Neue Volksmusik

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Hubert von Goisern
Georg Ringsgwandl (2011)
Roland Neuwirth

Das Musik-Genre Neue Volksmusik (manchmal auch VolXmusik, Volkspunk) bezeichnet den Versuch, Elemente der Volksmusik in neue Kontexte zu setzen und mit Jazz, Folk, Hip-Hop, Rock und anderen Stilen zu verbinden. Es ist ein Subgenre der Weltmusik und stellt eine Form des Crossover dar. In den Programmen der diversen Musikfestivals für „Neue Volksmusik“ findet sich oft die gesamte Bandbreite von traditioneller Volksmusik über Folk bis zur Weltmusik.

Musikstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Neue Volksmusik“ wurde überwiegend von jungen Musikern geschaffen, die einerseits mit zeitgenössischer Musik in all ihren Spielarten (Pop, Rock, elektronische Musik, Weltmusik u.v.a.) und zugleich der traditionellen Musik ihrer Region aufgewachsen waren. Es entstanden dabei verschiedene Ansätze, wie die durch Radio und TV vermittelten meist angloamerikanischen Rock- und Popstile mit den regionalen Traditionen verbunden wurden. Eine Rolle hierbei spielten die verschiedenen neuen sozialen Bewegungen (Umwelt-, Anti-Atomkraft-, Friedensbewegung etc.) in den 1970er- und 1980er-Jahren, die mitunter mit einer Rückbesinnung auf die Heimat und eine Abwehr gegen primär technische Einflüsse einhergingen. Außerdem fanden Teile der Punk-Bewegung einen Zugang zu dieser vielfach als „exotisch“ empfundenen Musik. Ein anderes Element der Neuen Volksmusik ist die Abgrenzung gegenüber der volkstümlichen Musik, dem volkstümlichen Schlager.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe, aus dem südlichen deutschen Sprachraum kommende Wegbereiter der Neuen Volksmusik waren der Tiroler Komponist Werner Pirchner (seit 1973) und Biermösl Blosn (seit 1976). Eine der ersten Gruppen, die mit bairischen Texten und einem Crossover aus Volksmusik und Pop ein großes Publikum erreichten, war Haindling. Unter den ersten Interpreten, der Blues mit bairischen Songtexten verband, war Willy Michl; Gerhard Bronner machte Marianne Mendt mit dem Song "Wia a Glock’n" berühmt. Joy Fleming sang Jazz und Blues mit Texten in Mannheimer Mundart und Christine Lauterburg jodelte crossover. In den 1970er Jahren wurde der Begriff Alpenrock geprägt.

Unter den experimentierfreudigeren Bands sind an erster Stelle Attwenger zu nennen, die 1992 bekannt wurden. Im selben Jahr begann auch der kommerzielle Erfolg von Hubert von Goisern und seinen Alpinkatzen, der auch dem Genre insgesamt neue Popularität bescherte.

1993 fand das erste „Schräg-Dahoam-Festival“ in München statt, 1995 das „Gratwanderung“-Festival in Piesendorf (Pinzgau, Salzburg).

Interpreten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festivals der Neuen Volksmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]