Landecker Berg

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Landecker Berg
Südansicht des Landecker Bergs

Südansicht des Landecker Bergs

Höhe 510,9 m ü. NN
Lage Hessen, Deutschland
Gebirge Rhön (Kuppenrhön)
Koordinaten 50° 50′ 25″ N, 9° 53′ 20″ OKoordinaten: 50° 50′ 25″ N, 9° 53′ 20″ O
Landecker Berg (Hessen)
Landecker Berg
Typ Tafelberg
Gestein Muschelkalk, Basalt
Erschließung Forst-, Wald- und Wanderwege
Besonderheiten Standort der Burgruine Landeck

Der Landecker Berg (auch nur Landecker genannt) ist ein 510,9 m ü. NN[1] hoher Berg und einer der nördlichsten Berge des in Bayern, Hessen und Thüringen (Deutschland) gelegenen Mittelgebirges Rhön bzw. von deren Teilgebirge Kuppenrhön in den Gemarkungen der Gemeinden Schenklengsfeld, Friedewald und Hohenroda im hessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landecker Berg befindet sich im Nordteil der Kuppenrhön bzw. des Biosphärenreservats Rhön. Die größte Ortschaft am Berg ist Schenklengsfeld, das an seiner Südwestseite liegt. Im Uhrzeigersinn um den Berg folgt der Schenklengsfelder Ortsteil Hilmes, der Friedewalder Ortsteil Hillartshausen und die Ortsteile Ausbach und Ransbach der Gemeinde Hohenroda.

Der Landecker Berg bildet mit seinem nördlich gelegenen Nachbarberg Dreienberg ein Teil der Wasserscheide zwischen Fulda und Werra. Die Fließgewässer die am Berg entspringen, fließen von seiner Ostseite in die Werra und von seiner Westseite zur Fulda.

Zwischen Schenklengsfeld und Ransbach fuhr bis 1989 die Hersfelder Kreisbahn südlich am Landecker Berg vorbei. Über den Berg verläuft der Abschnitt Friedewald−Dreienberg−Landecker Berg−Schenklengsfeld−Soisberg des Europäischen Fernwanderwegs E6.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tafelberg besteht aus Muschelkalk, der sich während der Trias in einem flachen Meer auf Oberen Buntsandstein bildete. Der Berg besteht zu großen Teilen aus Wellenkalk und ist geologisch genau so aufgebaut wie sein flächenmäßig kleinerer Nachbarberg im Norden, der Dreienberg.

Die obere Schicht auf dem Hochplateau wird durch Oberer Wellenkalk gebildet. Darunter bildet der Untere Wellenkalk die Flanken des Berges aus. Im Miozän wurde der Buntsandstein mit dem aufliegenden Muschelkalk durch vulkanische Aktivität in der Rhön aufgewölbt.

Bergbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die höchste Stelle auf der Hochfläche des Tafelbergs Landecker Berg befindet sich im nördlichen Teil des Bergmassivs. Zwischen Ausbach und Ransbach erstreckt sich ein langer Geländesporn (435 m ü. NN) nach Osten in das Tal hinein. Auf ihm befindet sich ein Naturschutzgebiet das den Waldbereich und dessen Randgebiete umfasst. Ein weiterer ausgeprägter Geländesporn auf dessen Spitze sich die Burgruine Landeck oberhalb von Oberlengsfeld befindet, erstreckt sich in Richtung Südwesten. Im Süden ist der Kreuzberg (457,2 m) dem Hauptmassiv vorgelagert. Der dazwischen gelegene Sattel erreicht maximal 432 m Höhe.

In Nord-Süd-Richtung hat der Landecker Berg, der größtenteils von dichtem Buchenwald bewachsen ist, etwa 4,5 Kilometer Ausdehnung, in West-Ost-Richtung sind es rund 2 Kilometer.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landecker Berg ist nur mit Forst-, Wald- und Wanderwegen erschlossen. Diese erreicht man auf den Kreisstraßen, die ein paar Kilometer nördlich des Bergs, im Raum Friedewald, von der B 62 nach Süden abzweigen. Weiterhin auf den Landesstraßen (u. a. „L 3341“ und „L 3172“), die von der B 27 im Haunetal nach Osten abzweigen und über Schenklengsfeld südlich am Landecker Berg vorbeiführen, um im Werratal wieder auf der B 62 treffen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)