Krethi und Plethi

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Krethi und Plethi (aus dem Hebräischen, wohl für Kreter und Philister) bezeichnete ursprünglich einen aus Ausländern bestehenden Teil der Streitmacht des Königs David, die im 2. Buch Samuel erwähnt werden.[1] Krether und Plether unter ihrem Anführer Benaja bildeten die Leibwache König Davids.[2]

Heute wird die Bezeichnung in übertragenem Sinn für „allerlei Volk“ oder auch geringschätziger „allerlei Gesindel“, ähnlich wie Hinz und Kunz,[3][4] Hans und Grete oder Janmaat (in der Seefahrt), verwendet.

Man findet auch die Verballhornung „Greti und Pleti“ im Sinne von Lieschen Müller (Greti ist die Verniedlichungsform von Margarete).[5]

Literarische Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krethi und Plethi heißen auch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Krethi und Plethi – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 2 Sam 8,18 EU, 15,18 EU, 20,7 EU, 20,23 EU, 1 Chr 18,17 EU
  2. 2 Sam 23,23 EU
  3. Eintrag bei phraseo.de
  4. Eintrag bei nextz.de
  5. Frage bei COSMiQ: Wer sind eigentlich Greti und Pleti? Und Hinz und Kunz?
  6. David Kalisch: Krethi und Plethi. Eine Berliner Lokalposse. (Trouvaillen. Editionen zur Literatur- und Kulturgeschichte 8), hrsg. von Heidrun Kerstein, Frankfurt am Main 1989.