Lavaux

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Waadtländer Region. Für den gleichnamigen Bezirk siehe Bezirk Lavaux.
Ansicht von Villette
Winterlandschaft bei Rivaz VD
Weinberge des Lavaux vom See her gesehen

Das Lavaux (früher deutsch Ryf, wozu Ryfwyn, Reifwein ‚Wein vom Lavaux‘[1]) ist ein Weinbaugebiet im Kanton Waadt in der Schweiz am nordöstlichen Ufer des Genfersees. Die im Lavaux verbreitetste Rebsorte ist der Gutedel, hier «Chasselas» genannt.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weinbaugebiet erstreckt sich zwischen Lausanne und Vevey auf über 805 Hektaren, auf denen seit dem 12. Jahrhundert steile Terrassen angelegt worden sind. Im Westen grenzt das Lavaux an das Weinbaugebiet La Côte, im Osten an das Weinbaugebiet Chablais.

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lavaux umfasst 10 Gemeinden, die in den Bezirken Lavaux-Oron und Riviera-Pays-d’Enhaut liegen:

Protektion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dank einer Volksinitiative, lanciert durch den Umweltschützer Franz Weber, ist das Lavaux seit 1977 durch die Waadtländer Verfassung geschützt.

Im Dezember 2005 nominierte das Schweizer Bundesamt für Kultur das Lavaux als UNESCO-Welterbe. Das International Council on Monuments and Sites, eine Unterorganisation der UNESCO, empfahl dem UNESCO-Komitee in einem im Mai 2007 veröffentlichten Bericht, das Lavaux in die Liste aufzunehmen, nachdem im August 2006 ein Vertreter der Organisation die Region besucht hatte.[2] Am 28. Juni 2007 wurde die Aufnahme unter dem Namen Weinterrassen von Lavaux mit Blick auf den See und die Alpen beschlossen.[3]

Da seiner Meinung nach im Lavaux zu viel gebaut wird und um eine weitere Bauspekulation einzudämmen, sammelte Franz Weber Unterschriften für eine neue Volksinitiative. Die erforderliche Unterschriftenzahl wurde im Juli 2009 erreicht, jedoch wurde bei der Volksabstimmung vom 17. Mai 2014 seine Initiative zu 68 % abgelehnt und ein moderater Gegenvorschlag mit gleichem Prozentsatz angenommen.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lavaux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schweizerisches Idiotikon Bd. VI Sp. 660, Artikel Rīf; Bd. XVI Sp. 205, Artikel Rīf-Wīn
  2. NZZ: „Gute Chancen für das Lavaux als Welterbe“, 14. Mai 2007
  3. NZZ: „Weinbaugebiet Lavaux wird Unesco-Weltkulturerbe“, 28. Juni 2007
  4. news.ch: Waadtländer wollen keinen absoluten Schutz des Lavaux, 18. Mai 2014

Koordinaten: 46° 29′ 31″ N, 6° 44′ 46″ O; CH1903: 546830 / 149194