Val di Ledro

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Val di Ledro
Pfahlbauten am Ledrosee

Pfahlbauten am Ledrosee

Lage Trentino, Italien
Gewässer Ponale, Ledrosee
Gebirge Gardaseeberge
Geographische Lage 45° 53′ 19″ N, 10° 43′ 50″ OKoordinaten: 45° 53′ 19″ N, 10° 43′ 50″ O
Val di Ledro (Trentino-Südtirol)
Val di Ledro
Gestein Sedimentgesteine
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Das Val di Ledro, auch Valle di Ledro, deutsch auch Ledrotal, ist ein Tal im Südwesten des Trentino. Den Namen könnte es von den Bewohnern des Tales haben, die von den Römern Leutrenses genannt wurden.

Das Val di Ledro ist ein Tal in den Gardaseebergen, das, obwohl es glazialen Ursprungs ist, Ost-West gerichtet ist.

Im Val di Ledro befinden sich die Gemeinde Ledro und der Ledrosee. Es wird vom Ponale entwässert, der südlich von Riva del Garda über einen Wasserfall in den Gardasee mündet. Nach Molina di Ledro verengt sich das Tal und wird valle del Ponale genannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ledrosee hat man prähistorische Pfahlbauten gefunden.

Das Tal wurde 15 v. Chr. dem römischen Reich einverleibt[1]. Im Val di Ledro hat am 21. Juli 1866 bei der Ortschaft Bezzecca di Schlacht bei Bezzecca stattgefunden. Von dort hat Giuseppe Garibaldi dem General Alfonso La Marmora ein Telegramm geschickt: „Ho ricevuto il dispaccio n. 1073. obbedisco“ (Ich habe die Depesche Nr. 1073 erhalten, ich gehorche).

Die sechs Gemeinden des Tales beschlossen in den 1990er Jahren, sich zusammenzuschließen, und haben über diesen Plan am 30. November 2008 eine Volksbefragung durchgeführt. Die Bevölkerung hat dem Plan mit deutlicher Mehrheit (73,39 %) zugestimmt.[2]

Am ersten Januar 2010 haben sich alle Gemeinden des Tals zur Gemeinde Ledro zusammengeschlossen. Im Mai 2010 wurden mit dem Gemeinderat und Bürgermeister auch die Ortsvorsteher der sechs Fraktionen des Tales gewählt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Val di Ledro wird von der Strada statale 240 di Loppio e di Val di Ledro von Rovereto über Arco und Riva del Garda durch zwei 3600 Meter bzw. 1120 Meter lange Tunnel durch das Rochetta-Massiv und das Tal des Ampola nach Storo (am Chiese) durchquert. Die vor Bau der Tunnel verwendete alte Ponalestraße wird heute als Fuß- und Radweg genutzt. Von Tiarno di Sopra zweigt südlich die Straße zum Tremalzopass ab.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bortolo Degara: Storia della Valle. In: Statuto dei Comuni. Comune di Ledro, abgerufen am 23. Mai 2018 (italienisch).
  2. I nuovi Comuni di Ledro e Comano Terme (TN). tuttitalia.it, abgerufen am 23. Mai 2018 (italienisch).