Thüringer Landesmedienanstalt

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Thüringer Landesmedienanstalt
TLM logo farbig
Staatliche Ebene Thüringen
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Gründung 1991
Hauptsitz Erfurt
Behördenleitung Jochen Fasco (Direktor)
Website www.tlm.de

Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) ist die Landesmedienanstalt des Landes Thüringen.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TLM ist zuständig für die staatliche Genehmigung privatrechtlicher Radio- und Fernsehveranstalter mit Sitz in Thüringen. Darüber hinaus beaufsichtigt sie die Einhaltung medienrechtlicher Regeln zu Jugendschutz und Werbung, zur Wahrung der Meinungsvielfalt und der Programmgrundsätze. Sie ist unter anderem zuständig für die Aufsicht über Telemedien und kontrolliert hier z. B. Online-Medien hinsichtlich der Jugendschutzbestimmungen. Die spezifischen Aufgaben der TLM regeln das Thüringer Landesmediengesetz, der Rundfunkstaatsvertrag und der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organisatorisch ist die TLM eine selbstverwaltete Anstalt des öffentlichen Rechts. Die Rechtsaufsicht führt die Thüringer Staatskanzlei als oberste Landesbehörde. Finanziert wird die TLM durch einen Teil der in Thüringen anfallenden Rundfunkgebühr.

Organe der TLM sind die Versammlung und der Direktor. Die Versammlung besteht nach dem korporatistischen Modell aus Vertretern der im Thüringer Landtag vertretenen Parteien sowie den Vertreten der im Gesetz benannten Organisationen.

Mitglied Funktion Vertreter für Anmerkungen
Johannes Haak Vorsitzender Evangelische Kirchen
Gerhard Stöber Katholische Kirche
Wolfgang M. Nossen Jüdische Gemeinden
Birgit Schuster Familienverbände
Ute Zacharias Arbeitgeberverbände
Peter Hoffmann Handwerkerverband
Katja Förster Bauernverbände
Gisela Meyer Vereinigung der Opfer des Stalinismus
Gottfried Schugens Verbände der Kriegsopfer, Wehrdienstgeschädigten und Sozialrentner CDU-Mitglied, ehemals MdL
Egon Primas Bund der Vertriebenen CDU-Mitglied, MdL
Reinhard Müller Behindertenverbände
Ilona Helena Eisner Stellvertreterin Frauenverbände
Christian Rommel Jugendverbände
Eckart Lange Kulturverbände
Heidi Krömker Hochschulen
Georg Ruhrmann Hochschulen
Peter Gösel Landessportbund
Nadin Czogalla Landessportbund
Joachim Saynisch Verbände der freien Berufe
Thomas Damm Verbraucherschutzverbände
Günther Schatter Naturschutzverbände
Steffen-Claudio Lemme Stellvertreter Arbeitnehmerverbände SPD-Mitglied, MdB
Ingrid Ehrhardt Arbeitnehmerverbände
Helmut Liebermann Arbeitnehmerverbände
José Manuel Paca Interessenvertretungen der Migranten
Ralf Rusch Thüringischer Landkreistag und Städte- und Gemeindebund Thüringen
Gabi Ohler Landesregierung
André Blechschmidt Landtagsfraktion Die Linke MdL
Madeleine Henfling Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen MdL
Stephan Brandner Landtagsfraktion AfD MdL
Werner Pidde Landtagsfraktion SPD MdL
Gerold Wucherpfennig Landtagsfraktion CDU MdL

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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 Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten

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Über dieses Bild

Die Thüringer Landesmedienanstalt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten die medienanstalten. Zusammen mit den Landesmedienanstalten in Sachsen und Sachsen-Anhalt, der Arbeitsgemeinschaft Mitteldeutscher Landesmedienanstalten (AML), vergibt sie den Mitteldeutschen Rundfunkpreis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anstalt wurde am 5. November 1991 als Thüringer Landesanstalt für privaten Rundfunk (TLR) gegründet. Der Sitz war zunächst in Arnstadt. Erster Direktor war von 1992 bis 2007 Victor Henle. Im Februar 1993 ging mit Antenne Thüringen das erste von der TLR lizenzierte Hörfunkprogramm auf Sendung. Am 13. Dezember 1996 erfolgte die Umbenennung in Thüringer Landesmedienanstalt (TLM). Zum Jahreswechsel 2003/2004 erfolgte der Umzug in die Erfurter Steigerstraße. Gleichzeitig wurde dort die Geschäftsstelle der Kommission für Jugendmedienschutz angesiedelt, die 2013 in die Gemeinsame Geschäftsstelle der Landesmedienanstalten in Berlin integriert wurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]