Hüttenberg (Hessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Hüttenberg (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hüttenberg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 31′ N, 8° 35′ OKoordinaten: 50° 31′ N, 8° 35′ O
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Lahn-Dill-Kreis
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 40,74 km2
Einwohner: 10.909 (31. Dez. 2022)[1]
Bevölkerungsdichte: 268 Einwohner je km2
Postleitzahl: 35625
Vorwahlen: 06403 (Hüttenberg),
06441 (Rechtenbach, Volpertshausen, Weidenhausen),
06445 (Reiskirchen),
06447 (Vollnkirchen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LDK, DIL, WZ
Gemeindeschlüssel: 06 5 32 014
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Saales 2
35625 Hüttenberg
Website: www.huettenberg.de
Bürgermeister: Oliver Hölz (FWG)
Lage der Gemeinde Hüttenberg im Lahn-Dill-Kreis
KarteDietzhölztalHaigerEschenburgSiegbachDillenburgBreitscheid (Hessen)DriedorfGreifenstein (Hessen)BischoffenHerbornSinn (Hessen)MittenaarHohenahrEhringshausenAßlarLahnauWetzlarHüttenberg (Hessen)SolmsLeunBraunfelsSchöffengrundWaldsolmsNordrhein-WestfalenRheinland-PfalzLandkreis Marburg-BiedenkopfLandkreis GießenWetteraukreisHochtaunuskreisLandkreis Limburg-Weilburg
Karte

Hüttenberg ist eine seit 1977 bestehende Gemeinde im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis. Der Gemeindename nimmt Bezug auf die historische Landschaftsbezeichnung Hüttenberger Land, das seit dem Mittelalter für lange Zeit als Amt Hüttenberg verwaltet wurde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hüttenberg, Luftaufnahme 2007

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Hüttenberg liegt zwischen Wetzlar, Butzbach und Gießen südlich der Lahn.

Der östlichste Punkt des Lahn-Dill-Kreises befindet sich auf der Grenze zur Stadt Linden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wetzlar und Gießen Linden
Schöffengrund Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Langgöns

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den sechs Ortsteilen Hüttenberg (zuvor Hochelheim und Hörnsheim), Rechtenbach, Reiskirchen, Vollnkirchen, Volpertshausen und Weidenhausen. Der Name „Hüttenberg“ steht nicht nur für die 1977 gegründete Gemeinde, sondern seit dem Mittelalter für die ganze Landschaft am Kleebach und seinen Zuflüssen, die über Jahrhunderte einen eigenständigen Verwaltungs- und Gerichtsbezirk bildete. Die heutige Gemeinde umfasst nur noch den westlichen Teil des ursprünglichen Hüttenbergs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte des Hüttenbergs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hüttenberg war ein bewaldeter Höhenrücken zwischen den Dörfern Niederkleen und Lang-Göns der Nachbargemeinde Langgöns, auf dem im Mittelalter Gerichtsversammlungen für das Hüttenberger Land im Amt Hüttenberg abgehalten worden sein sollen. Das Wappen der Gemeinde zeigt deshalb mit Bezug auf diese Geschichte einen Berg mit Bäumen und die Waage als Zeichen der Gerichtsbarkeit. Auch das Logo der Gemeinde symbolisiert den Hüttenberg mit den Bäumen. Über die Geschichte und Zugehörigkeiten hinweg waren es diese Merkmale, die mit dem Hüttenberg in Verbindung gebracht wurden.

Zusammenschlüsse 1968 und 1971[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bestrebungen, die Verwaltung der einzelnen Dörfer effektiver zu gestalten, gab es ab den 1960er Jahren. Nach langen Verhandlungen schlossen sich zum 1. August 1968 die ohnehin schon zusammengewachsenen Dörfer Groß- und Klein-Rechtenbach zur Gemeinde Rechtenbach zusammen. Nach noch längeren Verhandlungen gelang zum selben Datum der Zusammenschluss von Hochelheim[2] und Hörnsheim[3] zur Gemeinde Hüttenberg. Am 31. Dezember 1971 vereinigten sich Rechtenbach, Vollnkirchen und Weidenhausen zur Gemeinde Schwingbach, die mit der Neuordnung von 1977 aber wieder aufgelöst wurde.

Gründung der Gemeinde Hüttenberg 1977[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung der Gemeinde Hüttenberg in Graphischer Übersicht

Als im Rahmen der Gebietsreform in Hessen 1977 die Großgemeinde Hüttenberg aus den vier damaligen Gemeinden Hüttenberg (Orte: Hochelheim und Hörnsheim), Reiskirchen, Schwingbach (Orte:Rechtenbach (Klein- und Groß-Rechtenbach), Vollnkirchen und Weidenhausen) und Volpertshausen gebildet wurde, blieben die beiden Zusammenschlüsse von 1968 (Hüttenberg und Rechtenbach) bestehen. So kommt es, dass Hüttenberg heute sechs Ortsteile hat, von denen einer – zur großen Verwirrung für alle Fremden – ebenfalls den Namen Hüttenberg trägt.[4][5] Für die Ortsteile Hüttenberg, Reiskirchen, Rechtenbach, Weidenhausen, und Vollnkirchen wurden Ortsbezirke gebildet.[6]

Nach dem Krieg kamen zahlreiche aus dem Sudetenland Vertriebene in die Gemeinde und trugen wesentlich zum wirtschaftlichen Aufstieg, zur kulturellen Modernisierung und zum Wandel der Gemeinde bei.

Verwaltungsgeschichte im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Hüttenberg (bestehend aus Hochelheim und Hörnsheim) angehört(e):[7][8][9]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Hüttenberg 10.532 Einwohner. Darunter waren 412 (3,9 %) Ausländer, von denen 117 aus dem EU-Ausland, 208 aus anderen Europäischen Ländern und 87 aus anderen Staaten kamen.[13] Von den deutschen Einwohnern hatten 10,5 % einen Migrationshintergrund.[14] Die Einwohner lebten in 4350 Haushalten. Davon waren 1170 Singlehaushalte, 1259 Paare ohne Kinder und 1428 Paare mit Kindern, sowie 394 Alleinerziehende und 99 Wohngemeinschaften.[15] 6294 Einwohner gehörten der evangelischen (59,8 %) und 1287 Einwohner der katholischen (12,2 %) Konfession an.[16]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochelheim

  • 1961: 1591, davon 1251 evangelische (= 78,63 %), 329 katholische (= 20,68 %) Einwohner
Hochelheim: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr  Einwohner
1834
  
699
1840
  
658
1846
  
708
1852
  
713
1858
  
735
1864
  
737
1871
  
699
1875
  
718
1885
  
731
1895
  
763
1905
  
796
1910
  
830
1925
  
945
1939
  
1.042
1946
  
1.551
1950
  
1.624
1956
  
1.547
1961
  
1.591
1967
  
1.604
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Hörnsheim

  • 1834: 422 evangelische, 13 jüdische Einwohner
  • 1961: 860, davon 705 evangelische (= 81,98 %), 137 katholische (= 15,93 %) Einwohner
Hörnsheim: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr  Einwohner
1834
  
423
1840
  
500
1846
  
510
1852
  
526
1858
  
514
1864
  
519
1871
  
521
1875
  
400
1885
  
487
1895
  
527
1905
  
557
1910
  
598
1925
  
657
1939
  
669
1946
  
1.009
1950
  
998
1956
  
896
1961
  
860
1967
  
851
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Hüttenberg

Hüttenberg: Einwohnerzahlen von 1973 bis 2015
Jahr  Einwohner
1973
  
7.160
1976
  
7.572
1980
  
8.107
1985
  
8.392
1990
  
9.125
1995
  
10.178
2000
  
10.153
2005
  
10.465
2010
  
10.635
2011
  
10.532
2015
  
10.731
Quellen: [17]; Zensus 2011[13]

Erwerbstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde im Vergleich mit Landkreis, Regierungsbezirk Darmstadt und Hessen:[18]

Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2018 1.959 94.365 369.286 2.584.005
Veränderung zu 2000 38,7 % +15,3 % +16,3 % +18,8 %
davon Vollzeit 2018 66,3 % 73,4 % 69,1 % 71,5 %
davon Teilzeit 2018 33,7 % 26,6 % 30,9 % 28,5 %
Ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte 2018 566 16.828 71.730 369.892
Veränderung zu 2000 −9,7 % −1,2 % +12,9 % +7,9 %
Branche Jahr Gemeinde Landkreis Regierungsbezirk Hessen
Produzierendes Gewerbe 2000 47,9 % 49,2 % 38,6 % 30,6 %
2018 40,8 % 41,4 % 33,9 % 24,2 %
Handel, Gastgewerbe und Verkehr 2000 25,8 % 19,4 % 21,3 % 25,1 %
2018 26,9 % 19,4 % 19,8 % 24,0 %
Unternehmensdienstleistungen 2000 7,1 % 8,2 % 10,1 % 20,2 %
2018 10,9 % 14,0 % 14,3 % 26,2 %
Sonstige Dienstleistungen 2000 17,5 % 22,5 % 28,3 % 22,5 %
2018 20,8 % 25,1 % 31,6 % 25,2 %
Sonstiges (bzw. ohne Zuordnung) 2000 01,7 % 00,8 % 01,7 % 01,5 %
2018 00,7 % 00,2 % 00,4 % 00,4 %

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[19] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[20][21][22]

Gemeindevertretung – Kommunalwahlen 2021
Stimmenanteil in %
Wahlbeteiligung: 58,6 %
 %
40
30
20
10
0
27,8
(−5,6)
26,4
(−0,2)
19,8
(+10,4)
16,8
(−6,8)
9,2
(+2,2)
2016

2021

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
e Freie Ökologische Bürgerliste Hüttenberg
Sitzverteilung
     
Insgesamt 31 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
FWG Freie Wählergemeinschaft 27,8 9 33,4 11 27,4 9 22,9 7 24,2 8
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,4 8 26,6 8 26,2 8 27,5 9 23,8 7
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 19,8 6 9,4 3 14,6 5 7,3 2 6,1 2
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 16,8 5 23,6 7 25,9 8 33,5 10 37,1 11
FÖBH Freie Ökologische Bürgerliste Hüttenberg 9,2 3 7,0 2 4,5 1 5,7 2 6,0 2
FDP Freie Demokratische Partei 1,4 0 3,2 1 2,7 1
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 58,6 54,4 52,2 45,1 60,0

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Hüttenberg neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und sieben weitere Beigeordnete angehören.[23] Bürgermeister ist seit dem 1. Januar 2024 Oliver Hölz (FWG).[24] Er wurde als Nachfolger von Christof Heller (CDU), der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte,[25] am 24. September 2023 im ersten Wahlgang bei 62,06 Prozent Wahlbeteiligung mit 61,46 Prozent der Stimmen gewählt.[26]

Amtszeiten der Bürgermeister[27]
  • 2024–2029 Oliver Hölz (FWG)[24]
  • 2012–2023 Christof Heller (CDU)[25]
  • 2000–2011 Manfred Schmidt (SPD)[28]
  • 1968–1999 Hans Schmidt (FWG) (1935–2021)[29]

Ortsbeiräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestehen Ortsbezirke für die ehemaligen Gemeinden Hüttenberg (zuvor Hochelheim und Hörnsheim), Rechtenbach, Reiskirchen, Vollnkirchen, Volpertshausen und Weidenhausen mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher, nach Maßgabe der §§ 81 und 82 HGO und des Kommunalwahlgesetzes in der jeweils gültigen Fassung gebildet.[6] Die Ortsbezirke sind durch das Gebiet der ehemaligen Gemeinden abgegrenzt und bestehen je nach Größe aus drei oder fünf Mitgliedern. Die Wahl der Ortsbeiräte erfolgt im Rahmen der Kommunalwahlen. Der Ortsbeirat wählt eines seiner Mitglieder zum Ortsvorsteher bzw. zur Ortsvorsteherin. Zur Zusammensetzung siehe die jeweiligen Ortsteile.

Ortsbeirat Hüttenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Hüttenberg besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Hüttenberg) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.[6] Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 61,16 %. Dabei wurden gewählt: je ein Mitglied der „Freien Ökologischen Bürgerliste Hüttenberg“ (FÖBH), dem Bündnis 90/Die Grünen, und der „Freien Wählergemeinschaft“ (FWG) und zwei Mitglieder der CDU.[30] Der Ortsbeirat wählte Silke Hoffmann-Gally (CDU) zur Ortsvorsteherin.[31]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hüttenberg unterhält seit 1991 partnerschaftliche Beziehungen zu der Marktgemeinde Göstling an der Ybbs in Niederösterreich, zu Oberschönau in Thüringen (seit 1992) und seit 1993 zu der französischen Gemeinde Crémieu östlich von Lyon.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler in Hüttenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Evangelische Kirche Hochelheim ist eine Saalkirche im Stil der Neurenaissance von 1905/1906, die im Kern auf das 17. Jahrhundert zurückgeht. Die aufwändig gestaltete Westseite wird durch ein trichotomisches Thermenfenster geprägt. Der Dachreiter stammt aus dem 18. Jahrhundert, einige Inventarstücke aus dem Barock. Die Evangelische Kirche Hörnsheim ist eine Saalkirche, die 1968/1969 anstelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet wurde. Erhalten ist der spätgotische Chorturm mit dreigeschossigem Haubenhelm von 1694 und ein barocker Gemäldezyklus.

In Hüttenberg sind zwei mittelalterliche Kirchen erhalten, die Alte Kirche in Volpertshausen aus dem 13. Jahrhundert und die Alte Kirche Weidenhausen. Im Jahr 1652 erhielt die Evangelische Kirche Reiskirchen ihre heute maßgebliche Gestalt. Der östliche Anbau war ursprünglich ein Wohnhaus für einen Lehrer mit einem Obergeschoss aus Fachwerk, das später mit dem Westteil verbunden wurde. Die Evangelische Kirche Großrechtenbach wurde 1638 und die Evangelische Kirche Kleinrechtenbach 1664 errichtet.

Das ehemalige Jägerhaus ist seit 1992 Heimatmuseum der Gemeinde Hüttenberg „Goethehaus Volpertshausen“, in dem u. a. der Ballsaal, in dem Goethe mit Charlotte Buff tanzte, Wohnräume um 1900, Hüttenberger Trachten und eine große Ausstellung über die Verarbeitung des Handkäses zu sehen sind.

Naturdenkmäler in Hüttenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Liste der Naturdenkmale in Hüttenberg

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Handballverein TV Hüttenberg ist bekannt durch Erfolge in der Bundesliga. Aktuell spielt der Verein in der 2. Bundesliga.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hüttenberg bzw. Hochelheim sind drei der vier hessischen Handkäseproduzenten ansässig.[32] Größere Gewerbegebiete gibt es bei Rechtenbach und Hochelheim.

Flächennutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst eine Gesamtfläche von 4074 Hektar, davon entfallen in ha auf:[17]

Nutzungsart 2011 2015
Gebäude- und Freifläche 327 339
davon Wohnen 218 222
Gewerbe 20 26
Betriebsfläche 9 6
davon Abbauland 0 0
Erholungsfläche 21 19
davon Grünanlage 8 8
Verkehrsfläche 320 321
Landwirtschaftsfläche 2166 2158
davon Moor 0 0
Heide 0 0
Waldfläche 1183 1183
Wasserfläche 40 40
Sonstige Nutzung 7 7

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otfried Hankel: Familienbuch der evangelischen Kirchengemeinde Hochelheim (Hessen) 1771–1874. Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat, Münster 2010, 925 S. (Teil I und II), ISBN 978-3-86991-066-6.
  • Philipp Hofmann: Der Hüttenberg. Geschichtliche Entwicklung – Landschaft – Menschen – Sagen und Erinnerungen. Ernst Boller, Lang-Göns 1955.
  • Literatur über Hüttenberg nach Register nach GND In: Hessische Bibliographie

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hüttenberg – Sammlung von Bildern

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen

  1. Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.
  2. Infolge der Rheinbundakte.
  3. Abtrennung der Justiz (standesherrliches Justizamt Atzbach).
  4. 1849: Endgültige Trennung zwischen Justiz (Kreisgericht Wetzlar) und Verwaltung.
  5. Infolge des Zweiten Weltkriegs.

Einzelnachweise

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2022 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hochelheim, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 18. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Hörnsheim, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 18. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen (GVBl. II 330–28) vom 13. Mai 1974. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 17, S. 237 ff., § 11 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  5. Karl-Heinz Gerstemeier, Karl Reinhard Hinkel: Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Hrsg.: Hessischer Minister des Inneren. Bernecker, Melsungen 1977, OCLC 180532844, S. 298.
  6. a b c Hauptsatzung. (PDF; 3,3 MB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Hüttenberg, abgerufen im Februar 2024.
  7. Hüttenberg, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  8. Michael Rademacher: Land Hessen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  9. Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band 13. G. Jonghause’s Hofbuchhandlung, Darmstadt 1872, OCLC 162730471, S. 12 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche ).
  10. Die Zugehörigkeit des Amtes Hüttenberg anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567–1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604–1638. und Hessen-Darmstadt 1567–1866.
  11. Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band 13. G. Jonghause’s Hofbuchhandlung, Darmstadt 1872, OCLC 162730471, S. 27 ff., § 40 Punkt 2) (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche ).
  12. Friedrich K. Abicht: Der Kreis Wetzlar: historisch, statistisch und topographisch. Wigand, 1836, S. 99 (Online bei google books ).
  13. a b Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit (Gruppen): Hüttenberg. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im Januar 2024.
  14. Bevölkerung nach Migrationshintergrund und -erfahrung: Hüttenberg. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im Januar 2024.
  15. Haushalte nach Familien: Hüttenberg. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im Januar 2024.
  16. Bevölkerung nach Religionszugehörigkeit: Hüttenberg. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im Januar 2024.
  17. a b statistik.hessen.de/hesis Hessisches Statistisches Informationssystem (vorübergehend offline) In: Statistik.Hessen.
  18. Gemeindedatenblatt: Hüttenberg. (PDF; 222 kB) In: Hessisches Gemeindelexikon. HA Hessen Agentur GmbH;
  19. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  20. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im April 2016.
  21. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im April 2011.
  22. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im April 2006.
  23. Gremien: Gemeindevorstand
  24. a b FWG Hüttenberg, 13. Dezember 2013: Bürgermeister Christof Heller verabschiedet und Oliver Hölz zum neuen Bürgermeister ernannt: „Seine Amtszeit beginnt im Rathaus der Gemeinde Hüttenberg am 01. Januar 2024.“
  25. a b Gießener Allgemeine, 11. September 2011: Christof Heller gewinnt Bürgermeisterwahl in Hüttenberg und 6. Februar 2023: Christof Heller tritt nicht mehr an
  26. Votemanager: Bürgermeisterwahl Gemeinde Hüttenberg 2023
  27. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Hüttenberg (Memento vom 2. Februar 2021 im Internet Archive); Hinweis: für die Ansicht der archivierten Einzelergebnisse ggf. die Endung index.html aus der Webadresse löschen und diese dann neu laden
  28. Gießener Allgemeine, Dezember 2011: Wechsel in Hüttenberg: Dr. Schmidt übergab an Heller
  29. Traueranzeigen Hans Schmidt - mittelhessen.de, 6. September 2021: Hüttenbergs Ehrenbürgermeister Hans Schmidt ist im Alter von 87 Jahren gestorben
  30. Ortsbeiratswahl Hüttenberg. In: Votemanager. Gemeinde Hüttenberg, abgerufen im Februar 2024.
  31. Ortsbeirat Hüttenberg. In: Gremien. Gemeinde Hüttenberg, abgerufen im Februar 2024.
  32. Kunden fordern Handkäse nun auch online an. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 23. September 2014, abgerufen am 11. Dezember 2023.