Leineaue unter dem Rammelsberg

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Leineaue unter dem Rammelsberg

IUCN-Kategorie IV − Habitat-/Species Management Area

Weidefläche in der Leineaue im NSG (2014)

Weidefläche in der Leineaue im NSG (2014)

Lage Zwischen Gronau (Leine) und Elze, Landkreis Hildesheim, Niedersachsen
Fläche 200 ha
Kennung NSG HA 129
WDPA-ID 164423
Natura-2000-ID DE-3824-332
FFH-Gebiet 189,1 ha
Geographische Lage 52° 7′ N, 9° 46′ OKoordinaten: 52° 6′ 59″ N, 9° 45′ 52″ O
Leineaue unter dem Rammelsberg (Niedersachsen)
Leineaue unter dem Rammelsberg
Meereshöhe von 72 m bis 118 m
Einrichtungsdatum 21. April 1988
Verwaltung NLWKN

Die Leineaue unter dem Rammelsberg ist ein Naturschutzgebiet in der niedersächsischen Stadt Elze, der Gemeinde Nordstemmen und der Kleinstadt Gronau (Leine) und der Gemeinde Betheln in der Samtgemeinde Gronau (Leine) im Landkreis Hildesheim.

Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG HA 129 ist 200 Hektar groß. Es ist nahezu identisch mit dem gleichnamigen FFH-Gebiet. Im Süden grenzt das Naturschutzgebiet an das Landschaftsschutzgebiet „Gronauer Masch“, durch das es mit nördlich von Gronau (Leine) liegenden Naturschutzgebiet „Gronauer Masch“ vernetzt ist. Das Gebiet steht seit dem 21. April 1988 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Hildesheim.

Das Naturschutzgebiet liegt zwischen Gronau (Leine) und Elze und stellt auf über 4 km Länge[1] einen Ausschnitt des Mittellaufs der Leine mit ihrer Aue und Teilen der Hänge des Uthberges und des Großen Rammelsberges im Osten unter Schutz. Die Flussauenlandschaft enthält Weichholz- und Hartholzauenwälder. Die periodisch überflutete Niederung wird geprägt vom mäandrierenden Flusslauf mit Altarmen und Flutmulden. Die Leine wird vielfach von Auwald­resten begleitet. Daneben sind Feuchtwiesen und staudenreiche Brachflächen zu finden. Die in das Naturschutzgebiet einbezogenen Hänge sind durch Wälder und Gebüsche sowie Reste von Magerrasen und Streuobstwiesen geprägt.

Zwei aufgelassene Sandgruben liegen am Rand des Naturschutzgebietes. Sie werden weitestgehend ihrer natürlichen Entwicklung überlassen.[1] Große Teile der Sandgruben sind von Ruderalvegetation besiedelt. So sind hier z. B. Wilde Möhre, Bitterkraut, Rosenmalve, Wiesenlabkraut, Wiesenbärenklau, Wiesenbocksbart, Gamanderehrenpreis sowie Echtes Labkraut, Margerite, Hornklee und Thymian zu finden. Um aufkommende Gehölze zu unterdrücken, wird die südlichere der beiden Sandgruben regelmäßig mit Schafen beweidet.[2]

Das Naturschutzgebiet ist Lebensraum einer artenreichen Avifauna.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leineaue unter dem Rammelsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bernd Galland: Naturerlebnis in „gestörter“ Landschaft – die Leineaue nördlich von Gronau, Paul-Feindt-Stiftung. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  2. Maren Burgdorf: Das ehemalige Sandabbaugebiet „Schwalbenberg“ bei Betheln, Paul-Feindt-Stiftung. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  3. Artenliste der Vogel des Gronauer Masch und benachbarte Leineau, Paul-Feindt-Stiftung (PDF-Datei, 119 kB). Abgerufen am 24. Januar 2018.