Karl Brammer

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Karl Brammer (* 11. Juli 1891 in Hannover; † 17. April 1964 in West-Berlin) war ein deutscher Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brammer absolvierte ein Studium an der Technischen Hochschule Hannover und begann 1912 beim "Hannoverschen Tageblatt" als Volontär zu arbeiten. Wenig später war er dort auch als Redakteur tätig. Im Jahr 1914 wurde er Redakteur des Feuilletons der „Hagener Zeitung“, bevor er wenig später eingezogen wurde, um im Ersten Weltkrieg zu kämpfen. Bis Kriegsende 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil und nach dessen Ende ging er nach Berlin, wo er bis 1926 als Referent in der neugebildeten Presseabteilung der Reichsregierung tätig war. So berichtete er unter anderem als Referent von den Volksabstimmungen in Oberschlesien und Ostpreußen. Zu dieser Zeit trat er der Deutschen Demokratischen Partei bei.

Journalismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1926 war Brammer Leiter des Demokratischen Zeitungsdienstes, der mit Beginn des Nationalsozialismus 1933 eingestellt wurde. In dieser Zeit hielt Brammer sich unter anderem als Mitarbeiter von Zeitungen über Wasser. Ab 1945 war er stellvertretender Chefredakteur der „Neuen Zeit“, einer Zeitung der CDU in Ost-Berlin. Nach der kommunistischen Gleichschaltung der Zeitung verließ er sie und ging nach West-Berlin, wo er 1948 beim West-Berliner „Tag“ anfing. Zudem war er Berliner Vertreter der New Yorker „Staatszeitung und Herold“. Von 1950 bis 1959 leitete Brammer die Pressestelle beim Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen in Berlin.

Späte Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brammer trat im Jahr 1945 der CDU bei und war der erste Vorsitzende des Berliner Landesverbandes. Er war zudem von 1949 bis 1958 Vorsitzender, danach Ehrenmitglied des Presseverbandes Berlin und wurde bei der 1949 erfolgten Gründung des gesamtdeutschen Deutschen Journalisten-Verbandes als Erster Beisitzer in den Vorstand dieses Verbandes gewählt. Für sein Lebenswerk wurde er 1959 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Gesicht der Reaktion (1919)
  • Fünf Tage Militärdiktatur (1920)
  • Verfassungsgrundlage und Hochverrat (1921)
  • Rathenau-Prozess (1923)
  • So lebten sie! 700 Milliarden Hitlerschulden (1946)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Brammer, Internationales Biographisches Archiv 51/1955 vom 12. Dezember 1955, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  • Johannes Hürter (Red.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871 - 1945. 5. T – Z, Nachträge. Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 5: Bernd Isphording, Gerhard Keiper, Martin Kröger: Schöningh, Paderborn u. a. 2014, ISBN 978-3-506-71844-0, S. 413