Lars Gårding

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lars Jacob Gårding (* 7. März 1919 in Hedemora; † Juli 2014) war ein schwedischer Mathematiker, der sich mit partiellen Differentialgleichungen beschäftigte.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Gårding studierte an der Universität Lund und wurde dort bei Marcel Riesz, dessen Gesammelte Werke er 1988 herausgab, promoviert. Danach wurde er ebenfalls in Lund Professor für Mathematik. Er war mehrfach am Institute for Advanced Study in Princeton (z. B. 1959/60, 1958, 1958, 1960, 1966/7), an dem auch die Schweden Arne Beurling und Lars Hörmander (der bei ihm studierte) als Professoren waren und wo er außerdem mit Michael Atiyah und Raoul Bott zusammenarbeitete.

Aus seiner Beschäftigung mit dem Dirichlet-Problem stammt seine „Gårding-Ungleichung“ für Lösungen linearer elliptischer partieller Differentialgleichungen. Gårding beschäftigte sich auch mit linearen hyperbolischen partiellen Differentialgleichungen[1] und partiellen Differentialgleichungen vom gemischten Typ. Mit Arthur Strong Wightman arbeitete er über axiomatische Quantenfeldtheorie („Gårding-Wightman-Axiome“).

Gårding interessierte sich ferner für Mathematikgeschichte und schrieb ein Buch über die Geschichte der Mathematik in Schweden.

1958 hielt er einen Plenarvortrag auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Edinburgh (Some Trends and Problems in linear partial differential equations) und 1970 war er Invited Speaker auf dem ICM in Nizza (Sharp fronts and lacunas).

Schriften[Bearbeiten]

  • Some Points of Analysis and Their History. AMS, Providence 1997.
  • Encounter with Mathematics. Springer-Verlag 1977, 2. Auflage 1983, ISBN 3-540-90229-5.
  • Cauchy's problem for hyperbolic equations. Lecture Notes Chicago 1957.
  • Mathematics and Mathematicians – Mathematics in Sweden before 1950. AMS 1998 (schwedisch: Matematik och Matematiker. Matematik i Sverige före 1950. Lund University Press, 1994).
  • Singularities in Linear Wave Propagation. Lecture Notes in Mathematics, Springer-Verlag 1987.
  • Mit Torbjörn Tambour: Algebra for Computer Science. Springer-Verlag 1988, ISBN 3-540-96780-X.
  • The Dirichlet Problem. Mathematical Intelligencer Bd.2, 1979, Nr.1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. z. B. Linear hyperbolic differential equations with constant coefficients. Acta Mathematica Bd.85, 1950, S.1-62, mit Bott, Atiyah: Lacunas for hyperbolic differential operators with constant coefficients. Acta Mathematica Bd.124, 1970, S.109-189