Landtagswahl in Bayern 2003
Die Wahl zum 15. Bayerischen Landtag fand am 21. September 2003 statt, die Wahlbeteiligung lag bei 57,1 %. Zusammen mit der Wahl wurden zwei Volksentscheide (obligatorische Referenden) zur Änderung der Bayerischen Verfassung abgehalten.
Parteien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Spitzenkandidat der CSU war der seit 1993 amtierende Ministerpräsident Edmund Stoiber. Für die SPD Bayern trat Franz Maget an, der Vorsitzende der Landtagsfraktion.
Neben den Landtagsparteien CSU, SPD und Grünen kandidierten die Freien Wähler, REP, ödp, und FDP bayernweit. Weiterhin traten an:[2]
- BP – Bayernpartei (nicht in Unterfranken)
- PBC – Partei Bibeltreuer Christen (nicht in Niederbayern)
- Freie Franken – Landeswählergruppe der Franken (nur in Oberfranken)
- Unabhäng. Kandidaten Aktion – unabhängige Kandidaten (nur in Schwaben)
- AUFBRUCH – Aufbruch für Bürgerrechte, Freiheit und Gesundheit (nur in Oberbayern und Schwaben)
- BB – Bürger-Block (nur in Oberbayern)
- BüSo – Bürgerrechtsbewegung Solidarität (nicht in Ober- und Unterfranken)
Ergebnis
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Bei dieser Wahl erhielt die CSU zum ersten und bislang einzigen Mal in der Geschichte der Bundesrepublik die Zweidrittelmehrheit der Landtagsmandate. Die SPD Bayern erhielt zum ersten Mal weniger als 20 % der Wählerstimmen.
| Partei | Erst- stimmen | Zweit- stimmen | Summe | Summe in Prozent | Sitze |
|---|---|---|---|---|---|
| CSU | 3.050.456 | 3.167.408 | 6.217.864 | 60,67 % | 124 (+1) |
| SPD | 1.031.302 | 980.963 | 2.012.265 | 19,63 % | 41 (−26) |
| GRÜNE | 401.290 | 391.760 | 793.050 | 7,74 % | 15 (+1) |
| FW | 228.831 | 182.475 | 411.306 | 4,01 % | – |
| FDP | 138.087 | 125.644 | 263.731 | 2,57 % | – |
| REP | 120.554 | 108.910 | 229.464 | 2,24 % | – |
| ödp | 111.458 | 88.645 | 200.103 | 1,95 % | – |
| BP | 44.572 | 32.818 | 77.390 | 0,76 % | – |
| PBC | 9.068 | 15.524 | 24.592 | 0,24 % | – |
| BüSo | 2.814 | 3.420 | 6.234 | 0,06 % | – |
| Aufbruch | 2.146 | 4.049 | 6.195 | 0,06 % | – |
| Freie Franken | 1.650 | 2.610 | 4.260 | 0,04 % | – |
| Unabhängige | 360 | 986 | 1.346 | 0,01 % | – |
| BB | 175 | 760 | 935 | 0,01 % | – |
Volksentscheide
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erste Vorlage hatte drei staatsorganisationsrechtliche Fragen zum Gegenstand: Die Verankerung des Konnexitätsprinzips, die Information des Landtags durch die Staatsregierung sowie die Verlängerung der Frist, in der der Landtag nach einer Wahl erstmals zusammentreten muss. Die zweite Vorlage hatte drei grundrechtliche Bestimmungen zum Gegenstand: Die Herabsetzung des passiven Wahlalters, die Anpassung des Wortlauts des Artikels zur Menschenwürde sowie die stärkere Verankerung von Kinderrechten in der Verfassung. Beide Vorlagen wurden von einer großen Mehrheit der gültig Abstimmenden gebilligt (88,3 % beziehungsweise 85,1 %). Es zählte die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Landtagswahl am 21. September 2003. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Landtagswahlen in Bayern seit 1946. Gesamtstimmen (Erst- und Zweitstimmen) in Bayern Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
- ↑ Übersicht: 14 Parteien stehen zur Wahl. Abgerufen am 23. Dezember 2020.
- ↑ Wahlergebnisse in Bayern 2003. Statistisches Landesamt