Lankern

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Lankern
Stadt Bocholt
Koordinaten: 51° 47′ 18″ N, 6° 35′ 39″ O
Höhe: 25 m ü. NN
Fläche: 1,68 km²
Einwohner: 208 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner/km²
Postleitzahl: 46395
Vorwahl: 02871

Lankern ist eine Bauerschaft, die teilweise zum Stadtteil Dingden der Stadt Hamminkeln und somit zum Kreis Wesel und teilweise zur Stadt Bocholt und somit zum Kreis Borken gehört. Auf Bocholter Seite ist Lankern offizieller Stadtteil.[1] Die ländliche Region besteht überwiegend aus bäuerlichen Gehöften und einer Wohnsiedlung. Lankern ist der kleinste und einwohnerschwächste Stadtteil Bocholts.

In Lankern gibt es einige kleinere Gewerbebetriebe. Außerdem befindet sich die seit dem 1. Januar 2003 stillgelegte Bocholter Mülldeponie in diesem Ortsteil.[2] In Nord-Süd-Richtung durchqueren die Bahnstrecke Wesel–Bocholt und die Landesstraße 602 das Gebiet. Die Eisenbahnstrecke besaß bis 1960 einen Haltepunkt in Lankern bei Kilometer 15,6.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bauerschaft Lankern ist wohl das älteste Siedlungsgebiet von Dingden. Unter dem Grundbesitz des Klosters Werden an der Ruhr wurde im 10. Jahrhundert ein Besitz in Longhere (Lankern) erwähnt.

Bei der Gebietsreform, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat,[4] wurde Lankern „geteilt“. Der südliche Teil verblieb bei Dingden und wurde in die Stadt Hamminkeln eingemeindet. Eine Fläche von 168 Hektar, nämlich der Teil um die Mülldeponie der Stadt Bocholt, wurde Bocholt zugeschlagen.[5] Innerhalb der Stadt Bocholt bildet Lankern nun einen eigenen Stadtteil.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. §4 der Hauptsatzung der Stadt Bocholt
  2. http://www.dahlem-ingenieure.de/xd/public/cms/index.html?idd=583
  3. Beschreibung der Betriebsstelle Lankern
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 310.
  5. §51 Absatz II Münster/Hamm-Gesetz