Rechtenbach (Hüttenberg)

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Rechtenbach
Gemeinde Hüttenberg
Koordinaten: 50° 31′ 13″ N, 8° 34′ 41″ O
Höhe: 209 (195–256) m ü. NHN
Fläche: 9,35 km² (LAGIS)
Einwohner: 4021 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 430 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Eingemeindet nach: Schwingbach
Postleitzahl: 35625
Vorwahl: 06441

Rechtenbach ist der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Hüttenberg.

Die Gemeinde befindet sich in Mittelhessen im Lahn-Dill-Kreis, sie grenzt im Norden an die Stadt Wetzlar. Im Ort treffen sich die Landesstraßen 3054 und 3360 sowie die Kreisstraße 355.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rechtenbach feiert 788 als Gründungsjahr.[2]

Am 21. Juni 1809 fand bei Kleinrechtenbach ein spektakulärer Raubüberfall durch zehn Räuber statt, unter ihnen Ludwig Funk, Johann Justus Dietz und Conrad Anschuh.[3]

Durch den Zusammenschluss von Großrechtenbach und Kleinrechtenbach entstand am 1. August 1968 die selbständige Gemeinde Rechtenbach. Bereits am 31. Dezember 1971 verlor sie ihre Selbständigkeit, da sie mit Vollnkirchen und Weidenhausen zur neuen Gemeinde Schwingbach zusammengeschlossen wurde. Diese wurde am 1. Januar 1977 in die Großgemeinde Hüttenberg integriert.[4] Seitdem ist Rechtenbach ein Ortsteil dieser Gemeinde.

Im Ort gibt es einen Kindergarten, eine Kindertagesstätte, eine Grundschule und die nach dem Schwingbach benannte kooperative Gesamtschule.

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Klein- und Großrechtenbach unterstanden im Überblick:[5][6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen für Kleinrechtenbach bis 1967 sind:[7]

  • 1834: 245 evangelische Einwohner
  • 1905: 283 Einwohner
  • 1939: 374 Einwohner
  • 1946: 582 Einwohner
  • 1961: 476 Einwohner
Kleinrechtenbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
245
1840
  
262
1846
  
269
1852
  
258
1858
  
288
1864
  
276
1871
  
265
1875
  
256
1885
  
255
1895
  
245
1905
  
283
1910
  
295
1925
  
317
1939
  
374
1946
  
582
1950
  
546
1956
  
518
1961
  
476
1967
  
553
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Belegte Einwohnerzahlen für Großrechtenbach bis 1967 sind:[8]

  • 1834: 0460 evangelische Einwohner
  • 1905: 0575 Einwohner
  • 1939: 0681 Einwohner
  • 1946: 0988 Einwohner
  • 1961: 1007 Einwohner
Großrechtenbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
460
1840
  
469
1846
  
474
1852
  
518
1858
  
523
1864
  
572
1871
  
579
1875
  
558
1885
  
560
1895
  
564
1905
  
575
1910
  
594
1925
  
616
1939
  
681
1946
  
988
1950
  
979
1956
  
966
1961
  
1.007
1967
  
1.229
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Zahlen, Daten, Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Hüttenberg, abgerufen im Januar 2017.
  2. a b c d Ortsteile – Gemeinde Hüttenberg. In: huettenberg.de. 10/05/2012 15:41:43, archiviert vom Original am 5. Oktober 2012, abgerufen am 5. Oktober 2012.
  3. Reinhold Neeb. Räuber, Gauner und Vagabunden. Gießen 1987, S. 98-101.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 380 und 381.
  5. Siehe LAGIS
  6. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990
  7. Kleinrechtenbach, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 21. November 2016)
  8. Großrechtenbach, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 30. November 2016)