Löhlbach

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Löhlbach
Koordinaten: 51° 3′ 57″ N, 8° 58′ 50″ O
Höhe: 475 (474–522) m ü. NHN
Fläche: 16,7 km²[1]
Einwohner: 1305 (30. Jun. 2019)[2]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35114
Vorwahl: 06455

Löhlbach ist der größte und nördlichste Ortsteil der Gemeinde Haina (Kloster) im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löhlbach liegt inmitten des Kellerwaldes und des Naturparks Kellerwald-Edersee etwa vier Kilometer nördlich des Kernortes Haina am Oberlauf des Wesebaches, der etwa zwei Kilometer östlich an der kleinen Aschkoppe entspringt. Durch den Ort führt die Bundesstraße 253, von der die Landesstraße 3077 nach Haina abzweigt. Löhlbach liegt direkt an der Rhein-Weser-Wasserscheide. Während der Wesebach als Nebenfluss der Eder zum Einzugsgebiet der Weser gehört, wird der südwestliche Teil der Ortslage über die Wohra zum Rhein hin entwässert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Löhlbach erfolgte im Jahr 1215 unter dem Namen Lovuelbach in einer Urkunde des Klosters Haina.[1] Damals führte eine Handelsstraße durch Löhlbach, wodurch der Ort schon im Jahre 1240 ein eigenes Gericht hatte.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Löhlbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Haina/Kloster (damalige Schreibweise) als Ortsteil eingegliedert.[3][4] Für Löhlbach wurde wie für die übrigen Ortsteile von Haina (Kloster) ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Löhlbach 1362 Einwohner. Darunter waren 21 (1,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 231 Einwohner unter 18 Jahren, 561 waren zwischen 18 und 49, 264 zwischen 50 und 64 und 303 Einwohner waren älter.[6] Die Einwohner lebten in 516 Haushalten. Davon waren 123 Singlehaushalte, 156 Paare ohne Kinder und 201 Paare mit Kindern, sowie 30 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 99 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 336 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.[6]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löhlbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2019
Jahr  Einwohner
1834
  
834
1840
  
858
1846
  
919
1852
  
939
1858
  
862
1864
  
907
1871
  
851
1875
  
874
1885
  
877
1895
  
859
1905
  
859
1910
  
891
1925
  
870
1939
  
1.004
1946
  
1.424
1950
  
1.331
1956
  
1.216
1961
  
1.203
1967
  
1.278
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
1.362
2019
  
1.305
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Gemeinde Haina (Kloster)[2]; Zensus 2011[6]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1895: 877 evangelische (= 100 %) Einwohner[1]
• 1961: 1135 evangelische (= 94,35 %), 67 katholische (= 5,57 %) Einwohner[1]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Löhlbach bildet mit Battenhausen und Hüttenrode ein evangelisches Kirchspiel.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Löhlbach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.
  • Im Ort gibt es ein beheiztes Freibad.
  • Löhlbach hat ein Gewerbegebiet mit holzverarbeitender Industrie und mittelständischen Unternehmen.
  • In der Kindertagesstätte "Kirchbergzwerge" werden zwei Gruppen betreut.
  • Die Dorfkultur wird in zahlreichen Vereinen gepflegt

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Löhlbach, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juli 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b Einwohnerzahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Haina (Kloster), abgerufen im Dezember 2020.
  3. Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 2. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 4,9 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 390.
  5. Hauptsatzung. (PDF; 364 kB) §; 6. In: Webauftritt. Gemeinde Haina (Kloster), abgerufen im Februar 2019.
  6. a b c Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 48 und 104;.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Löhlbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1.  Info: Bitte auf Vorlage:HessBib umstellen, um auch nach 2015 erfasste Literatur zu selektieren!