Knippertzbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Knippertzbach
Regenrückhaltebecken am Knippertzbach

Regenrückhaltebecken am Knippertzbach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2846
Lage Kreis Heinsberg, Kreis Viersen, Stadt Mönchengladbach, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Schwalm → Maas → Hollands Diep → Nordsee
Flussgebietseinheit Maas
Quelle Bachbeginn an der Broicher Straße in Mönchengladbach-Rheindahlen, Ortsteil Broich
51° 9′ 12″ N, 6° 21′ 8″ O
Quellhöhe 70 m ü. NN[1]
Mündung in die Nähe von Schwaam in die SchwalmKoordinaten: 51° 10′ 32″ N, 6° 16′ 46″ O
51° 10′ 32″ N, 6° 16′ 46″ O
Mündungshöhe ca. 61 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 9 m
Länge 6,7 km[2]
Einzugsgebiet 22,01 km²[3]

Der Knippertzbach ist ein rechtes Nebengewässer der Schwalm.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Knippertzbach tangiert im Bachverlauf die Stadtteile Rheindahlen, Broich, Koch, Genhodder und Peel der Stadt Mönchengladbach. Der Nebenfluss Hellbach fließt vom Ortsteil Leloh in Schwalmtal, Kreis Viersen, in den Knippertzbach. Im Mündungsbereich ist der Kreis Heinsberg Anrainer des Bachs. In diesem sogenannten Dreiländereck grenzen der Regierungsbezirk Düsseldorf und der Regierungsbezirk Köln aneinander. In deren Schnittpunkt stand einst die Knippertzmühle.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Knippertzbach mit einer Länge von 6705 Metern, der in der Gewässerkarte in Rheindahlen an der Broicher Straße beginnt, fließt in der Nähe von Schwaam in die Schwalm. Der Bachbeginn liegt bei 70 m ü. NN, die Mündung in die Schwalm bei 57 m ü. NN. Etwa 700 Meter nach der Quelle nimmt der Knippertzbach den Gerkerather Graben und einen Kilometer vor der Mündung in die Schwalm den Hellbach auf, der zur Oberflächenentwässerung aus dem Raum Leloh und des Nato Hauptquartiers dient.[4] In Wyenhütte und Rickelrath sind zwei Pegel installiert.[5] Seit 1985 ist das Knippertzbachtal zum Naturschutzgebiet erklärt.

Mühle am Knippertzbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Knippertzmühle hatte ihren Standort zwischen Rickelrath und Peel am Südrand des Nato-Hauptquartiers in der Nähe vom Eichhof an der Eichhofstraße. Der Mühle vorgelagert war ein Weiher, der heute den Zweck eines Regenrückhaltebeckens erfüllt. Der Wasserspiegel liegt heute bei 68 m ü. NN. Die Mühle lag im sogenannten Dreiländereck, denn hier liegen der Kreis Viersen, der Kreis Heinsberg und die Stadt Mönchengladbach zusammen. Der Regierungsbezirk Düsseldorf grenzt dort an den Regierungsbezirk Köln. 1920 wurde die Mühle von der Stadt Rheindahlen gekauft und 1922 niedergelegt.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Instandhaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NSG „Knippertzbachtal“ in Mönchengladbach, eines mehrerer Naturschutzgebiete entlang des Bachs

Die Pflege und Unterhaltung des Knippertzbachs obliegt dem Schwalmverband, der in Brüggen seinen Sitz hat.[6]

Nebenbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerkarther Graben aus Gerkerath
  • Hellbach aus Leloh und aus dem JHQ Rheindahlen mit einer Länge von 1,9 Kilometern

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Vogt: Niederrheinischer Wassermühlen-Führer. 2. Auflage. Verein Niederrhein, Krefeld 1998, ISBN 3-00-002906-0, S. 436.
  • Horst Jungbluth und Helmuth Elsner: Die Schwalm - Im Tal der Mühlen. Mühlengeschichten der Schwalm und ihrer Nebenbäche. 2. Auflage. 1990, S. 80–83.
  • Robert Mittelstädt: Detaillierte hydrologische Nachweise nach BWK M3/M7 für Gewässer der Niederungs- und Sandergebiete am Beispiel des Knippertzbachs (Schwalmeinzugsgebiet). Hrsg.: Hydrotec Ingenieurgesellschaft für Wasser und Umwelt mbH. 5. März 2009 (bwk-nrw.de [PDF; 2,7 MB]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Knippertzbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. Gebietsverzeichnis zur Gewässerstationierungskarte des Landes Nordrhein-Westfalen (PDF; 543 kB)
  4. Robert Mittelstädt: Detaillierte hydrologische Nachweise nach BWK M3/M7 für Gewässer der Niederungs- und Sandergebiete am Beispiel des Knippertzbachs (Schwalmeinzugsgebiet). Hrsg.: Hydrotec Ingenieurgesellschaft für Wasser und Umwelt mbH. 5. März 2009, S. 3 (bwk-nrw.de [PDF; 2,7 MB]).
  5. Robert Mittelstädt: Detaillierte hydrologische Nachweise nach BWK M3/M7 für Gewässer der Niederungs- und Sandergebiete am Beispiel des Knippertzbachs (Schwalmeinzugsgebiet). Hrsg.: Hydrotec Ingenieurgesellschaft für Wasser und Umwelt mbH. 5. März 2009, S. 4 (bwk-nrw.de [PDF; 2,7 MB]).
  6. Willkommen beim Schwalmverband – Körperschaft des öffentlichen Rechts. Schwalmverband Brüggen. Abgerufen am 9. Februar 2013.