eigene Quelle und Bach
Klima warm, Niederschlag 1500 mm/J
Flora diverse Gräser und Kräuter
Nutzung bestoßen, bewirtet
Vorlage:Infobox Gletscher/Wartung/Bildbeschreibung fehlt
Kührointalm mit Blick auf kleinen und großen Watzmann

Die Kührointalm ist eine Alm am Fuß des Watzmanns in den Berchtesgadener Alpen. Sie liegt dem Gebiet der Gemeinde Schönau am Königssee, Gemarkung Forst Königssee, direkt an der Grenze zur Ramsauer Gemarkung Ramsauer Forst.

Die Alm umfasst heute neben zwei Kasern das Bundespolizeitrainingszentrum Kührointhaus, eine private bewirtschaftete Berghütte mit Übernachtungsmöglichkeit, eine Infostelle des Nationalparks Berchtesgaden und die Bergopfer-Gedenkkapelle St. Bernhard sowie eine Selbstversorgerhütte der DAV-Sektion Berchtesgaden.

Alm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kührointalm umfasst eine Almlichte von 3 ha und befindet sich in einer nach Nordosten geöffneten kesselartigen, leicht gewellten Geländestufe, zum Teil in der Ausprägung einer Buckelwiese. Sie befindet sich in Staatsbesitz und wird bestoßen. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 1500 mm. Der Lawinenwarndienst Bayern betreibt eine automatische Messstation.[1]

Bergopfer-Gedenkkapelle St. Bernhard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar neben der Kührointhütte steht die kleine Bergopfer-Gedenk-Kapelle St. Bernhard. Diese wurde in den 1990er-Jahren errichtet und am 11. September 1999 dem heiligen Bernhard von Menthon geweiht. In ihr wird den über 1000 bekannten Bergwanderern und Bergsteigern gedacht, die in den Berchtesgadener Alpen ums Leben gekommen sind. Die Heiligenskulpturen in der Kapelle wurden in der Holzschnitzschule Berchtesgaden geschaffen.[2] Im Eingangsbereich der Kapelle (Südosten) befindet sich eine Vertikalsonnenuhr.[3]

Nationalparkinfostelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Nebengebäude der privaten Berghütte ist die höchstgelegene Informationsstelle des Nationalparks Berchtesgaden untergebracht. Diese wurde 2007 vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber eröffnet und vermittelt Wissenswertes zum Thema Bergmischwald im Nationalpark.

Private Berghütte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kührointhütte gehört dem Nationalpark Berchtesgaden und wird von einem privaten Pächter betrieben. Die Hütte ist den Sommer über durchgehend bewirtschaftet, es stehen Übernachtungsplätze für 30 Personen zur Verfügung.[4]

DAV-Selbstversorgerhütte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem der Almkaser befindet sich die ebenfalls Kührointhütte genannte Selbstversorgerhütte der Sektion Berchtesgaden des DAV, die ausschließlich Sektionsmitgliedern zur Verfügung steht.[5]

Erschließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alm ist durch eine für den öffentlichen Kfz-Verkehr gesperrte Forststraße erschlossen, Mountainbikes sind zugelassen. Zu Fuß erreicht man die Alm

  • vom Gasthaus Hammerstiel (780 m ü. NHN, Parkplatz) über Schappbachalm, leicht, Gehzeit: 2 Stunden
  • von der Wimbachbrücke in Ramsau (640 m ü. NHN, Parkplatz) über Schappbachalm, leicht, Gehzeit: 2½ Stunden
  • von Königssee (Ort, 605 m ü. NHN): Klingerweg über Klingeralm und Sommerbichl, leicht, Gehzeit: 2½ Stunden
  • von St. Bartholomä (605 m ü. NHN, erreichbar nur per Boot) über den Rinnkendlsteig, schwieriger Bergsteig[6], Gehzeit: 3 Stunden

Übergänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grünsteinhütte (1200 m ü. NHN) über Höhenweg, leicht, Gehzeit: 1½ Stunden
  • Watzmannhaus (1930 m ü. NHN) über Falzalm, mittel, Gehzeit: 2 Stunden

Gipfelbesteigungen bzw. Aussichtspunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kührointalm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt: Messstation Kühroint
  2. Website des Erzbistums München zur Bergopfer-Gedenkkapelle St. Bernhard auf Kühroint, abgerufen am 6. August 2019
  3. 20 Jahre Bergopfer-Gedenkkapelle Kühroint. Abgerufen am 22. August 2020.
  4. https://www.kuehroint.com/
  5. DAV-Berchtesgaden.de: Unsere Sektionshütte auf der Kühroint-Alm
  6. Der Rinnkendl-Steig: Vom Königssee nach Kühroint. Abgerufen am 22. August 2020.