Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen

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Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen
Logo der Landesanstalt für Medien
Staatliche Ebene Nordrhein-Westfalen
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Gründung 23. Januar 1987
Hauptsitz Düsseldorf
Behördenleitung Jürgen Brautmeier, Direktor
Website www.lfm-nrw.de

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) ist die Aufsichtsinstitution für den privaten Rundfunk in Nordrhein-Westfalen. Die LfM ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts, also keine staatliche Einrichtung. Die Arbeit der LfM wird nach dem Rundfunkstaatsvertrag aus einem Anteil des in NRW erhobenen Rundfunkbeitrags finanziert. Dies soll Unabhängigkeit, Staatsferne und ihr Wirken für einen unabhängigen Rundfunk sichern.

Die LfM wurde im Jahre 1987 auf der Grundlage des „Rundfunkgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen“ (LRG NW) vom 23. Januar 1987 als Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen (LfR) mit Sitz in Düsseldorf gegründet. Am 31. Juli 2002 trat ein neues Landesmediengesetz (LMG NRW) in Kraft, das u. a. eine Umbenennung der nordrhein-westfälischen Landesmedienanstalt beinhaltete. Sie trägt seitdem die Bezeichnung „Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)“.

Ihre Aufgaben umfassen neben der Zulassung und der Aufsicht über private Rundfunkveranstalter auch Forschungstätigkeiten. Konkret soll sie u. a. die Medienentwicklung durch Forschung begleiten. Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld ist die Förderung der Medienkompetenz. Seit einigen Jahren kümmert sich die LfM auch um Fragen des Jugendschutzes im Internet.

Neben den NRW-Lokalradios ist die LfM derzeit unter anderem für private Fernsehsender wie VOX und Super RTL zuständig. Die LfM ist darüber hinaus an Projekten wie klicksafe.de, handysektor.de sowie an internet-abc.de beteiligt.

Direktor der LfM ist Jürgen Brautmeier. Er löste im Herbst 2010 Norbert Schneider ab (Amtszeit 1993–2010). Jürgen Brautmeier gehört zu den Gründern der Europäischen Plattform der Regulierungsbehörden (EPRA). Im Jahr 2013 wurde er zusätzlich Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Medienanstalten. In dieser Funktion war er bis Ende 2015 tätig.

Im Juni 2016 wurde Tobias Schmid zu Brautmeiers Nachfolger gewählt. Schmid wird sein Amt im Januar 2017 antreten.

Das zweite Organ der LfM neben dem Direktor ist nach dem Landesmediengesetz NRW die Medienkommission, die aus 41 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern besteht (acht durch den Landtag Nordrhein-Westfalen gewählt, 33 von gesellschaftlich relevanten Gruppen entsandt, plus Stellvertretern). Sie berät und trifft alle wesentlichen Entscheidungen bei der Lizenzierung und Kontrolle von privaten Programmanbietern und entscheidet über die Vergabe von Übertragungskapazitäten an private Veranstalter in Nordrhein-Westfalen sowie über die Vergabe von Fördermitteln und Forschungsprojekten, wie zum Beispiel dem Fernsehsender Nrwision. Die Mitglieder des Gremiums wählen auch den Direktor. Die Amtszeit der Mitglieder der Medienkommission beträgt sechs Jahre. Die aktuelle sechste Amtsperiode hat mit der konstituierenden Sitzung am 27. Februar 2015[1] begonnen und dauert noch bis 2021 an. Vorsitzender ist Werner Schwaderlapp. Die stellvertretende Vorsitzende ist Christiane Bertels-Heering.

Die Zusammenarbeit der Landesmedienanstalten erfolgt u. a. über die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK).

Die LfM hat, zum Teil mit Partnern, wie z. B. der Verbraucherzentrale, viele Broschüren herausgegeben. Sie sind in der Regel kostenlos und können über die LfM bestellt werden.

Für Zuschauer und Internetnutzer stellt die Landesanstalt eine wichtige Anlaufstelle für Beschwerden dar. Mehr als 300 Programm- bzw. Internetbeschwerden gingen im Jahr 2015 bei der LfM ein.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einmal im Jahr verleiht die LfM den LfM-Hörfunkpreis für herausragende Leistungen im privaten Radio. Zudem ist die LfM Initiatorin der Karlsmedaille für europäische Medien. Auch vergibt die LfM einmal im Jahr den LfM-Bürgermedienpreis für kreative Programmleistungen in den Bürgermedien sowie den Campus-Radio-Preis, mit dem besondere Leistungen der Hochschulradios honoriert werden.

Einmal jährlich führt die LfM die Themenveranstaltung Kompetent beraten in Medienfragen durch, in deren Rahmen aktuelle Jugendschutz- und Medienkompetenzthemen diskutiert und in Workshops behandelt werden. Die Veranstaltungsreihe richtet sich vor allem an Multiplikatoren aus Pädagogik und Jugendarbeit.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (die medienanstalten).

Die Medienanstalten Logo

 Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten

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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen vom 27. Februar 2015