Pociao

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Sylvia de Hollanda[1] (geboren 1951 in Köln; auch Pociao de Hollanda[2]), bekannt nur als Pociao, ist eine deutsche literarische Übersetzerin, insbesondere aus dem Englischen, sowie als Autorin und Verlegerin tätig.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pociao studierte Anglistik, Germanistik und vergleichende Literaturwissenschaft in Bonn, nachdem sie sich längere Zeit in London und New York aufgehalten hatte. In den 1970er Jahren arbeitete sie für den Göttinger Verlag Expanded Media Editions und baute als Vertrieb für amerikanische experimentelle Literatur Pociao’s Books auf; Mitte der 1990er Jahre gründete sie gemeinsam mit der Komponistin Ulrike Haage in Bonn den Verlag Sans Soleil.[3]

Als Autorin erschien Pociao unter anderem in Gasolin 23 oder als Radio-Feature-Autorin[4], als Herausgeberin war sie neben anderen für Soft Need oder Amok Koma (mit Udo Breger, Jürgen Ploog und Walter Hartmann) tätig.

Zu den von Pociao übersetzten Autoren gehören[5] Laurie Anderson, Tash Aw, Bill Ayers, Jane Bowles, Paul Bowles, William S. Burroughs, Don DeLillo, Jango Edwards, Jeremy Reed, Zelda Fitzgerald, Frances Fyfield, Kent Haruf, Adam Haslett, Jane Johnson, Tom Robbins, Daphne Sheldrick, Patti Smith, Gore Vidal, Evelyn Waugh und Robert Anton Wilson.

Pociao lebt in Bonn und Tanger (Stand 2017).

Ausgewählte Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tom Robbins: Tibetischer Pfirsichstrudel. Die wahre Geschichte eines fantastischen Lebens. Rowohlt Tachenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2017, ISBN 978-3-499-26955-4.
  • Evelyn Waugh: Wiedersehen mit Brideshead, Diogenes, Zürich 2014.
  • Evelyn Waugh: Eine Handvoll Staub, Diogenes, Zürich 2014.
  • Evelyn Waugh: Lust und Laster, Diogenes, Zürich 2015.
  • Robert Anton Wilson: Schrödingers Katze (Romantrilogie), Sphinx Verlag, Basel 1981/1982.
  • Paul Bowles: Gesang der Insekten, Goldmann, München 1988.
  • Paul Bowles: Gesammelte Erzählungen, Goldmann, München, 2000.
  • Paul Bowles: Rastlos, Goldmann, München 1990.
  • William S. Burroughs: Last Words, Sans Soleil, Bonn 2001.
  • Patti Smith: Das Korallenmeer, bilgerverlag, Zürich 2014 (mit Walter Hartman).
  • Laurie Lee, Cider mit Rosie, bilgerverlag, Zürich 2014 (mit Walter Hartmann).
  • Russell Greenan: In Boston?, Schirmer-Graf, München 2007.
  • Jeremy Reed: Beach Café, bilgerverlag, Zürich 2016.
  • Kent Haruf: Unsere Seelen bei Nacht, Diogenes, Zürich 2017.
  • Zelda Fitzgerald: Ein Walzer für mich, Diogenes, Zürich 2013.
  • Rebecca Hunt: Neverland, Luchterhand, München 2017.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pociao in Deutsche Nationalbibliothek, abgerufen am 31. Januar 2017.
  2. Pociao de Hollanda auf kritikatur.de, abgerufen am 7. Februar 2016
  3. »Vermutlich hätte ich es keine fünf Minuten mit Waugh in einem Raum ausgehalten.« Die Übersetzerin pociao im Interview. auf diogenesverlag.tumblr.com, abgerufen am 7. Februar 2016
  4. z. B. hier: Bill Ayers Revisited, Deutschlandfunk, 2. März 2012, abgerufen am 7. Februar 2016
  5. Pociao auf goodreads.com, abgerufen am 7. Februar 2016
  6. Pociao gewinnt den DeLillo-Übersetzungswettbewerb des Deutschen Übersetzerfonds und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, buchmarkt.de, 21. Oktober 2017, abgerufen am 21. Oktober 2017