Kent Haruf

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Kent Haruf (geboren 24. Februar 1943 in Pueblo, Colorado; gestorben 30. November 2014 in Salida, Colorado) war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kent Haruf war der Sohn eines methodistischen Pfarrers. Er graduierte 1965 an der Nebraska Wesleyan University (NWU). 1973 machte er noch einen M.F.A. im Iowa Writers’ Workshop an der University of Iowa.[1]

Haruf jobbte in verschiedenen Tätigkeiten und kam auch als Angehöriger des Peace Corps in die Türkei, wo er Englisch unterrichtete. Er lebte später mit der Familie in Salida und arbeitete als Lehrer an einer Highschool und wurde dann noch Assistant professor für Literatur an der NWU und Gastdozent an der Southern Illinois University.

Harufs Romane spielen alle sechs in der fiktiven Kleinstadt Holt in der Prärie Colorados. Sein erster Roman The Tie That Binds erschien 1984 und erhielt einen Whiting Award. Er veröffentlichte auch Kurzgeschichten. Der Roman Plainsong stand 1999 auf der Shortlist des National Book Award for Fiction und wurde ein Bestseller in den USA. 2006 erhielt Haruf den Dos Passos Prize und 2014 den Folio Prize. Der Roman Eventide wurde 2010 von Eric Schmiedl für das Denver Center for the Performing Arts (DCPA) eingerichtet[2], der Roman Benediction kam im Februar 2015 ebenfalls dort auf die Bühne. Harufs Roman Our Souls at Night erschien 2015 postum und wurde mit Jane Fonda und Robert Redford in den Hauptrollen 2017 verfilmt.

Ab 2017 findet in Harufs Heimatstadt Salida zu seinen Ehren jährlich ein literarisches Festival statt.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Tie That Binds. New York 1984
  • Where You Once Belonged. New York 1990
  • Plainsong. New York 1999
  • Eventide. New York 2004
  • Benediction. New York 2013
    • Kostbare Tage. Roman. Übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von Pociao. Diogenes, Zürich 2020, ISBN 978-3-257-07125-2
  • Our Souls at Night. New York 2015
    • Unsere Seelen bei Nacht. Roman. Übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von Pociao. Diogenes, Zürich 2017, ISBN 978-3-257-06986-0

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joyce Carol Oates: Plainsong, Rezension, in: The New York Review of Books. 1999, Nr. 16, S. 30 (hier nicht verwendet)
  • Jeffrey J. Folks: Heartland of the imagination : conservative values in American literature from Poe to O'Connor to Haruf. Jefferson, NC : McFarland & Co, 2012 (hier nicht verwendet)
  • Francesca Wade: The precious ordinary, Rezension, in: Financial Times, 20. Juni 2015, S. 13

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. William Yardley: Kent Haruf, Acclaimed Novelist of Small-Town Life, Is Dead at 71, Nachruf, in: New York Times, 2. Dezember 2014
  2. 2010 Colorado New Play Summit, bei WorldCat
  3. Kent Harufs »Unsere Seelen bei Nacht« steigt in Sellerliste ein, buchmarkt.de, 12. April 2017, abgerufen am 13. April 2017
  4. Ganz normal kompliziert. In: Der Spiegel. Nr. 19, 2001 (online).