Krzysztof Putra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Krzysztof Jakub Putra (2005)

Krzysztof Jakub Putra (* 4. Juli 1957 in Józefowo in der Woiwodschaft Podlachien; † 10. April 2010 bei Smolensk, Russland) war ein polnischer Politiker, Senator, stellvertretender Senatsmarschall, Abgeordneter im Sejm in der X., I. und VI. Wahlperiode und stellvertretender Sejmmarschall – ebenfalls in der VI. Wahlperiode.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab August 1980 gehörte Putra zur unabhängigen Gewerkschaft Solidarność. Von 1975 bis 1994 arbeitete er in einer Fabrik in Białystok, zunächst als einfacher Arbeiter und ab 1983 als Meister. In der X. Wahlperiode (1989 bis 1991) war er Abgeordneter des Bürgerkomitees Solidarność im Sejm. 1990 gehörte Putra zu den Mitbegründern der Zentrumsallianz und in der I. Wahlperiode des Sejms war er in den Jahren von 1991 bis 1993 Abgeordneter dieser Partei. 2001 gehörte er zu den Mitbegründern von Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość, kurz PiS) und wurde Präsident der PiS in der Region Podlachien. In den Jahren von 2002 bis 2005 hatte er einen Sitz im Sejm der Woiwodschaft Podlachien.

Bei den Parlamentswahlen in Polen 2005 wurde Putra zum Senator gewählt. Vom 27. Oktober 2005 bis zum 4. November 2007 war er stellvertretender Senatsmarschall (Wicemarszałkowie Senatu).

Putra errang ein Abgeordnetenmandat bei den Parlamentswahlen in Polen 2007, wo er im Wahlbezirk Białystok 53651 Stimmen erhielt. Am 5. November 2007 kandidierte er für die Parlamentsfraktion der PiS als Sejmmarschall (Marszałek Sejmu Rzeczypospolitej Polskiej); er verlor jedoch gegen Bronisław Komorowski, den Kandidaten der Platforma Obywatelska (Bürgerplattform), mit einem Stimmenverhältnis von 160 zu 292 und wurde einen Tag später zum stellvertretenden Sejmmarschall gewählt.

Am 10. April 2010 gehörte Krzysztof Jakub Putra zu einer polnischen Delegation um Staatspräsident Lech Kaczyński, die anlässlich des siebzigsten Jahrestages des Massakers von Katyn zur Gedenkstätte nach Russland reisen sollte. Bei einem Flugzeugabsturz der Delegation nahe dem Militärflugplatz Smolensk-Nord kam er jedoch gemeinsam mit weiteren hochrangigen Repräsentanten Polens ums Leben. Postum wurde ihm am 16. April 2010 das Komturkreuz mit Stern des Ordens Polonia Restituta (Krzyż Komandorski z Gwiazdą Orderu Odrodzenia Polski) verliehen.[1]

Putra hinterlässt eine Frau und acht Kinder.

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biuro Prasowe Kancelarii Sejmu (Pressebüro des Sejms): Komunikat Nr 163/VI kad., abgerufen am 18. April 2010