Kofelgschroa

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Kofelgschroa
Kofelgschroa im Herzkasperlzelt auf der "Oidn Wiesn" 2013 (Münchner Oktoberfest)
Kofelgschroa im Herzkasperlzelt auf der "Oidn Wiesn" 2013 (Münchner Oktoberfest)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Bayerische Volksmusik, Brass
Gründung 2007
Website kofelgschroa.by
Aktuelle Besetzung
Maximilian Pongratz
Michael von Mücke
Martin von Mücke
Matthias Meichelböck
Kofelgschroa auf dem ZMF 2017 in Freiburg

Kofelgschroa ist eine aus Oberammergau stammende Blasmusik-Gruppe im Bereich der Neuen Volksmusik. Der Bandname leitet sich ab vom Oberammergauer Hausberg Kofel und vom bairischen Gschroa (Geschrei). [1]

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe wurde im Jahr 2007 als Kofelmusi gegründet und spielte zunächst traditionelle Volksmusik. Nachdem die Band 2010 eine Pause einlegte und sich vorübergehend trennte, wurde sie von dem Münchner Label Trikont unter Vertrag genommen, das unter anderem auch Attwenger verlegt. 2012 erschien das Debütalbum unter gleichem Namen, an dem Micha Acher von The Notwist als Produzent mitwirkte.[2] Die Musiker verstehen sich nach wie vor als „Freizeitmusiker mit viel Freizeit“[3], absolvieren aber zunehmend auch überregionale Konzerte. On3 bezeichnet sie als überzeugte Straßenmusiker, die „ihren traditionellen Background mit Punk-Attitüde verbinden“.[4] Sie seien nach eigenen Angaben zwar keine politische Band, aber unterstützen laut Welt Online „Kunstaktionen gegen die Gletscherschmelze“ oder „demonstrieren gegen rechtsextreme Umtriebe im Oberland“ wie beim Musikfestival SchallKnall in Murnau.[5]

2014 kam der Dokumentarfilm "Kofelgschroa. Frei. Sein. Wollen"[6] der Filmemacherin Barbara Weber ins Kino. In sechsjähriger Dreharbeit[7] zeigt sie das Denken und den Werdegang der Gruppe.

Im September 2015 eröffnete Kofelgschroa in Oberammergau das Hotel Kovèl im inzwischen in die Jahre gekommenen ehemaligen Haus des Schriftstellers Josef Ruederer. Es handelt sich jedoch um kein eigentliches Hotel. Die Band nutzt es als Probenraum und dazu „Gleichgesinnte zu empfangen“.[8]

Verleihung des Karl-Valentin-Preises an Sigi Zimmerschied

Am 19. März 2017 gestalteten sie das musikalische Rahmenprogramm anlässlich der Verleihung des Großern Karl-Valentin-Preises an Sigi Zimmerschied im Münchner Volkstheater mit.[9]

Auflösungserscheinungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Februar 2018 gab die Band den Ausstieg der Gründungsmitglieder Michael und Martin von Mücke bekannt. Letzter Konzerttermin in Originalbesetzung war der 24. März 2018. Michael von Mücke spielte noch bis zur Sommerpause 2018 in der Band mit, seit September ist Maria Hafner an der Bratsche als Gastmusikerin mit auf Tour. Als Ersatz an der Tuba spielt Theresa Loibl. Am 22.Oktober 2018 erklärte die Gruppe auf Facebook 2019 eine kreative Pause einzulegen und keine Konzerte mehr zu spielen. [10] Am 25. Oktober 2018 folgte dann die Nachricht, Maxi Pongratz mache Solo weiter, "solange Kofelgschroa im Dornröschenschlaf ruht"[11]

Musikstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Stücken der aus der lokalen Volksmusikszene hervorgegangenen Band ist die Tuba das tragende und prägende Instrument, darüber gesellt sich als füllender und rhythmisierender Teppich oft das Akkordeon, über den sich dann Gitarre und Gesang, Tenorhornsoli oder sich teils mantraartig wiederholte Texte in teils mehrstimmigen Gesang legen. Die Rhythmen sind oft rollende Siebenachteltakte[12]. Kennzeichnend für ihre Musik ist die bairische Mundart oberammergauer Prägung sowie laut Tagesspiegel die „valentinesken Texte“[13]. Zu ihren Stücken sagten sie selbst: „Wir spielen gerne Wechseltakte, Mollakkorde und lange Stücke. Die Melancholie, die Müdigkeit, sowie das Lebensgefühl von Freude und Dankbarkeit versuchen wir in unseren Stücken und in unserem Auftreten zu vereinen“. [14]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Anzahl Titel Chartpositionen[15] Auszeichnungen (Edelmetalle)
DE AT
2012 Kofelgschroa 12 -
2014 Zaun 13 -
2016 Baaz 14 -

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kofelgschroa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das neueste Gschroa aus Oberammergau, Merkur-online.de vom 25. Mai 2012
  2. I sog ned a so und a ned a so, Abendzeitung München vom 24. Mai 2012
  3. Homepage der Band, abgerufen am 13. November 2012
  4. Ned a so oder so, Bayerischer Rundfunk vom 21. Mai 2012
  5. Vier gegen den Musikantenstadl, Welt Online vom 21. Februar 2010
  6. http://www.kofelgschroa-derfilm.de/
  7. Heike Littger: "Kofelgschroa. Frei. Sein. Wollen": Entschleunigung auf Bayerisch. In: Zeit Online. 7. August 2014, abgerufen am 15. Dezember 2015.
  8. https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau/kofelgschroa-eroeffnet-hotel-5877195.html
  9. Süddeutsche Zeitung: Zum Reinlegen schön vom 19. März 2017
  10. https://www.facebook.com/KofelgschroaOberammergau/posts/1907768216009076
  11. https://www.facebook.com/KofelgschroaOberammergau/posts/1911946132257951
  12. http://www.radioeins.de/programm/sendungen/mofr1921/interviews/kofelgschroa.html@1@2Vorlage:Toter Link/www.radioeins.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  13. Die Kraft des Blechs, tagesspiegel.de vom 20. August 2012
  14. Kofelgeschroa in laut.de, abgerufen am 13. November 2012
  15. Album-Chartquellen: (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musicline.de, [1]