Klaus Bachmann

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Klaus Bachmann (* 12. Dezember 1963 in Bruchsal) ist ein deutscher Journalist, Historiker, und Politikwissenschaftler. Er ist Verfasser vieler Werke über deutsch-polnische und ukrainisch-polnische Beziehungen und Transitional Justice sowie Professor für politische Wissenschaften an der Uniwersytet SWPS (Universität für Sozial- und Geisteswissenschaften) in Warschau.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus Bachmann studierte osteuropäische Geschichte und slawische Sprachen an den Universitäten in Heidelberg, Wien und Krakau.

Nachdem er 1988 nach Polen gezogen war, wurde er Korrespondent der deutschen taz sowie der österreichischen Presse und des Falter. 1989 erhielt er den Status eines Auslandskorrespondenten in Polen, seit 1992 ebenfalls in Kiew, Minsk und Wilna. Ab Mitte der 1990er Jahre schrieb er für den (Tagesspiegel, die Stuttgarter Zeitung, die Hannoversche Allgemeine Zeitung) und in Polen für die (Rzeczpospolita, die Polityka und den Tygodnik Powszechny). Im Jahr 2000 promovierte er an der Universität Warschau über den polnisch-ukrainischen Konflikt in Galizien in den Jahren 1907 bis 1914.

Ab 2001 war er für drei Jahre in Brüssel als Korrespondent deutscher und österreichischer Zeitungen in den Beneluxländern tätig. Danach habilitierte er sich an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Breslau und wurde zum Leiter des Lehrstuhls für Politologie im „Zentrum der Deutschland- und Europastudien Willy Brandt“ an der Universität Breslau ernannt. 2004 war er visiting professor im Institut für Osteuropageschichte der Universität Wien sowie 2008 im Institut für Politikwissenschaften an der Universität Bordeaux. Forschungsaufenthalte führten ihn 2007 an die Chinesische Volksuniversität in Bejing und das American Institute for Contemporary German Studies an der Johns Hopkins University in Baltimore sowie 2009 an die Universität Stellenbosch in Südafrika.

Seit 2005 ist er Vorstandsmitglied der Stephan-Báthory-Stiftung (Fundacja im. Stefana Batorego), was er auch schon 2000 für ein Jahr lang war. Er wurde 2006 zum außerordentlichen Professor an der Hochschule für Sozialpsychologie in Warschau berufen und 2013 von Präsident Bronisław Komorowski zum ordentlichen Professor für Sozialwissenschaften ernannt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Ein Herd der Feindschaft gegen Russland“. Galizien als Krisenherd in den Beziehungen der Donaumonarchie zu Russland 1907–1914. Oldenbourg, München 2001, ISBN 3-486-56538-9.
  • Polens Uhren gehen anders. Warschau vor der Osterweiterung der Europäischen Union. Hohenheim-Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-89850-030-6.
  • Repression, Protest, Toleranz. Wertewandel und Vergangenheitsbewältigung in Polen nach 1956. Neisse Verlag, Dresden 2010, ISBN 978-3-86276-004-6.
  • mit Mina Zirojević (ed.): Special Issue on Transitional Justice. The Review of International Affairs. vol. LXI No. 1138–1139, April – September 2010.
  • Vergeltung, Strafe, Amnestie. Kollaboration und ihre Aufarbeitung in Belgien, Polen und den Niederlanden im Vergleich. Peter Lang International, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-631-61512-6.
  • mit Aleksandar Fatić: The UN International Criminal Tribunals. Transition without Justice?. London, New York: Routledge 2015. (ca. 350 S.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]