Kurt Blumenfeld

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Kurt Blumenfeld 1930

Kurt Yehuda Blumenfeld (geboren 29. Mai 1884 in Marggrabowa, Ostpreußen; gestorben 21. Mai 1963 in Jerusalem) war ein deutscher Zionist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blumenfelds Vater war Amtsrichter in Insterburg, wo er die Schule besuchte. Von 1904 bis 1909 studierte Blumenfeld Rechtswissenschaft an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Albertus-Universität Königsberg. Dort war er Mitglied des akademischen zionistischen Vereins „Theodor Herzl“. 1909 wurde er Parteisekretär der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (ZVfD; zionistisch eingestellt war er seit 1904). Blumenfeld war von 1911 bis 1914 der Generalsekretär des zionistischen Weltverbandes. Von 1913 bis 1914 redigierte er in Berlin die Zeitschrift Die Welt. Blumenfeld war Soldat im Ersten Weltkrieg. Von 1924 (nach anderen Quellen: seit 1923) bis 1933 war er Präsident der ZVfD.

1913 heiratete Blumenfeld Jenny Hurwitz. 1914 besuchte er erstmals Palästina, 1933 flüchtete er dorthin. Seit 1936 war er auch Direktor des Keren Hajessod, eines Fonds, der die Alija unterstützte. Nach mehrjährigen Aufenthalten in New York zog Blumenfeld 1945 endgültig nach Palästina. Er war seit Anfang der 1930er-Jahre mit Hannah Arendt befreundet, die mit ihm zusammenarbeitete, obwohl sie sich nicht zum Zionismus bekannte.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Blumenfeld und Hans Tramer: Erlebte Judenfrage. Ein Viertel-Jahrhundert deutscher Zionismus. Stuttgart 1962
  • Im Kampf um den Zionismus. Briefe aus fünf Jahrzehnten. Stuttgart 1976
  • Hannah Arendt und Kurt Blumenfeld: ... in keinem Besitz verwurzelt. Die Korrespondenz, hrsg. von Ingeborg Nordmann und Iris Pilling, Hamburg 1995, ISBN 388022806X

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günter Gaus im Interview mit Hannah Arendt: Zur Person: Hannah Arendt, Aufzeichnungsminute 13:05