Karl August Schapper

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Karl August Schapper (* 6. Januar 1815 in Niederkleen bei Wetzlar; † 20. August 1898 in Wernigerode) war ein evangelischer Theologe und Predigerseminardirektor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl August Schapper wurde als Pastorensohn geboren. Bis zu seinem 14. Lebensjahr erhielt er Unterricht bei seinem Vater und besuchte dann bis zum Abitur 1833 das Königliche Gymnasium in Wetzlar. Nach dem Studium der Theologie in Gießen, Halle und Bonn legte er seine theologischen Examina in Bonn (1837) und am Konsistorium der Rheinprovinz in Koblenz (1838) ab, um dann zwecks praktisch-theologischer Weiterbildung das Predigerseminar in Wittenberg zu besuchen.

Im Jahre 1842 bekam Schapper nach seiner Ordination eine Hilfspredigerstelle in Waldböckelheim an der Nahe zugewiesen, von der aus er 1845 auf die Pfarrstelle in Münster am Stein wechselt. 1851 übernahm er die Pfarrstelle in Kleinrechtenbach, der Heimat seiner Ehefrau.

Für wenige Jahre wurde Schapper dann Politiker: der Oberpräsident der Rheinprovinz, Hans Hugo von Kleist-Retzow, berief ihn 1857 zum Regierungs- und Schulrat in Koblenz.

Schapper aber war zu sehr eigentlicher Theologe, und so kam ihm 1860 die Berufung nach Wittenberg als Oberpfarrer an der Stadtkirche, zum Superintendenten des Kirchenkreises Wittenberg und zum Direktor des Königlichen Predigerseminars mehr als gelegen. Er zog mit seinen Kindern ins Bugenhagenhaus, nahm die ephoralen Kirchenleitungsaufgaben war, widmete sich viel mehr jedoch den jungen Theologen und angehenden Pfarrern des Predigerseminars, als dessen Professor er vor allem die exegetischen Fächer und die praktische Theologie lehrte. Am 31. Oktober 1865 verlieh ihm die Theologische Fakultät der Universität Halle-Wittenberg die Ehrendoktorwürde.

Aus gesundheitlichen Gründen ließ Schapper sich 1866 als Superintendent nach Groß Rosenburg bei Calbe versetzen, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1892 amtierte. In diesem Jahr erhielt er anlässlich seines 50. Ordinationsjubiläums den Königlichen Kronenorden 2. Klasse.

Karl August Schapper starb in seinem Ruhestandswohnort im Harz.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl August Schapper war seit 1842 verheiratet mit der Pfarrerstochter Amalie Weinrich aus Kleinrechtenbach bei Wetzlar. Gemeinsam hatten sie sechs Kinder, die der Vater nach dem frühen Tod der Mutter 1856 alleine versorgte.
  • Karl August Schapper ist

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl August Schapper: Lebenslauf von Karl August Schapper 1836 auf Verlangen des Kön. Consistoriums zu Coblenz geschrieben. Aus dem Lateinischen übersetzt von Eduard Weber (Manuskript)
  • D. Schapper†, in: Kreuzzeitung, Beilage Nr. 419 vom 8. September 1898
  • Ehrenpromotion K.A. Schapper 1865 der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Universitätsarchiv Halle-Wittenberg
  • Art.: Schapper, in: Bonnet, Rudolf (Hg.), Nassovica. Bausteine zur nassauischen Familien- und Ortgeschichte, Heft 1, 1930
  • Theodor Schapper: Ein Gang durch die Geschichte der Familie Schapper, 1892/1918 (Manuskript)
  • Albert Rosenkranz (Hrsg.): Das Evangelische Rheinland. Ein rheinisches Gemeinde- und Pfarrerbuch, Bb. 1, Düsseldorf, 1956; Bd. 2, Düsseldorf, 1958
  • Otto Dibelius: Das Königliche Predigerseminar zu Wittenberg 1817-1917, Berlin. o. J.